Schnee von gestern
Weißseeferner wird wohl nicht erschlossen – Saison startet demnächst am Kaunertaler Gletscher
Wenn der Kaunertaler Gletscher demnächst in die Saison startet, kommt der Schnee aus 16 Depots, deren Abdeckung derzeit an der Uni Innsbruck weiterentwickelt wird. Nichts tut sich hingegen bei der Weißseeferner-Erschließung: Sie wird es aus heutiger Sicht nämlich nicht geben.
22. September 2026
16 Schneedepots – deren Abdeckung derzeit wissenschaftlich weiterentwickelt wird – liefern den Schnee für die erste Piste. Foto: David Hafele
Der Schnee für den Saisonstart ist von „gestern“: Dieser wurde in 16 Schneedepots unterschiedlicher Größe über den Sommer gelagert und wird verteilt, sodass eine Piste entsteht. Geöffnet wird wohl vorerst der Sonnenlift – ein neuer Schlepplift, der seit der letzten Wintersaison in Betrieb ist –, der den Hang erschließt, der in den ersten Tagen zum Training zur Verfügung steht. Dann folgt die Karlesjochbahn, womit eine weitere Abfahrt zur Verfügung stehen wird. Genutzt werden sie zu Beginn von Skirennläufern, die für die bevorstehende Rennsaison trainieren, was derzeit (zumindest in absehbarer Zeit) in unseren Breiten nur in Gletscherskigebieten möglich ist. In den erstenv Wochen sind im Kaunertal Skiclubs und Vereine aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen und Tschechien zu Gast.
NACHHALTIGKEIT. In Sachen Nachhaltigkeit ist man im Kaunertal ebenfalls aktiv: Energieautonomie oder ein ressourcenschonender Ratrac-Antrieb sind ebenso Thema wie die Alternative zu den Schneedepot-Plastikfolien. Sämtliche Gletscherskigebiete in Österreich sowie viele weitere Skigebiete in der Schweiz und in Italien haben sich zusammengeschlossen, um mit der Universität Innsbruck an der Weiterentwicklung alternativer und nachhaltiger Abdeckungen für Schneedepots zu arbeiten. „Verschiedene Materialien werden erprobt und laufend weiterentwickelt und getestet“, sagt Geschäftsführerin Mag. Michaela Burger. Es sei eine Frage der Zeit, bis eine gute Alternative zu den derzeit verwendeten Materialien gefunden ist.
„WEISSSEE“ kommt nicht. Dass die von den Kaunertaler Gletscherbahnen seit Jahren angestrebte Erschließung des Weißseeferners gerichtlich als UVP-pflichtig eingestuft wird, hat Folgen: „Aus heutiger Sicht wird das Vorhaben nicht weiterverfolgt“, sagt Mag. Burger über das Projekt, das Widerstand bei Alpenvereinen und Umweltorganisationen hervorgerufen hat. Weißseespitze und Gepatschferner bleiben also wohl unberührt – aber nicht ungesehen: „Wir haben diesen Sommer einen Aussichtspunkt oberhalb der Seeles Seen installiert. Von dort sieht man die Gletscherzunge als auch den Weißseeferner sehr gut“, so Burger. Doch auch der Gepatschferner zieht sich zurück, und da der Rückgang der Gletscher viele Menschen beschäftigt, geht auch Michaela Burger davon aus, dass viele Interessierte das Eis des Gletschers sehen wollen, solange es noch existiert. Demnächst wohl noch mehr, denn: Sollte das Eisband der Pasterze, das die Gletscherzunge mit dem Gletschereis verbindet, abreißen, ist der Gepatschferner der größte Gletscher Österreichs. Aber schon jetzt ist der Blick ein rekordverdächtiger: Gepatschferner mit Kesselwandferner seien schon die größte zusammenhängende Gletscherfläche Österreichs, weiß die Gletscherbahnen-Chefin.
Spring Classic Season
Im Rahmen der Spring Classic Season wird auch im Frühjahr 2027 der Kaunertaler Snowpark eröffnet – mit dem „Ski Austria Snowpark“-Tag für Kinder, bei dem die Kids mit Trainern das Fahren im Snowpark lernen. Im Frühjahr finden zudem Sportevents wie das Banked Slalom Tirol Finale oder das Finale des Freeride Contest Open Faces statt. Das KTE, das für das Kaunertal Ending des Snowparks steht, ist ein dreitägiges Event im Snowpark mit DJ-Acts (früher gab’s das KTO – O wie Opening).
NACHHALTIGKEIT. In Sachen Nachhaltigkeit ist man im Kaunertal ebenfalls aktiv: Energieautonomie oder ein ressourcenschonender Ratrac-Antrieb sind ebenso Thema wie die Alternative zu den Schneedepot-Plastikfolien. Sämtliche Gletscherskigebiete in Österreich sowie viele weitere Skigebiete in der Schweiz und in Italien haben sich zusammengeschlossen, um mit der Universität Innsbruck an der Weiterentwicklung alternativer und nachhaltiger Abdeckungen für Schneedepots zu arbeiten. „Verschiedene Materialien werden erprobt und laufend weiterentwickelt und getestet“, sagt Geschäftsführerin Mag. Michaela Burger. Es sei eine Frage der Zeit, bis eine gute Alternative zu den derzeit verwendeten Materialien gefunden ist.
„WEISSSEE“ kommt nicht. Dass die von den Kaunertaler Gletscherbahnen seit Jahren angestrebte Erschließung des Weißseeferners gerichtlich als UVP-pflichtig eingestuft wird, hat Folgen: „Aus heutiger Sicht wird das Vorhaben nicht weiterverfolgt“, sagt Mag. Burger über das Projekt, das Widerstand bei Alpenvereinen und Umweltorganisationen hervorgerufen hat. Weißseespitze und Gepatschferner bleiben also wohl unberührt – aber nicht ungesehen: „Wir haben diesen Sommer einen Aussichtspunkt oberhalb der Seeles Seen installiert. Von dort sieht man die Gletscherzunge als auch den Weißseeferner sehr gut“, so Burger. Doch auch der Gepatschferner zieht sich zurück, und da der Rückgang der Gletscher viele Menschen beschäftigt, geht auch Michaela Burger davon aus, dass viele Interessierte das Eis des Gletschers sehen wollen, solange es noch existiert. Demnächst wohl noch mehr, denn: Sollte das Eisband der Pasterze, das die Gletscherzunge mit dem Gletschereis verbindet, abreißen, ist der Gepatschferner der größte Gletscher Österreichs. Aber schon jetzt ist der Blick ein rekordverdächtiger: Gepatschferner mit Kesselwandferner seien schon die größte zusammenhängende Gletscherfläche Österreichs, weiß die Gletscherbahnen-Chefin.
Spring Classic Season
Im Rahmen der Spring Classic Season wird auch im Frühjahr 2027 der Kaunertaler Snowpark eröffnet – mit dem „Ski Austria Snowpark“-Tag für Kinder, bei dem die Kids mit Trainern das Fahren im Snowpark lernen. Im Frühjahr finden zudem Sportevents wie das Banked Slalom Tirol Finale oder das Finale des Freeride Contest Open Faces statt. Das KTE, das für das Kaunertal Ending des Snowparks steht, ist ein dreitägiges Event im Snowpark mit DJ-Acts (früher gab’s das KTO – O wie Opening).
Daniel Haueis 





