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Schwarzer Adler: Neustart

Nach sechs Jahren ist der Weg für das Hotelprojekt frei

Nach jahrelangen Verhandlungen hat der Landecker Gemeinderat den Bebauungsplan für das Hotelgroßprojekt Schwarzer Adler einstimmig beschlossen. Damit ist ein wichtiger Schritt für die Revitalisierung des traditionsreichen Hauses und die geplante Entwicklung auf der gegenüberliegenden Straßenseite getan.

8. September 2026
Schwarzer Adler: Neustart
Der „Schwarze Adler“ in Landeck im Bestand. Ab 2028 soll das historische Gebäude saniert und wieder als Hotel genutzt werden. Foto: Herbert Tiefenbacher
Noch im August 2020 war die Zukunft des Schwarzen Adlers offen. Nach dem Verkauf des Traditionshotels durch Gerhard Gapp wegen seiner Pensionierung suchten die neuen Eigentümer – die Schwarzer Adler Immo GmbH, an der die Auer Stefan GmbH in Umhausen und Porcham Verwaltungs GmbH in Mötz beteiligt sind, – gemeinsam mit der Stadt nach einer künftigen Nutzung. Die SP-Fraktion hatte damals auf die Chance einer effizienteren Nutzung für Land­eck hingewiesen. Gleichzeitig ging es um die Aufwertung der südlichen Stadteinfahrt: Der Architekt der Begegnungszone, Andreas Pfenniger, sah im Nachbargrundstück der Familie Gandler eine strategische Chance und brachte u.a. einen Kreisverkehr ins Spiel, der eine bessere Anbindung an die Innpromenade und eine Entlas­tung des innerstädtischen Verkehrs ermöglichen sollte.

ALT UND NEU VEREINT. Nun liegt nach umfangreichen Verhandlungen ein konkretes Projekt vor. Ziel war es, ein aus städtebaulicher und raumordnungsfachlicher Sicht vertretbares Projekt zu entwickeln. Das bestehende Hotelgebäude und das Stöcklgebäude auf der Westseite der Malser Straße werden saniert und wieder als Beherbergungsbetrieb genutzt. Es soll in seiner historischen Erscheinung, wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestand, wieder stärker zur Geltung kommen. Ge­plant sind hochwertige Fassaden und Dächer, die Alt- und Neubau zu einem harmonischen Ensemble verbinden. Der neue Baukörper wird auf der gegenüberliegenden, zum Inn hin gelegenen Straßenseite errichtet. Dort werden laut dem Antrag an den Gemeinderat Wohnungen entstehen. Allerdings soll für die Projektbetreiber eine touristische Nutzung Priorität haben.

HIGHLIGHT GEPLANT. Ein besonderes Element ist eine öffentlich zugängliche Gebäudebrücke über die Malser Straße. Sie soll über einen Steg hinter dem Gebäude an den Schlossweg angebunden werden. Auch die Möglichkeit einer zweiten Einfahrt in Richtung Innparkplatz und Tiefgarage wurde mitgeplant.

BAUSTART. Der Baustart ist frühestens 2028 möglich. Grund dafür sind u.a. die Sanierungsarbeiten im Landecker Tunnel und der damit verbundene Ausweichverkehr über die Malser Straße. Durch einen Raumordnungsvertrag und Dienstbarkeitsverträge wird sichergestellt, dass das Projekt entsprechend der vereinbarten Nutzung und äußeren Gestaltung sowie innerhalb der gesetzten Fristen realisiert wird. Im Raumordnungsvertrag wurde festgehalten, dass das Hotel wieder als Beherbergungsbetrieb geführt werden muss.

HOTELSTANDORT BELEBT. VBgm. Thomas Hittler, Obmann des zuständigen Ausschusses, begrüßt den Beschluss. Er hebt auch die gute Zusammenarbeit mit den Projektbetreibern hervor. Mit dem Projekt werde der Hotelstandort wiederbelebt, das Stadtbild aufgewertet und mehr touristisches Leben in die Stadt zurückgebracht. In einem Facebook-Posting schreibt Hittler: „Es entsteht an einem wichtigen Ort der Stadt ein lebendiger, qualitätsvoller und zukunftsorientierter Stadtraum. Eine gute Entwicklung für Landeck.“

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