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Sensationsfund

Baumschläfer in der Landecker Skihütte entdeckt

Baumschläfer sind eine streng geschützte Art – und im Bezirk nicht zu sehen. In der Landecker Skihütte gab’s nun aber den ersten Nachweis seit vielen Jahrzehnten.
31. März 2026 | von Daniel Haueis
Sensationsfund
Der Baumschläfer in der Landecker Schihütte … Foto: Thomas Koppers
Thomas Koppers, seit Jahren Gast auf der Landecker Schihütte, hatte dort eine nächtliche Begegnung mit einem ihm unbekannten Nagetier und hat es auch gleich fotografiert und gefilmt. Er informierte Wolfgang Büsel vom Schiklub Land­eck, der sofort hellhörig war: Er hatte in einem Vortrag für die Berg- und Naturfreunde Fließ von Bilchen, zu denen auch der Baumschläfer zählt, gehört. Nach wissenschaftlicher Überprüfung durch das Bilche-Team des Naturparks Kaunergrat war klar: Beim nächtlichen Ruhestörer handelt es sich um einen Baumschläfer, der somit zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten im Bezirk Landeck nachgewiesen werden konnte.

MELDUNGEN AN DEN NATURPARK. Der Baumschläfer Dryomys nitedula – und seine Bilch-Verwandten Siebenschläfer, Gartenschläfer und Haselmaus – leben in Bäumen und im Gebüsch und halten einen langen Winterschlaf. Sie sind nachtaktiv und fressen vorzugsweise Nüsse und Früchte, manchmal auch tierische Kost wie Insekten. Der Baumschläfer ist knapp 10 Zentimeter groß, wiegt etwa 25 Gramm und ist an seinem grauen, dichten Fell und an seiner schwarzen Gesichtsmaske von der Nase bis zu den Augen erkennbar. Er ist in Europa eine streng geschützte Art. In der Grenzregion wurde 2021 mit dem Interreg-Projekt „Der Baumschläfer in der Terra Raetica“ die Grundlage für einen Schulterschluss zur Erforschung und zum Schutz des Baumschläfers in der Terra Raetica gemacht. Elisabeth Falkeis, Projekt-Verantwortliche im Naturpark Kaunergrat, appelliert: Wer in seinem Umfeld, im Gartenhaus oder bei Wanderungen durch den Wald einen Baumschläfer oder einen seiner engen Verwandten sichtet, möge das dem Projektteam bei Naturpark Kaunergrat oder Naturpark Ötztal mitteilen. Fotos, Videos und weitere beschreibende Informationen sind für die Bestimmung besonders hilfreich.
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… ist der erste Nachweis im Bezirk seit Jahrzehnten. Foto: Thomas Koppers

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