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Sicher versorgt

Unterirdische Stromleitung verbindet das Kaunertal und das Pitztal

Das Pitztal und das Kaunertal waren bislang nur über je eine 25-kV-Stichleitung versorgt und damit bei Ausfällen unversorgt. Bald fließt der Strom notfalls durch den Berg.
3. Feber 2026 | von Daniel Haueis
Sicher versorgt
Strom-Schulterschluss zwischen dem Pitztal und Kaunertal: Bgm. Christian Kalsberger (Kaunertal), Dietmar Leitner (Pitztaler Gletscherbahnen), Bgm. Elmar Haid (St. Leonhard), Tinetz-Geschäftsführer Thomas Rieder und Tiwag-Vorstandsdirektor Michael Kraxner (v.l.) Foto: Tinetz/Berger
In den letzten Jahren hat Tinetz die Leitung vom Umspannwerk Prutz ins Kaunertal verkabelt und eine neue Mittelspannungs-Zweitlinie verlegt. In einem nächsten Schritt wird nun der Übergang ins Pitztal hergestellt und damit die Versorgungssicherheit für die Betriebe und Haushalte in beiden Tälern nachhaltig erhöht, weiß Tiwag-Vorstandsdirektor und Tinetz-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Kraxner. Besonders das Pitztal war in den letzten Jahren aufgrund von Unwetterereignissen und damit verbundenen Stromausfällen einigermaßen leidgeprüft. Durch diesen sogenannten Ringschluss bekommen die beiden Täler eine Anbindung an die Umspannwerke in Prutz und Imst. Die Verbindung erfolgt unterirdisch entlang des Gepatsch-Stausees und über den bestehenden Beileitungsstollen zum Gepatschspeicher. „Wir verlegen dafür auch vom Stollenportal in der Nähe der Talstation der Pitztaler Gletscherbahnen ein ca. zehn Kilometer langes Kabel bis zum Stollenportal in der Mitte des Ostufers des Gepatsch-Stausees“, informiert Tinetz-Geschäftsführer Thomas Rieder. Die Arbeiten sind im Dezember gestartet und sollen bis März abgeschlossen sein, das Gesamtprojekt bis Herbst 2026. Die Tinetz investiert allein in den Ringschluss rund 9,2 Millionen Euro, die Gesamtinvestition in beiden Tälern, die auch zusätzliche Netzkapazitäten für lokale Einspeiser und Erzeugungsanlagen schafft, beträgt 15,4 Millionen. Kaunertals Bgm. Chris­tian Kalsberger freut’s: „Die bereits vorhandene Infrastruktur für das Kraftwerk Kaunertal wird damit doppelt genutzt und kommt beiden Tälern zugute.“

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