Venet-Wind am Prüfstand
Fließ: Verbund errichtet 100 Meter hohen Windmessmast
Österreichs größtes Elektrizitätsversorgungsunternehmen Verbund flog kürzlich die Teile eines ca. 100 Meter hohen Gittermastes auf den Venet in Fließ. Er soll auf 2.200 Metern Seehöhe ein Jahr lang Daten zu den Windverhältnissen sowie zu Vogel- und Fledermausaktivitäten liefern. Die entsprechenden Messdaten sollen dann über die weitere Planung des Energie-Projekts entscheiden.
13. Oktober 2026
Alle Teile des Windmessmastes konnten am 6. Oktober erfolgreich geflogen werden. Im Bild der schwere Transporthelikopter des Typs Aérospatiale AS 332L1 „Super Puma“ Foto: Verbund/Schlager
Verbund misst seit Oktober 2025 mit einem mobilen, akustischen Messgerät vom Erdboden aus Windgeschwindigkeiten und -richtungen sowie Turbulenzen am Venet („Sodar“). Die bisherigen Ergebnisse seien vielversprechend, eine abschließende Bewertung ist aber noch nicht möglich: „Die zwölfmonatigen Messungen sollen u. a. zeigen, wie sich Windgeschwindigkeit und Windrichtung über das Jahr verteilen. Zusätzlich werden technische Aspekte wie Turbulenzen und extreme Windverhältnisse berücksichtigt. Neben Windmessdaten fließen auch ökologische, technische und wirtschaftliche Fragen in die weitere Beurteilung mit ein. Eine Entscheidung hinsichtlich der Eignung des Standortes hängt daher nicht von einem einzelnen Messwert ab“, teilt Verbund auf Anfrage der RUNDSCHAU mit.
ERRICHTUNG NOCH IM OKTOBER GEPLANT. Der Transport der Mastteile ins Zielgebiet fand am 6. Oktober mit zwei Hubschraubern statt. Die Errichtung des Mastes auf Fließer Gemeindegebiet im Bereich Meranzköpfl soll noch im Oktober erfolgen. Zur Kennzeichnung als Luftfahrthindernis wird der Mast mit einer Nachtkennzeichnung, einer sogenannten Hindernisbefeuerung, ausgestattet. Für den Vogelschutz ist die Anbringung von schwarz-weißen Warnbändern an allen Abspannseilen vorgesehen.
VOGEL- UND FLEDERMAUSUNTERSUCHUNGEN. Ein sogenannter Batcorder (unterscheidet Fledermausrufe von anderen Schallquellen) zeichnet mögliche Aktivitäten von Fledermäusen auf. „Die Ergebnisse der Vogel- und Fledermausuntersuchungen sind eine wichtige Grundlage für die weitere Planung und die Umweltverträglichkeitsprüfung. Werden erhöhte Aktivitäten oder besonders schutzwürdige Bereiche festgestellt, müssen mögliche Auswirkungen geprüft und geeignete Maßnahmen entwickelt werden“, erklärt das Energieunternehmen.
MESSUNGEN ALS GRUNDLAGE FÜR DIE WEITERE PLANUNG. Auf Basis der Messergebnisse sollen u. a. die Anzahl, die Größe und der Typ möglicher Windräder sowie die mögliche Gesamtleistung festgelegt werden. Die bisherige Überlegung von bis zu vier Windrädern sei daher noch nicht endgültig. „Die Ergebnisse der Windmessung sind die Grundlage für die weitere Feinplanung. Erst danach können wir belastbare Aussagen zur möglichen Anzahl und zum Typ der Windräder sowie zu ihrer Leistung treffen“, sagt Verbund-Projektleiter Markus Bugnits.
FRÜHESTER BAUBEGINN IN FÜNF BIS SECHS JAHREN. Nach Abschluss der Messungen und bei ausreichend guten Ergebnissen könnten 2027 die konkreten Voruntersuchungen für die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) beginnen. Bei einem reibungslosen Verlauf wäre ein Baubeginn laut Verbund frühestens in rund fünf bis sechs Jahren denkbar. Die vom Land Tirol ausgeschriebene Prämie für das erste Windrad Tirols in Höhe von 100.000 Euro spiele bei dem Vorhaben eine untergeordnete Rolle. Man sehe sich nicht im Wettbewerb mit anderen Projekten: „Entscheidend ist, ob sich das Vorhaben am Venet nach sorgfältiger Prüfung verantwortungsvoll und sinnvoll umsetzen lässt“, lässt das Unternehmen auf Anfrage wissen.
FLIESSER KÖNNTEN PROFITIEREN. Der Windpark würde zur Gänze auf Fließer Gemeindegebiet errichtet, die Gemeinde ist auch Grundstückseigentümer: „Die Gemeinde erhält pro Windanlage jährliche Entschädigungszahlungen“, berichtet Bgm. Alexander Jäger. Auch die Bevölkerung könnte profitieren. Für Gemeindebürger mit Verbund-Vertrag soll es das Angebot für Strom um 9,6 Cent/kWh (exkl. Steuern, Netzgebühren etc.) geben, das für einen jährlichen Verbrauch von 3.500 kWh auf 20 Jahre garantiert ist. Einen erweiterten Verbrauch bis 5.000 kWh pro Jahr soll es für Gewerbe, Landwirtschaft bzw. Bürger mit Wärmepumpe geben. Von der Bürgerinitiative „Gegen Windkraft am Krahberg/Venet“ hat der Bürgermeister seit der Übergabe der Unterschriftenliste an den Gemeinderat nichts mehr gehört. Die Facebook-Seite der Initiative zählt aktuell (Stand 11. Oktober 2026) 113 Follower bzw. Unterstützer.
ERRICHTUNG NOCH IM OKTOBER GEPLANT. Der Transport der Mastteile ins Zielgebiet fand am 6. Oktober mit zwei Hubschraubern statt. Die Errichtung des Mastes auf Fließer Gemeindegebiet im Bereich Meranzköpfl soll noch im Oktober erfolgen. Zur Kennzeichnung als Luftfahrthindernis wird der Mast mit einer Nachtkennzeichnung, einer sogenannten Hindernisbefeuerung, ausgestattet. Für den Vogelschutz ist die Anbringung von schwarz-weißen Warnbändern an allen Abspannseilen vorgesehen.
VOGEL- UND FLEDERMAUSUNTERSUCHUNGEN. Ein sogenannter Batcorder (unterscheidet Fledermausrufe von anderen Schallquellen) zeichnet mögliche Aktivitäten von Fledermäusen auf. „Die Ergebnisse der Vogel- und Fledermausuntersuchungen sind eine wichtige Grundlage für die weitere Planung und die Umweltverträglichkeitsprüfung. Werden erhöhte Aktivitäten oder besonders schutzwürdige Bereiche festgestellt, müssen mögliche Auswirkungen geprüft und geeignete Maßnahmen entwickelt werden“, erklärt das Energieunternehmen.
MESSUNGEN ALS GRUNDLAGE FÜR DIE WEITERE PLANUNG. Auf Basis der Messergebnisse sollen u. a. die Anzahl, die Größe und der Typ möglicher Windräder sowie die mögliche Gesamtleistung festgelegt werden. Die bisherige Überlegung von bis zu vier Windrädern sei daher noch nicht endgültig. „Die Ergebnisse der Windmessung sind die Grundlage für die weitere Feinplanung. Erst danach können wir belastbare Aussagen zur möglichen Anzahl und zum Typ der Windräder sowie zu ihrer Leistung treffen“, sagt Verbund-Projektleiter Markus Bugnits.
FRÜHESTER BAUBEGINN IN FÜNF BIS SECHS JAHREN. Nach Abschluss der Messungen und bei ausreichend guten Ergebnissen könnten 2027 die konkreten Voruntersuchungen für die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) beginnen. Bei einem reibungslosen Verlauf wäre ein Baubeginn laut Verbund frühestens in rund fünf bis sechs Jahren denkbar. Die vom Land Tirol ausgeschriebene Prämie für das erste Windrad Tirols in Höhe von 100.000 Euro spiele bei dem Vorhaben eine untergeordnete Rolle. Man sehe sich nicht im Wettbewerb mit anderen Projekten: „Entscheidend ist, ob sich das Vorhaben am Venet nach sorgfältiger Prüfung verantwortungsvoll und sinnvoll umsetzen lässt“, lässt das Unternehmen auf Anfrage wissen.
FLIESSER KÖNNTEN PROFITIEREN. Der Windpark würde zur Gänze auf Fließer Gemeindegebiet errichtet, die Gemeinde ist auch Grundstückseigentümer: „Die Gemeinde erhält pro Windanlage jährliche Entschädigungszahlungen“, berichtet Bgm. Alexander Jäger. Auch die Bevölkerung könnte profitieren. Für Gemeindebürger mit Verbund-Vertrag soll es das Angebot für Strom um 9,6 Cent/kWh (exkl. Steuern, Netzgebühren etc.) geben, das für einen jährlichen Verbrauch von 3.500 kWh auf 20 Jahre garantiert ist. Einen erweiterten Verbrauch bis 5.000 kWh pro Jahr soll es für Gewerbe, Landwirtschaft bzw. Bürger mit Wärmepumpe geben. Von der Bürgerinitiative „Gegen Windkraft am Krahberg/Venet“ hat der Bürgermeister seit der Übergabe der Unterschriftenliste an den Gemeinderat nichts mehr gehört. Die Facebook-Seite der Initiative zählt aktuell (Stand 11. Oktober 2026) 113 Follower bzw. Unterstützer.
Attila Haidegger 





