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Verbund fokussiert Fließ

Meranzalpe hält gemeinsames Windprojekt für sinnvoller

Die Windkraftpläne am Venet bleiben in Bewegung. Fließ hat die vertraglichen Voraussetzungen mit dem Verbund geschaffen, der Konzern konzentriert seine nächsten Schritte auf den Standort Fließ. Die Agrargemeinschaft Meranzalpe hält auf der Zammer Seite weiterhin ein gemeinsames Projekt für möglich.

22. September 2026
Verbund fokussiert Fließ
Das geplante Windpark-Gelände am Venet. Entstehen zwei Windkraftprojekte – oder gibt es eine gemeinsame Lösung? Foto: Daniel Haueis
Noch ist offen, wie viele Windräder am Venet tatsächlich Platz finden und ob am Ende ein Projekt auf Fließer Seite, auf Zammer Seite oder eine gemeinsame Lösung umgesetzt wird. Auf Nachfrage der RUNDSCHAU erklärt der Verbund: „Wir fokussieren uns auf den Standort Fließ.“ Die Gemeinde Fließ hat die notwendigen Vereinbarungen mit der Verbund Green Power Österreich GmbH unterzeichnet. Die Windmessungen laufen bereits. Bgm. Alexander Jäger sieht damit die Voraussetzungen für die weitere Projektentwicklung geschaffen. Nun liege der Ball beim Projektpartner: „Das Weitere muss nun die Verbund Green Power Österreich GmbH machen. Da halten wir uns heraus“, so Jäger sinngemäß.

NOCH VIELES OFFEN. Welche konkrete Form das Projekt haben wird, steht allerdings noch nicht fest. Der Verbund misst seit Oktober 2025 mittels Lidar die Windverhältnisse. Die bisherigen Ergebnisse seien positiv. In den kommenden Monaten soll ein Windmessmast errichtet werden und zwölf Monate lang Daten liefern. Erst danach sollen u.a. Zahl und Größe der Anlagen, der Anlagentyp und die mögliche Gesamtleistung festgelegt werden. Die bisher genannte Zahl von bis zu vier Windrädern ist daher noch nicht endgültig. Auch ein möglicher Baubeginn liegt noch Jahre entfernt. Nach den weiteren Messungen sollen die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung vorbereitet werden. Dafür rechnet der Verbund mit ein bis zwei Jahren, anschließend folgt das Genehmigungsverfahren. Bei einem reibungslosen Verlauf wäre ein Baubeginn frühestens in fünf bis sechs Jahren denkbar. Voraussetzung ist zudem, dass das Projekt technisch, ökologisch und wirtschaftlich darstellbar ist.

GESPRÄCHE MIT ZAMS. Gespräche mit Beteiligten auf der Zammer Seite habe es gegeben, erklärt der Verbund. Derzeit passe der Mix aus Flächenverfügbarkeit, Eignung und Unterstützung in Fließ jedoch besser. „Zu einzelnen Gesprächen oder Abstimmungen mit Dritten äußern wir uns nicht. Entscheidend ist für uns, ein tragfähiges Projekt auf sachlicher Grundlage und mit breiter Unterstützung zu entwickeln“, teilt der Konzern mit. Damit liegt der aktuelle Schwerpunkt des Verbunds klar auf Fließ. Die Gemeinde ist zugleich Grundeigentümerin der relevanten Flächen; der Verbund spricht von einem „sehr guten Auskommen“ mit Fließ. Ein Windkraftprojekt auf der Zammer Seite schließt der Konzern damit allerdings nicht grundsätzlich aus.

GEMEINSAMES PROJEKT. Die Agrargemeinschaft Meranzalpe hält unterdessen an ihrer Position fest. Obmann Günther Krismer sagt, man sei weiterhin mit dem Verbund im Gespräch und halte ein gemeindeübergreifendes Projekt für die sinnvollste Lösung. „Ich gehe davon aus, dass ein gemeinsames Projekt möglich ist.“ Fließ und Zammerberg sollten seiner Ansicht nach kooperieren, statt direkt an der Grundgrenze zwei getrennte Windkraftprojekte zu errichten. Offen bleibt damit, ob am Venet letztlich ein Fließer Projekt, ein eigenständiges Vorhaben auf Zammer Seite oder eine gemeinsame Lösung entsteht. Vom Projektpartner der Agrargemeinschaft, ImWind, liegt auf eine Anfrage zum aktuellen Stand und zu einer möglichen Zusammenarbeit mit Verbund bislang keine Antwort vor.

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