„Versuchen tun wir alles“
Silvretta Hochalpenstraße bis 2030 gesperrt
31. März 2026 | von
Daniel Haueis
Bis 2030 soll die Silvretta Hochalpenstraße gesperrt bleiben. Gemeinde Galtür und TVB Paznaun – Ischgl schauen, dass die Folgen möglichst gering sind Foto: illwerke vkw
Die illwerke vkw, die die bemautete Silvretta Hochalpenstraße betreiben, machen nach den Felsstürzen und Murenabgängen in den Jahren 2024 und 2025 Nägel mit Köpfen: Es wurde ein Sicherheits-Langzeitkonzept mit detaillierten geologischen Modellrechnungen erarbeitet, die weitere Vorgehensweise wurde bereits beschlossen: Die Straße soll bis 2030 umfassend abgesichert werden, geplant sind in mehreren Bereichen Straßenumlegungen und die Errichtung von Schutzdämmen. Der Zeitplan: Sommer 2026 Abschluss der Detailplanung, Start des Behördenverfahrens, März 2027 Baubeschluss im Aufsichtsrat, Umsetzung der Bauarbeiten in drei Bausaisonen 2027 bis 2029, Sommer 2030 Freigabe der Silvretta-Hochalpenstraße. Die Straße stellt eine wichtige Infrastruktur für den Kraftwerksbetrieb in der Silvretta dar – die Zugänglichkeit ist deshalb für die Illwerke von entscheidender Bedeutung.
PAZNAUN. Da detaillierte Modellrechnungen gezeigt haben, dass es auch auf bisher als unproblematisch bekannten Straßenabschnitten zu einer Gefährdung durch herabstürzende Felsbrocken und Murschübe kommen kann und solche Ereignisse zeitlich nicht eingegrenzt werden können, ist keine zeitlich beschränkte Freigabe der Straße möglich. Aber: Bis zur Wiedereröffnung bleibt die Vermuntbahn auch im Sommer geöffnet und bietet von der Vorarlberger Seite einen Zugang auf die Bielerhöhe, über das Paznaun wird die Straße während der Bauarbeiten im Sommer mautfrei zugänglich bleiben, und zwar bis zum Vermuntsee. Das ist ein „Zuckerl“ für Touristen im Paznaun und speziell in Galtür, sagt Bgm. Hermann Huber: Das Wandergebiet Silvretta ist kostenfrei erreichbar. Nachdem in Galtür aber ein Drittel der Sommernächtigungen Ein-Nacht-Übernachtungen sind, drohen aber wohl dennoch Einbrüche. Das wird auch die Sommerstatistik des ganzen Tales drücken, denn Galtür ist mit 130.000 Sommernächtigungen die Paznauner Nummer eins. TVB-Geschäftsführer Mag. Thomas Köhle hofft, einiges durch Mehrtages-Gäste abfangen zu können, da mittlerweile etliche Bike-Trails zur Verfügung stehen, gerade auch in Galtür. Zudem möchte er einen Radweg ins Ländle anbieten, dazu muss man die Bikes aber mit der Tafamuntbahn wieder bergwärts transportieren können – es wird verhandelt. „Man tut schon was“, sagt Köhle. Die Einbußen gerade für die auf Motorradfahrer spezialisierte Hotellerie werden sich aber wohl nicht zur Gänze wettmachen lassen. Bgm. Hermann Huber setzt sich zudem für eine Beschleunigung ein: Planung und Behördenverfahren sollten nicht ein Jahr dauern, sagt er, und auch eine Beschleunigung der Arbeiten und damit Verkürzung der Bauzeit hat er im Auge. „Ich werde mit Nachdruck daran arbeiten … Versuchen tun wir alles“, verspricht er. „Falls sich im Zuge dieser Planungen zeigt, dass es Möglichkeiten zur Verkürzung der Bauzeit gibt, wollen wir diese nutzen“, sagen die Illwerke dazu – derzeit aber schaut’s nach Freigabe im Sommer 2030 aus. Verhandlungen laufen jedenfalls: Illwerke, Gemeinde Galtür, Bergbahnen Galtür und Tourismusverband sind in Kontakt.
Kein Licht sieht Bgm. Huber übrigens bei einem Weg, der vom Kopssee ins Ländle führt, also eine Verbindung Tirol-Vorarlberg ist: „Das ist zu gefährlich“, sagt er über den steilen Privatweg – Thomas Köhle fügt an: Und die Privateigentümer wollen dort keinen Verkehr.
PAZNAUN. Da detaillierte Modellrechnungen gezeigt haben, dass es auch auf bisher als unproblematisch bekannten Straßenabschnitten zu einer Gefährdung durch herabstürzende Felsbrocken und Murschübe kommen kann und solche Ereignisse zeitlich nicht eingegrenzt werden können, ist keine zeitlich beschränkte Freigabe der Straße möglich. Aber: Bis zur Wiedereröffnung bleibt die Vermuntbahn auch im Sommer geöffnet und bietet von der Vorarlberger Seite einen Zugang auf die Bielerhöhe, über das Paznaun wird die Straße während der Bauarbeiten im Sommer mautfrei zugänglich bleiben, und zwar bis zum Vermuntsee. Das ist ein „Zuckerl“ für Touristen im Paznaun und speziell in Galtür, sagt Bgm. Hermann Huber: Das Wandergebiet Silvretta ist kostenfrei erreichbar. Nachdem in Galtür aber ein Drittel der Sommernächtigungen Ein-Nacht-Übernachtungen sind, drohen aber wohl dennoch Einbrüche. Das wird auch die Sommerstatistik des ganzen Tales drücken, denn Galtür ist mit 130.000 Sommernächtigungen die Paznauner Nummer eins. TVB-Geschäftsführer Mag. Thomas Köhle hofft, einiges durch Mehrtages-Gäste abfangen zu können, da mittlerweile etliche Bike-Trails zur Verfügung stehen, gerade auch in Galtür. Zudem möchte er einen Radweg ins Ländle anbieten, dazu muss man die Bikes aber mit der Tafamuntbahn wieder bergwärts transportieren können – es wird verhandelt. „Man tut schon was“, sagt Köhle. Die Einbußen gerade für die auf Motorradfahrer spezialisierte Hotellerie werden sich aber wohl nicht zur Gänze wettmachen lassen. Bgm. Hermann Huber setzt sich zudem für eine Beschleunigung ein: Planung und Behördenverfahren sollten nicht ein Jahr dauern, sagt er, und auch eine Beschleunigung der Arbeiten und damit Verkürzung der Bauzeit hat er im Auge. „Ich werde mit Nachdruck daran arbeiten … Versuchen tun wir alles“, verspricht er. „Falls sich im Zuge dieser Planungen zeigt, dass es Möglichkeiten zur Verkürzung der Bauzeit gibt, wollen wir diese nutzen“, sagen die Illwerke dazu – derzeit aber schaut’s nach Freigabe im Sommer 2030 aus. Verhandlungen laufen jedenfalls: Illwerke, Gemeinde Galtür, Bergbahnen Galtür und Tourismusverband sind in Kontakt.
Kein Licht sieht Bgm. Huber übrigens bei einem Weg, der vom Kopssee ins Ländle führt, also eine Verbindung Tirol-Vorarlberg ist: „Das ist zu gefährlich“, sagt er über den steilen Privatweg – Thomas Köhle fügt an: Und die Privateigentümer wollen dort keinen Verkehr.