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Volles Programm in „St. Vinzenz“

234.000 Patienten wurden im vergangenen Jahr im Krankenhaus in Zams behandelt

In „St. Vinzenz“ in Zams wurden im vergangenen Jahr 234.000 Patienten behandelt – vom ausgezeichneten Primar Anton Kathrein, nach der narbenfreien Schilddrüsen-OP-Methode, von der neuen Urologie-Leiterin Alexandra Gulácsi oder weil sie eines der 680 Oberländer Babys zur Welt gebracht haben.

7. Juli 2026
Volles Programm in „St. Vinzenz“
Prim. Dr. Anton Kathrein erhielt die Lorenz-Böhler-Medaille (Foto: ÖGU/Wildbild). Oberärztin Dr. Alexandra Gulácsi leitet seit Anfang September den Fachschwerpunkt Urologie (Foto: Krankenhaus St. Vinzenz Zams).
Mit Primar Dr. Anton Kathrein, Leiter der Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, kann das Krankenhaus St. Vinzenz in Zams mit einem ausgezeichneten Fachmann aufwarten – ausgezeichnet u.a. mit der renommierten Lorenz-Böhler-Medaille. Kathreins Engagement im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie im Sinne der Qualität, aber auch der Innovation und Weiterbildung wurde geehrt. Die Abteilung des seit 2008 in Zams tätigen Primars ist gemeinsam mit der Inneren Medizin (Prim. Ewald Wöll) auch die „gefragteste“: Ein Viertel der im vergangenen Jahr stationär aufgenommenen Patienten haben internistische Probleme oder einen Unfall. 15 Prozent waren chirurgisch zu behandeln, bei entsprechender Diagnose nach der in „Zams“ eingeführten narbenfreien Schilddrüsen-OP-Methode. 4 Prozent waren Aufnahmen auf der Urologie – diesem Fachschwerpunkt steht seit 1. September 2025 Dr. Alexandra Gulácsi vor. Bemerkenswert und ein Beleg für die Notwendigkeit der Einrichtung: Ebenfalls jeder 25. Patient wurde in der psychiatrischen Abteilung stationär aufgenommen. Oberländer Nachwuchs scheint ungefähr seit „Corona“ nicht mehr so gefragt: Kamen bis 2022 jeweils mehr als 750 Kinder in „Zams“ zur Welt, waren es seit 2023 jeweils gut 100 weniger. In Summe erhielten knapp 22.300 Patienten ein „Bett“ – die ambulanten Aufnahmen übersteigen diese Zahl fast um das Zehnfache: 211.700 Mal wurden radiologische Untersuchungen vorgenommen, kleinere Verletzungen behandelt, Laborwerte erhoben etc. Dies tun in Summe 1.060 Mitarbeiter (davon 774 Frauen), darunter rund 200 Ärzte (davon 88 Frauen).

MEDIZINISCHE QUALITÄT UND MENSCHLICHE ZUWENDUNG. Während die Sanierung des denkmalgeschützten Rundbaus in vollem Gange ist (Investition heuer 13,5 Millionen, insgesamt 50 Millionen), schaut Dipl.-KH-Bw. Bernhard Guggenbichler auch auf die Einnahmen: Aufwendungen von knapp 142 Millionen Euro standen im vergangenen Jahr Erträge von fast 127 Millionen Euro gegenüber. Den Abgang übernehmen Land und zu einem geringeren Teil die Gemeinden der Bezirke Landeck und Imst und der Orden der Barmherzigen Schwestern. Ein altes Problem: Die Abrechnung gerade mit dem Ausland ist nicht immer die schnellste – aktuell gibt es 17,5 Millionen Euro an offenen Forderungen an ausländische Kassen. Mit rund 8.000 von 234.000 Patienten ist der Anteil der Ausländer trotz der Tourismusintensität des Oberlandes aber nicht sehr hoch. Generaloberin Sr. Barbara Flad (ehemals Hausoberin – diese Position wurde in einen Direktor für Unternehmenskultur umgewandelt, ausgeübt von Elmar W. Zormann) freut die Entwicklung insgesamt: „Im Krankenhaus St. Vinzenz konnten im vergangenen Jahr wichtige Schritte gesetzt werden. Neue Konstellationen in der Leitung medizinischer Fachgebiete, innovative Behandlungsmethoden sowie angepasste Versorgungsstrukturen zeigen den Anspruch unseres Hauses, medizinische Qualität und menschliche Zuwendung gleichermaßen zu fördern.“ Wert legt sie auf die Ausbildung des Nachwuchses, die im Bildungszentrum St. Vinzenz geschieht und für Fachkräfte für das gesamte Oberland sorgt.


Kollegiale Führung
• Geschäftsführer Dipl. KH-Bw. Bernhard Guggenbichler
• Ärztlicher Direktor Prim. Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll
• Pflegedirektor Dominik Siegele, MSc, MBA
• Direktor der Unternehmenskultur Elmar W. Zormann, MBA




Pensionierungen und Nachfolge am KH Zams
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Zwei bekannte „Gesichter“ des Krankenhauses St. Vinzenz gehen demnächst in Pension: Geschäftsführer Bernhard Guggenbichler (Foto aus dem Jahr 2014, am Beginn seiner Karriere in Zams) und Chirurgie-Primar Peter Sandbichler (Foto aus dem Jahr 2006, sechs Jahre nach seinem Arbeitsbeginn in „Zams“). Fotos: RS-Archiv
Nach mehr als zwölf Jahren verabschiedet sich heuer Dipl. KH-Bw. Bernhard Guggenbichler vom Krankenhaus in Zams. Der Geschäftsführer geht am 1. Februar 2027 in Pension, aufgrund angesammelten Urlaubs ist er aber bereits ab 1. September 2026 nicht mehr im Einsatz. Er überzeugte seit 2014 nicht nur durch Kompetenz, sondern pflegte auch einen wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitern (und auch Medien). Mit Prim. Univ. -Doz. Dr. Peter Sandbichler verlässt eines der medizinischen Aushängeschilder von „St. Vinzenz“ das Haus: Der Leiter der Chirurgie geht mit 31. August 2026 nach mehr als 25 Jahren in Pension. Die Rekonstruktion der weiblichen Brust nach Krebs, der Einsatz eines neuen Systems im Rahmen von Schilddrüsenoperationen (eine Österreich-Premiere) u. a. m. wurden öffentlich bekannt. Der wohl bedeutendste lebende österreichische Chirurg, Raimund Margreiter, lobte den damals noch jüngeren Sandbichler erst im vergangenen Jahr in seinem Buch „Die Chirurgenschule Innsbruck“: Er hatte bei der Habilitation nicht nur 75 Publikationen vorzuweisen, sondern konnte sich auch „gegen eine Reihe, zum Teil sehr potenter Mitbewerber im Wettstreit um die Nachfolge von Willi Schennach als Leiter der Allgemeinchirurgischen Abteilung am Bezirkskrankenhaus Zams behaupten“. Die Nachfolge ist in beiden Fällen bereits geregelt: Wolfgang Tripp und Stephanie Federspiel-Kleinhans folgen Bernhard Guggenbichler nach, Peter Sandbichlers Nachfolger wird mit 1. September Priv. -Doz. DDr. Peter Tschann, zuletzt in Feldkirch und in der Schweiz tätig. Bereits vollzogen sind Wechsel in der Gynäkologie und der Anästhesie: Dr. Dietmar Fries wurde mit Mai Nachfolger von Dr. Walter Hasibeder, Dr. Evelin Klingler ist Dr. Leszek Krzysztof Mitas im Jänner nachgefolgt.
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Dr. Evelin Klingler, langjährige Oberärztin am KH Zams, ist Dr. Leszek Krzysztof Mitas als neue interimistische Leiterin der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe nachgefolgt (Foto: Krankenhaus St. Vinzenz Zams). Dr. Dietmar Fries hat die Nachfolge von Dr. Walter Hasibeder als Primar der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin am Krankenhaus Zams übernommen (Foto: Krankenhaus St. Vinzenz Zams/Agentur Polak)

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