„War immer ein guter Ansprechpartner“
Die Donau Chemie ist um Sicherheit und gute Nachbarschaft bemüht
Vor 125 Jahren am Rande der Stadt errichtet, ist der Karbidhersteller Donau Chemie heute vom Ortsgebiet praktisch eingeschlossen. Das bedeutet: viele Nachbarn und viel Verantwortung.
22. Juni 2026
Rund 50 Interessierte wollten nähere Infos über den Karbidproduzenten mitten in Landeck haben. Foto: Daniel Haueis
Schon ein Detail zeigt, welches Verhältnis die Landecker Stadtführung und die Donau Chemie heute haben: Der ehemalige DC-Generaldirektor und nunmehrige -Aufsichtsratsvorsitzende Alain de Krassny hat das Ehrenzeichen der Stadt erhalten. In der 125-jährigen Geschichte des Karbidherstellers gab es schon mal Reibungspunkte – aber es wurde inzwischen ein gutes Verhältnis: „Die Donau Chemie war immer ein guter Ansprechpartner“, sagt VBgm. Thomas Hittler, der auf knapp 30 Jahre Kommunalpolitik zurückblickt. Geschätzt wird die DC wohl nicht nur als Kommunalsteuerzahler (der zweitgrößte Landecks, wie Werksleiter DI Kurt Pachinger weiß), sondern auch für gut bezahlte (aktuell 86) Arbeitsplätze oder ihr Engagement für die Sicherheit eines chemischen Betriebes inmitten eines Talkessels.
MASSNAHMEN. Über die Sicherheitsmaßnahmen wollten am 2. Juni gut 50 Landecker mehr erfahren: Der schuldenfreie Familienbetrieb Donau Chemie informierte die Bewohner der Stadt nicht nur per postalisch zugestellter Broschüre (vorgeschrieben), sondern auch mittels Infoveranstaltung (freiwillig). Kurzfassung: Gefahrenquellen werden nach den Seveso-Richtlinien und Zertifizierungen wie Responsible Care bestmöglich ausgeschaltet, wie Johannes Stockinger (Leitung Sicherheit, Umwelt & Qualität der Donau Chemie) erläuterte. Kohlenmonoxid wird direkt im Lichtbogenofen verbrannt, das mit Wasser reagierende Karbid (dies ergäbe Acetylengas, das auch zu Explosionen führen kann) wird stickstoffgelagert, und das für die Produktion nötige Chlorgas ist in sehr sicheren Fässern verwahrt und wird notfalls mittels „Luftvorhang“ isoliert. Sensoren detektieren diese Stoffe, falls es zu einem Austritt kommen sollte. Die DC verfügt zudem über eine eigene Betriebsfeuerwehr. Und auch gegen Cyberattacken u.ä. ist man gewappnet. Sollte dennoch etwas passieren, gibt’s Infos in der versandten DC-Broschüre wie: Radio- und Lautsprecherdurchsagen beachten, sich in geschlossene Räume begeben, Fenster schließen etc.
FRAGEN. Fragen der interessierten Landecker wurden, soweit möglich, sofort beantwortet – etwa nach einer Lärmreduktion bei der Koksabladung, Möglichkeiten des Einsatzes einer E- statt einer Diesel-Lok, Bändigung des Koksstaubes für die direkten Anrainer oder die Sicherheit der Chemikalien, die für die CO2-Abscheidung eingesetzt werden. Diese wird bekanntlich von der Firma Messer am DC-Gelände in Landeck durchgeführt, was an den von der gegenüber liegenden Innseite aus unübersehbaren CO2-Tanks ersichtlich ist. Sie konnten aus Platzgründen nicht liegend installiert werden und erhalten noch heuer Zuwachs: Zwei kommen zu den bisherigen vier dazu). Auch gegen einen Grüngürtel um die 68.000 Quadratmeter Firmenglände hätte der eine oder andere Landecker nichts. Um die Ursachen von am Infoabend noch unerklärlichen Phänomenen wird sich Werksleiter Pachinger nun kümmern. Auch von den Landecker Bürgern wurde mehrfach Lob für die Donau Chemie geäußert.
MASSNAHMEN. Über die Sicherheitsmaßnahmen wollten am 2. Juni gut 50 Landecker mehr erfahren: Der schuldenfreie Familienbetrieb Donau Chemie informierte die Bewohner der Stadt nicht nur per postalisch zugestellter Broschüre (vorgeschrieben), sondern auch mittels Infoveranstaltung (freiwillig). Kurzfassung: Gefahrenquellen werden nach den Seveso-Richtlinien und Zertifizierungen wie Responsible Care bestmöglich ausgeschaltet, wie Johannes Stockinger (Leitung Sicherheit, Umwelt & Qualität der Donau Chemie) erläuterte. Kohlenmonoxid wird direkt im Lichtbogenofen verbrannt, das mit Wasser reagierende Karbid (dies ergäbe Acetylengas, das auch zu Explosionen führen kann) wird stickstoffgelagert, und das für die Produktion nötige Chlorgas ist in sehr sicheren Fässern verwahrt und wird notfalls mittels „Luftvorhang“ isoliert. Sensoren detektieren diese Stoffe, falls es zu einem Austritt kommen sollte. Die DC verfügt zudem über eine eigene Betriebsfeuerwehr. Und auch gegen Cyberattacken u.ä. ist man gewappnet. Sollte dennoch etwas passieren, gibt’s Infos in der versandten DC-Broschüre wie: Radio- und Lautsprecherdurchsagen beachten, sich in geschlossene Räume begeben, Fenster schließen etc.
FRAGEN. Fragen der interessierten Landecker wurden, soweit möglich, sofort beantwortet – etwa nach einer Lärmreduktion bei der Koksabladung, Möglichkeiten des Einsatzes einer E- statt einer Diesel-Lok, Bändigung des Koksstaubes für die direkten Anrainer oder die Sicherheit der Chemikalien, die für die CO2-Abscheidung eingesetzt werden. Diese wird bekanntlich von der Firma Messer am DC-Gelände in Landeck durchgeführt, was an den von der gegenüber liegenden Innseite aus unübersehbaren CO2-Tanks ersichtlich ist. Sie konnten aus Platzgründen nicht liegend installiert werden und erhalten noch heuer Zuwachs: Zwei kommen zu den bisherigen vier dazu). Auch gegen einen Grüngürtel um die 68.000 Quadratmeter Firmenglände hätte der eine oder andere Landecker nichts. Um die Ursachen von am Infoabend noch unerklärlichen Phänomenen wird sich Werksleiter Pachinger nun kümmern. Auch von den Landecker Bürgern wurde mehrfach Lob für die Donau Chemie geäußert.
Daniel Haueis 






