Vor sechs Jahren wurden drei Pflichtschüler im Bezirk Landeck zeitweise vom Unterricht suspendiert, im vergangenen Schuljahr waren es elf. Symbolfoto: stock.adobe.com, Monkey Business
Schüler können vom Unterricht ausgeschlossen werden, wenn ihr Verhalten eine dauernde Gefährdung in puncto Sittlichkeit, körperliche Sicherheit oder Eigentum anderer an dieser Schule darstellt. Diese Suspendierungen, ausgesprochen von Juristen der Bildungsdirektion, dauern ein bis vier Wochen, je nach Schwere des Fehlverhaltens. Und sie haben zugenommen: Im Schuljahr 2019/20 wurden an Tiroler Pflichtschulen 46 Suspendierungen ausgesprochen, im Schuljahr 2024/25 waren es hingegen 160. Das entspricht einer Steigerung von 247,8 Prozent, wie in der Beantwortung einer Anfrage von LA Gudrun Kofler zu lesen ist. Der Bezirk Landeck hat daran einen etwa durchschnittlichen Anteil, die Steigerung ist aber noch größer: 2019/20 fanden von den tirolweit 46 Suspendierungen drei im Bezirk statt, alle an Mittelschulen und alle Buben betreffend. Von den Suspendierungen in Tirol fünf Jahre später fanden 11 im Bezirk Landeck statt, davon 4 an Volksschulen, 6 an Mittelschulen und 1 an einer Polytechnischen Schule; es waren 10 Buben und 1 Mädchen betroffen. Im laufenden Schuljahr schaut’s besser aus: Im ersten Semester 2025/26 gab es nur eine Suspendierung (sie betraf einen Mittelschüler), weiß Bernhard Deflorian von der Bildungsdirektion Tirol.
GEWALT, SACHBESCHÄDIGUNG, RASSISMUS … Die Suspendierungsgründe sind vielfältig und reichen von körperlicher Gewalt und unsittlichen Handlungen über Drohungen, Beleidigungen sowie Sachbeschädigungen bis hin zu Verhaltensweisen, die in Zusammenhang mit Rassismus und Wiederbetätigung stehen. Die Bildungsdirektion schätzt den Anteil von Fehlverhalten in Zusammenhang mit körperlicher Gewalt auf ca. 60 Prozent. Die markante Steigerung in den fünf Jahren wird auf verschiedene Ursachen zurückgeführt: Auswirkungen der Corona-Pandemie können laut Bildungsdirektion ebenso eine Rolle spielen wie soziale Schwierigkeiten im familiären Umkreis sowie die durch globale Krisen hervorgerufene Unsicherheit unter den Kindern und Jugendlichen. Und es wird dagegen gearbeitet.
PRÄVENTION UND BEGLEITUNG. „Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass dank der auf eine Initiative Tirols zurückzuführende Suspendierungsprävention und -begleitung ein noch stärkerer Anstieg der Suspendierungszahlen verhindert werden konnte“, schreibt LR Cornelia Hagele bzw. die Bildungsdirektion in der Anfragebeantwortung an LA Kofler. Und die Schulpsychologie arbeitet mit mobilen Teams, Jugendcoaches, Schulsozialarbeitern und mit der Polizei zusammen, um präventiv Workshops zur Gewalt- und Mobbingreduktion möglichst niederschwellig anbieten zu können.
GEWALT, SACHBESCHÄDIGUNG, RASSISMUS … Die Suspendierungsgründe sind vielfältig und reichen von körperlicher Gewalt und unsittlichen Handlungen über Drohungen, Beleidigungen sowie Sachbeschädigungen bis hin zu Verhaltensweisen, die in Zusammenhang mit Rassismus und Wiederbetätigung stehen. Die Bildungsdirektion schätzt den Anteil von Fehlverhalten in Zusammenhang mit körperlicher Gewalt auf ca. 60 Prozent. Die markante Steigerung in den fünf Jahren wird auf verschiedene Ursachen zurückgeführt: Auswirkungen der Corona-Pandemie können laut Bildungsdirektion ebenso eine Rolle spielen wie soziale Schwierigkeiten im familiären Umkreis sowie die durch globale Krisen hervorgerufene Unsicherheit unter den Kindern und Jugendlichen. Und es wird dagegen gearbeitet.
PRÄVENTION UND BEGLEITUNG. „Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass dank der auf eine Initiative Tirols zurückzuführende Suspendierungsprävention und -begleitung ein noch stärkerer Anstieg der Suspendierungszahlen verhindert werden konnte“, schreibt LR Cornelia Hagele bzw. die Bildungsdirektion in der Anfragebeantwortung an LA Kofler. Und die Schulpsychologie arbeitet mit mobilen Teams, Jugendcoaches, Schulsozialarbeitern und mit der Polizei zusammen, um präventiv Workshops zur Gewalt- und Mobbingreduktion möglichst niederschwellig anbieten zu können.