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Bundesminister Alois Haueis

8. Juli 2025 | von Attila Haidegger
Bundesminister Alois Haueis
RS-Repro: Haidegger
Alois Haueis aus Zams (30. März 1860 – 26. Jänner 1951) war zuletzt wieder in vieler Munde, weil die Revitalisierung seiner „Haueis-Villa“ in Zams von der Stoll Wohnen GmbH in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt abgeschlossen werden konnte und nun zum Verkauf steht. Dem Sohn des Land- und Gastwirtes Josef Haueis waren die Probleme des Bergbauerntums von früher Jugend an vertraut. 1887 übernahm er den elterlichen Betrieb, bevor er 1890 Bürgermeister von Zams wurde. Von der Genossenschaftsidee überzeugt, setzte sich Haueis für die 1893 erfolgte Gründung einer Sparkassa nach dem System Raiffeisen ein, als deren Obmann er bis 1938 fungierte. Von 1890 bis 1895 wirkte er als Bürgermeister von Zams. 1898 gelang ihm die Wahl in den Tiroler Landtag, dem er bis 1908 angehörte. Als Kandidat der Katholischen Volkspartei wurde Haueis 1897 in das Abgeordnetenhaus des Reichsrats gewählt, wo er das Mandat bis 1907 halten konnte. Bei der Reichsratswahl 1907 verlor er sein Mandat gegen einen christlichsozialen Herausforderer. Da seine politische Tätigkeit immer breiteren Raum einnahm, verkaufte er 1912 die elterliche Land- und Gastwirtschaft an seinen Bruder. Nach seinem Ausscheiden aus dem Reichsrat wurde Haueis 1911 erneut zum Bürgermeister von Zams gewählt. Während des 1. Weltkriegs diente er ab 1915 als Standschütze des Tiroler Aufgebots und wurde danach als Ernährungsinspektor für den Bezirk Landeck eingesetzt. Nach dem Krieg von der neu entstandenen Tiroler Volkspartei für den Landtag nominiert, wurde er schließlich 1919 auch in die Konstituierende Nationalversammlung gewählt und gehörte dem Nationalrat bis 1934 an. Im Juli 1920 wurde er Staatssekretär im Staatsamt für Land- und Forstwirtschaft, das im Oktober desselben Jahres in ein Bundesministerium umgewandelt wurde – seine Zeit in der Regierung dauerte nur bis 1921 an und war geprägt vom Kampf um die Erhaltung des Ressorts. Gleichzeitig konnte sich die kriegsbedingt darniederliegende landwirtschaftliche Produktion erholen und einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Nach Haueis’ Weggang aus Wien übernahm er den Vorsitz des Tiroler Bauernbunds und wurde 1923 Generalanwaltstellvertreter des Allgemeinen Verbands für das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen in Österreich; 1924 Obmann der Tiroler Bauernsparkasse. Ab 1930, als er den Vorsitz des Tiroler Bauernbunds niederlegte und zum Ehrenobmann ernannt wurde, zog sich Alois Haueis schrittweise ins Privatleben zurück.

Quelle: Österreichisches Biographisches Lexikon
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