Pater Fritz Tschol in Brasilien Foto: Diözese Innsbruck
Vor einem Jahrzehnt, am 17. Oktober 2016, ist Pater Fritz Tschol im 88. Lebensjahr in Altamira in Brasilien verstorben. Geboren wurde er am 20. Juni 1929 in St. Anton als Sohn einer Bauernfamilie. Nach der Matura am Bischöflichen Gymnasium Paulinum in Schwaz trat er der Ordensgemeinschaft der Missionare vom Kostbaren Blut bei. 1956 empfing er in Salzburg die Priesterweihe. Seit 1957 war er als Missionar und Priester in der brasilianischen Prälatur Xingu tätig. Tschol war auch Generalvikar und lange einer der engsten Mitarbeiter des Bischofs von Altamira, Erwin Kräutler. Fast sechs Jahrzehnte seines Lebens verbrachte Tschol am Xingu und realisierte in der Diözese – sie ist viermal so groß wie Österreich – zahlreiche Infrastrukturprojekte für die Indigenas wie Straßen, Schulen, Krankenhäuser sowie Wohn- und Siedlungsbauten. Tschol erhielt u.a. den „Bischof Kräutler Preis für die Verdienste um die Indigenas Lateinamerikas“, das Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes und den „Reinhold Stecher Preis“ – und Pater Fritz Tschol war Ehrenbürger der Gemeinde St. Anton am Arlberg. Sie würdigte u. a. sein großes soziales und priesterliches Engagement und seinen Einsatz unter Lebensgefahr für die indigene Bevölkerung am Rio Xingu. Und: „Seine besondere Ausstrahlung und sein bescheidenes Wesen zeichneten unseren Pater Fritz zeitlebens aus und die gesamte Bevölkerung unserer Gemeinde hat ihm großen Respekt und Hochachtung entgegen gebracht. Wir verneigen uns in Dankbarkeit …“, hieß es vor zehn Jahren in der Todesanzeige.
Daniel Haueis 






