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Spiss im Jahre 1954

4. November 2025 | von Attila Haidegger
Spiss im Jahre 1954
Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Diese Luftaufnahme der Gemeinde Spiss stammt aus dem Jahr 1954. Zu dieser Zeit war die Streusiedlung nur schwer zu erreichen, vor allem im Winter. Die unwegsame Schlucht am Unterlauf des Schergenbaches, der die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz bildet, erschwerte die Verbindung des Samnauntals mit dem Inntal bis ins 20. Jahrhundert. Ursprünglich führte nur ein schmaler Saumpfad über Noggels und entlang des Baches zur Spisser Mühle. Bedingt durch das Gelände wechselte er mehrmals die Talseite und überquerte dabei die Staatsgrenze.
Eine entscheidende Verbesserung brachte die im Jahre 1912 von der Schweiz angelegte Autostraße. Auf österreichischer Seite wurde bis 1924 ein verbesserter Karrenweg gebaut, der hoch über der Schlucht taleinwärts führte und in den Fels gesprengt werden musste. 1959 wurde schließlich eine Zufahrtsstraße von der Spissermühle nach Spiss gebaut. Somit war der Ort auch mit Fahrzeugen erreichbar. Nachteilig war jedoch, dass bei einer Fahrt ins Oberinntal zweimal die Zollschranken passiert werden mussten, die für einige Stunden in der Nacht geschlossen blieben. Während dieser Zeit konnte der Ort nur zu Fuß erreicht werden. So ist es verständlich, dass sich Spiss um eine Zufahrt auf österreichischer Seite bemühte. Im Jahr 1980 war es schließlich so weit: Selbst die schweizerische Nachbargemeinde Samnaun beteiligte sich an den Kosten, da sie dadurch eine Zufahrt erhielt, die wesentlich lawinensicherer ist als die bestehende auf Schweizer Seite.
Der Kanton Graubünden baut die Samnaunerstraße derzeit umfassend aus. Im November 2024 wurde nach dreijähriger Bauzeit der Tunnel „Val Alpetta“ eröffnet, das zweite von insgesamt vier Tunnelprojekten. Bereits 2017 konnte der Tunnel „Val Pischöt“ dem Verkehr übergeben werden. Die letzten beiden Tunnel „Val Cotschna“ und „Val Mundin“ sollen in den kommenden Jahren realisiert werden. 

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