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Ursulinen-Chorfrau M. Augus­tina Niedermoser, geboren in Landeck

16. Dezember 2025
Ursulinen-Chorfrau M. Augus­tina Niedermoser, geboren in Landeck
Foto: Archiv der Ursulinen, Innsbruck, Repro Michael Kain
Ursulinen-Chorfrau M. Augus­tina Niedermoser, geb. 1869. Mit Taufnamen hieß sie Mathilde. 1891 legte sie ihre Profess ab, 1947 verstarb sie in Innsbruck. Ihre jüngere Schwester Blandine (Hermine) trat in dieselbe Kongregation ein, allerdings in Bruneck. Blandine ist bereits 1905 dort verstorben, beide Schwestern sind in Landeck geboren. Hier auf diesem Foto ist sie mit einer Schmetterlings-Schautafel abgelichtet, daher kann davon ausgegangen werden, dass sie in der Schule der Ursulinen in Innsbruck als Biologielehrerin tätig war. Von der Oberin der Gemeinschaft wurde bestätigt, dass sich diese Schmetterlings-Schautafel immer noch an der Ursulinen-Schule befindet. Dieser Orden war sehr bemüht, Mädchen eine gute Ausbildung zukommen zu lassen, was im 19. Jhdt. noch keine Selbstverständlichkeit war.
Das Foto stammt aus dem Jahr 1903. In einem sehr umfangreichen Leporello sind alle Chorfrauen und Laienschwestern der Ursulinen inmitten ihrer jeweiligen Tätigkeiten abgebildet. Dieses Leporello wurde der damaligen Oberin zu Weihnachten 1903 geschenkt. Alle diese Bilder wurden von einer Mitschwes­ter aufgenommen, die Fotografin war. Das Bild von dieser Schwester mit ihrem Fotoapparat befindet sich ebenfalls in diesem Leporello. Die Eltern der beiden Schwestern haben 1867 in der Nepomuk-Kapelle in Bruggen geheiratet. Max Niedermoser stammte aus Hopfgarten und war Gerichtsadjunkt am Gericht in Perfuchs, später Landrichter in Schlanders und Bozen. Er war aktiver Schütze und maßgeblich am Bau der Herz-Jesu-Kapelle am Land­ecker Friedhof beteiligt. Max Niedermoser war einer von drei Männern, die 1868 von der Gemeinde Grins beauftragt wurden, die seit Jahrzehnten verschüttete Grinner Heilquelle zu suchen. Tatsächlich war diese Suche von Erfolg gekrönt, seit dieser Zeit sprudelt diese Quelle wieder im Dienste der Allgemeinheit. So reicht das Wirken dieser Familie bis in unsere Zeit.
Foto: Archiv der Ursulinen, Innsbruck, Repro Michael Kain
Im Buch von Michael Kain „So will ich zum Altar Gottes treten, zum Gott meiner Freude“ sind u.a. ausführliche Biografien aller 32 aus Landeck stammenden Schwes­ternberufungen ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis 2017 enthalten. Das Buch ist zum Preis von 30 Euro beim Autor (michael.kain@maileurope.at) sowie in allen Landecker Pfarrbüros zu den Bürozeiten und in der Tyrolia Landeck erhältlich.
Ursulinen-Chorfrau M. Augus­tina Niedermoser, geboren in Landeck
Foto: Archiv der Ursulinen, Innsbruck, Repro Michael Kain

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