Im Jahr 1949 trat das „Homolka Quintett“ zum ersten Mal in Landeck auf, neben Willi Homolka gehörten Trude Wucherer, eine der beiden Krismer-Schwestern aus Imst und zwei der vier Graber-Schwestern dazu. Zeitungsberichte legen nahe, dass es die Formation in etwa bis 1955 gegeben hat. Homolka sammelte bereits in den 1920ern als Sängerknabe bei der Sängerschar des B.B.W. (Vorgänger des Vogelweiderchors) und beim Landestheater erste musikalische Erfahrungen und war dann in den 1930ern Mitglied des Innsbrucker Symphonieorchesters und zwischen 1934 und 1936 gemeinsam mit Peter Hornof (der eine Zeit lang die städtische Musikschule in Landeck leitete) als Profimusiker unterwegs. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Homolka in den Bezirk Landeck und war als Volksschullehrer in Greith bei Pfunds, Tobadill, Niedergallmigg und schließlich in Perfuchsberg tätig. Er leitete viele Jahre diese kleine Landecker Schule, Musikunterricht gab er an der Musikschule, in der Hauptschule oder am Gymnasium. An der Musikschule unterrichtete er Geige, Mandoline, Gitarre und später auch Zither, ehe er von „Zither Edi“ Wucherer abgelöst wurde. Als Chorleiter stand er zuerst dem Mühlauer Männerchor vor, dann leitete er den Kirchenchor in Perjen und rund zehn Jahre lang den Landecker Sängerbund. Homolka verstärkte bald nach 1945 auch das Landecker Streichorchester, 1947 scheint er als Geiger im „Salonorchester Hörbst“ auf. Homolka hat auch zahlreiche eigene Kompositionen hinterlassen, etwa einen „Perjener-Marsch“ oder ein „Zammerlied“.
Foto: Willi Homolka im Porträt; Foto: Fam. Homolka
Dieser Beitrag stammt aus dem Buch „Vom Meisterjodler zu Heavy Metal“ von Manfred Jenewein. Es kostet 25 Euro und ist in der Tyrolia, beim Grissemann oder bei manfred.jenewein@aon.at erhältlich.
Foto: Willi Homolka im Porträt; Foto: Fam. Homolka
Dieser Beitrag stammt aus dem Buch „Vom Meisterjodler zu Heavy Metal“ von Manfred Jenewein. Es kostet 25 Euro und ist in der Tyrolia, beim Grissemann oder bei manfred.jenewein@aon.at erhältlich.