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Aufstieg knapp verpasst

SPG Oberland West überzeugt sportlich und im Nachwuchs

Die Tennis-Spielgemeinschaft Oberland West hat ihre erste Landesliga-Saison eindrucksvoll gemeistert. Der Durchmarsch in die Tiroler Liga wurde erst im entscheidenden Match-Tiebreak des direkten Duells hauchdünn gestoppt. Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit bestätigt zudem, dass der eingeschlagene Weg stimmt.

Aufstieg knapp verpasst
Die Herren I und II der SPG Oberland West nach einer erfolgreichen Saison: Die „Erste“ verpasste den Aufstieg in die Tiroler Liga nur knapp, die „Zweite“ überzeugte mit Rang drei in der Bezirksliga 2 und einer starken Nachwuchsarbeit. Nicht im Bild: Pauli Erhart. Foto: Herbert Tiefenbacher
Vor zwei Jahren bündelten der TC Prutz und der TC Fließ ihre Kräfte und gründeten die SPG Oberland West. Die Zusammenarbeit zeigte von Beginn an Wirkung: Bereits in der Premierensaison holte die erste Herrenmannschaft den Meistertitel und den Aufstieg in die Landesliga. Damit stellt die SPG das höchstklassige Herrenteam der Allgemeinen Klasse im Bezirk Landeck.

AUFSTIEG VERTAGT. Mit dem Aufstieg war die Marschrichtung klar: Das nächste Ziel heißt Tiroler Liga – die höchste Spielklasse im Tiroler Mannschaftstennis. Verstärkt durch Neuzugang Pauli Erhart startete die Mannschaft mit berechtigten Ambitionen in ihre erste Landesliga-Saison – und mischte bis zum Schluss im Aufstiegsrennen mit. Am Ende standen die SPG Oberland West und der TC Sparkasse Kramsach mit jeweils 15:4 Punkten an der Tabellenspitze. Dabei sprach die Gesamtbilanz klar für die Oberländer: 46:17 Matches (Kramsach: 44:19), 99:41 Sätze (84:54) und 677:428 Games (660:444). Im Gegensatz zum Fußball, wo bei Punktegleichheit die Tordifferenz entscheidet, zählt im Tiroler Tennis das direkte Duell. Genau dieses verlor die SPG denkbar knapp.

TENNIS-KRIMI. Die Begegnung entwickelte sich zum echten Krimi. Nach sechs Einzel und zwei Doppel stand es 4:4. Das dritte Doppel musste entscheiden. Nach zwei Sätzen hieß es 1:1, ehe der Match-Tiebreak die Entscheidung brachte. Dort setzte sich Kramsach denkbar knapp mit 10:8 durch und gewann die Begegnung 5:4 – dieser eine Match-Tiebreak entschied letztlich auch über den Aufstieg. „Im Sport liegen Sieg und Niederlage oft nur hauchdünn auseinander. Eine Niederlage mit 8:10 im entscheidenden Match-Tiebreak ist im Tennis besonders bitter. Schade, dass der Aufstieg so knapp verpasst wurde“, sagt Mannschaftsführer Twan Kneringer. Zum starken Saisonergebnis der ersten Mannschaft trugen Pauli Erhart, die Brüder Julian, Twan und Noel Kneringer, Jakob Tschiderer, Simon Pintarelli, Noah Schultus, TC-Prutz-Obmann Lukas Walzthöni, Michael Tiefenbacher, Daniel Huter und Rutger Van de Pol bei.

NACHWUCHS GLÄNZT. Während die erste Mannschaft nur hauchdünn am großen Ziel vorbeischrammte, bestätigte die zweite Herrenmannschaft den erfolgreichen Weg der SPG in der Nachwuchsarbeit. Nach Rang fünf im Vorjahr verbesserte sich das Team auf den dritten Platz in der Bezirksliga 2. Vor allem die jungen Spieler setzten starke Akzente: Der erst 13-jährige Matheo Erhart blieb in seinen Einzelspielen makellos und gewann sämtliche Partien glatt in zwei Sätzen. Der 12-jährige Max Wille musste während der gesamten Saison lediglich einen Satz abgeben, entschied aber auch dieses Match noch im Champions-Tiebreak für sich. Der 14-jährige Max Schernthaner setzte seine positive Entwicklung fort und gewann bei fünf Einsätzen zwei Einzel.

AUFSTIEG IM VISIER. Auch wenn der Aufstieg in die Tiroler Liga knapp verpasst wurde, hat die SPG Oberland West eindrucksvoll bewiesen, dass sie das Potenzial für den Sprung in eine höhere Spielklasse besitzt. Gleichzeitig wächst aus der erfolgreichen Nachwuchsarbeit bereits die nächste Generation heran – beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen neuen Anlauf in der kommenden Saison.

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