„Das ist mega für mich“
Junioren-Weltmeisterin Jana Häusl über Freeriden als Olympiadisziplin
Freeriden wird im Jahr 2030 olympische Disziplin. Junioren-Doppelweltmeisterin Jana Häusl aus Strengen wird dann 21 Jahre alt und hoffentlich am Start sein.
21. Juli 2026
Jana Häusl bei der Siegerehrung im Jänner in Kappl – es war der zweite Juniorenweltmeistertitel im Freeriden für die Strengerin. Foto: Flo Gassner
Bei den Olympischen Winterspielen Alpes 2030 wird erstmals Freeriden in das Programm aufgenommen (die Nordische Kombination z.B. wird gestrichen). Die Freeride World Tour jubelt natürlich darüber, gibt es doch schon mehr als 10.000 lizenzierte Athleten weltweit. Und eine Besondere möchte bei dieser Premiere dabei sein: Jana Häusl. Die Strengerin ist im Sport, der in natürlichem Gelände ausgetragen und nach der Linie bewertet wird, die der Fahrer wählt, herausragend: Erblich schwerstens belastet (Vater Stefan Häusl, Mutter Geli Häusl), ist die 17-Jährige bereits doppelte Junioren-Weltmeisterin im Freeriden. „Die Aufnahme von Freeride ins olympische Programm ist mega für mich. 2030 könnte dann für mich interessant werden :-). Seit ich denken kann, wollte ich schon zu den Olympischen Spielen. Es gibt mir einen extra Push und meine Motivation ist hoch“, sagt Häusl. Einfach wird’s nicht, denn es gibt wohl nur 44 Startplätze, die sich Männer und Frauen, Snowboarder und Skifahrer teilen müssen – anders gesagt: Jana Häusl muss eine von elf Freeride-Skifahrerinnen am Start sein. „Das bedeutet, dass es sehr anspruchsvoll, sein wird, einen Platz zu ergattern. Aber ich werde alles dafür geben, dass ich eine der 11 Fahrerinnen sein werde“, kündigt sie an.
HÖCHSTE ANERKENNUNG. Die Aufnahme des Freeridens in das olympische Programm wird als einschneidender Moment für die Entwicklung des Sports betrachtet – es ist Anerkennung auf höchster Ebene. Auch der ÖSV reagiert und nimmt Freeriden ab der Saison 2026/27 als offizielle Sparte in den Österreichischen Skiverband auf. „Mit Blick auf die olympische Zukunft wollen wir den Freeridesport in Österreich nachhaltig weiterentwickeln und professionell aufstellen. Wichtig ist, dass die erforderlichen organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass diese Sparte die gültigen International Competition Rules (ICR) anpassen und jedenfalls auch dem Welt-Anti-Doping-Code unterliegen muss“, erklärt ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher. Jana Häusl wurde in ihrer skifahrerischen Ausbildung schon bisher beim Ski-Club Arlberg sehr gut unterstützt. „Es wäre super gut, wenn andere Nachwuchsathleten auch so gute Möglichkeiten bekommen könnten. Ich würde mir mehr Freeride-Teams in Österreich wünschen, bei denen die Jugendlichen trainieren könnten“, streut sie ihrem Verein Rosen. Nun entwickelt sie sich im Skigymnasium Stams gut weiter: „Ich trainiere viel im Freestyle-Team und den ganzen Winter bin ich mit dem Internationalen Freeride-Team meines Vaters beim Trainieren. Ich kann mich dort mit den besten FahrerInnen der Welt messen und wir haben sehr viel Spaß am Lernen. Solche Möglichkeiten haben im Moment nicht alle FreeriderInnen. Wenn in Zukunft solche Wege auch für andere möglich wären, würde das unseren Sport in Österreich noch mehr pushen“, kommt Vater Stefan ins Spiel (der erfolgreichste männliche Freeride-Skifahrer Österreichs aller Zeiten; Mutter Geli ist ebenso erfahrene Freeriderin, die an weltweiten Contests teilnahm und wie Gatte Stefan in Skifilmen mitwirkte). Die Austria Academy in St. Christoph soll laut ÖSV als nationales Ausbildungs- und Kompetenzzentrum für Freeride positioniert werden – das sollte Jana Häusl nicht schaden: „Ja, für mich wäre das eine große Bereicherung. Ich bin auch jetzt schon meistens am Arlberg zum Trainieren. Hier haben wir super Möglichkeiten, uns zu entwickeln, da das Gebiet sehr vielseitig und schneereich ist.“ Die Trainingshalle in St. Christoph sei sehr gut ausgestattet, das Gym ist auch jetzt schon teilweise Häusls Trainingsstätte.
HÖCHSTE ANERKENNUNG. Die Aufnahme des Freeridens in das olympische Programm wird als einschneidender Moment für die Entwicklung des Sports betrachtet – es ist Anerkennung auf höchster Ebene. Auch der ÖSV reagiert und nimmt Freeriden ab der Saison 2026/27 als offizielle Sparte in den Österreichischen Skiverband auf. „Mit Blick auf die olympische Zukunft wollen wir den Freeridesport in Österreich nachhaltig weiterentwickeln und professionell aufstellen. Wichtig ist, dass die erforderlichen organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass diese Sparte die gültigen International Competition Rules (ICR) anpassen und jedenfalls auch dem Welt-Anti-Doping-Code unterliegen muss“, erklärt ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher. Jana Häusl wurde in ihrer skifahrerischen Ausbildung schon bisher beim Ski-Club Arlberg sehr gut unterstützt. „Es wäre super gut, wenn andere Nachwuchsathleten auch so gute Möglichkeiten bekommen könnten. Ich würde mir mehr Freeride-Teams in Österreich wünschen, bei denen die Jugendlichen trainieren könnten“, streut sie ihrem Verein Rosen. Nun entwickelt sie sich im Skigymnasium Stams gut weiter: „Ich trainiere viel im Freestyle-Team und den ganzen Winter bin ich mit dem Internationalen Freeride-Team meines Vaters beim Trainieren. Ich kann mich dort mit den besten FahrerInnen der Welt messen und wir haben sehr viel Spaß am Lernen. Solche Möglichkeiten haben im Moment nicht alle FreeriderInnen. Wenn in Zukunft solche Wege auch für andere möglich wären, würde das unseren Sport in Österreich noch mehr pushen“, kommt Vater Stefan ins Spiel (der erfolgreichste männliche Freeride-Skifahrer Österreichs aller Zeiten; Mutter Geli ist ebenso erfahrene Freeriderin, die an weltweiten Contests teilnahm und wie Gatte Stefan in Skifilmen mitwirkte). Die Austria Academy in St. Christoph soll laut ÖSV als nationales Ausbildungs- und Kompetenzzentrum für Freeride positioniert werden – das sollte Jana Häusl nicht schaden: „Ja, für mich wäre das eine große Bereicherung. Ich bin auch jetzt schon meistens am Arlberg zum Trainieren. Hier haben wir super Möglichkeiten, uns zu entwickeln, da das Gebiet sehr vielseitig und schneereich ist.“ Die Trainingshalle in St. Christoph sei sehr gut ausgestattet, das Gym ist auch jetzt schon teilweise Häusls Trainingsstätte.
Daniel Haueis 




