Europacup und Weltcup der Damen finden abwechselnd in St. Anton statt – der Jänner-2027-Termin aber muss ausgelassen werden. Foto: Patrick Bätz
Saalbach-Hinterglemm kehrt in den alpinen Ski-Weltcup zurück: Der Ski-WM-Ort 2025 trägt am 27. und 28. Februar 2027 eine Herren-Abfahrt sowie ein Super-G aus. „Die Rückkehr von Saalbach ist weit mehr als ein sportliches Signal – sie zeigt, dass sich Investitionen in Qualität, Organisation und nachhaltige Strukturen langfristig auszahlen“, betont ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer. Das wäre auch in St. Anton so, wo man nach 2001 auch 2033 wieder eine alpine Ski-WM austragen will. Der Arlbergort scheint demnächst aber nicht als Weltcup-Austragungsort auf: „St. Anton nicht im Weltcup-Kalender für die kommende Saison“, teilt Ski Austria mit. Das Problem ist dabei: Da die Ski-WM in Crans Montana am 1. Februar beginnt, fänden die Rennen am Arlberg bereits am 9. und 10. Jänner statt – dann ist St. Anton aber quasi noch mitten in der Weihnachtssaison. Und das bedeutet: Probleme, Zimmer für die Athleten und den gesamten Tross zu finden, gleichzeitig hätte dies Pistensperren ab etwa Weihnachten zur Folge, was den Publikumsskilauf natürlich massiv einschränkt. Auch andernorts ist es nicht besser: Da die Rennen in St. Anton nicht um eine Woche verschoben werden konnten, wurden Gespräche mit Zauchensee geführt, die aber auch keine Lösung brachten. „Daher mussten wir die FIS informieren, dass wir den Damentermin nicht durchführen können“, teilt Ski Austria mit. St. Anton ist laut Peter Mall, Generalsekretär Arlberg Kandaharrennen – FIS Weltcup, wie vereinbart im Zwei-Jahres-Rhythmus dabei, also 2029 wieder am Start. Er möchte aber auch 2028 ein Rennen austragen, denn dann wird das Jubiläum „100 Jahre Kandaharrennen“ gefeiert. Auch die Premiere im Jahr 1928 fand in St. Anton statt. Auswirkungen auf die WM-Ambitionen St. Antons hat die Absage der 2027er-Damenrennen laut Peter Mall keine, denn der Arlbergort veranstalte wirklich viele Rennen, auch Europacup- oder Nachwuchsbewerbe. Ein Termin knapp nach Jahreswechsel ist einfach ungünstig, und das eben nicht nur am Arlberg.
