Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Reutte | Chronik | 7. Mai 2019 | Sabine Schretter

Aufs Wasser schauen

Aufs Wasser schauen
In der Kleingemeinde Gramais wird seit beinah 125 Jahren eine Station des Hy-drographischen Dienstes von einer Familie betreut. Tradition hat ihren Wert – dafür ehrte Josef Geisler die Freiwilligen, die der Spur des Wassers folgen und diese beobachten. Foto: Feuerwehr Gramais
FEEDBACK
REDAKTION
Reutte Sabine Schretter
TAGS
Außerfern Ausgabe Reutte Familie Seifert/Wolf Gletscher Gramais Grundwasser Hildegard Seifert Hydrographie Hydrographischer Dienst Imst Klaus Niedertscheider Landeck landeseigene Messstellen LH-Stv. Josef Geisler Messlatte Neuschneehöhe Niederschlagsaufzeichnungen Niederschlagsmessnetz Paula Wolf Reutte Schneehöhe Stationsthermometer Tiroler Oberland Wasserkreislauf Wetterhütte
Artikel teilen
Artikel teilen >

Freiwillige seit 125 Jahren im Dienste der Hydrographie


125 Jahre ist es her, dass mit dem Hydrographischen Dienst eine Stelle im Land Tirol geschaffen wurde, um den Wasserkreislauf unter die Lupe zu nehmen und den Flüssen, Seen und Quellen ebenso wie dem Grundwasser und den Gletschern Maß anzulegen. Im Tiroler Oberland und dem Außerfern  unterstützen 51 Freiwillige den Hydrographischen Dienst bei seiner Arbeit und betreuen eine der über 200 landeseigenen Messstellen.

Im Tiroler Oberland und dem Außerfern  unterstützen 51 Freiwillige den Hydrographischen Dienst bei seiner Arbeit und betreuen eine der über 200 landeseigenen Messstellen.
Anlässlich des 125-Jahr-Jubiläums zeichnete LH-Stv. Josef Geisler zwei Beobachterinnen aus dem Außerfern und dem Oberland für ihre langjährige Tätigkeit im Dienste der Hydrographie aus.
Familientradition.

Beinahe seit der Gründung des Hydrographischen Dienstes ist die Familie Seifert/Wolf aus Gramais „dem Wasser auf der Spur“. Von der Messstelle in Gramais auf dem Grundstück der Familie Seifert finden sich die ersten Niederschlagsaufzeichnungen ab dem 17. August 1895, damals durchgeführt von Paula Wolf. Seit 39 Jahre übt Hildegard Seifert geb. Wolf die Beobachtertätigkeit aus und führt damit eine Familientradition weiter.
Rund 50 Messstellen für Niederschlag und Temperatur gibt es in den Bezirken Reutte, Imst und Landeck. Dort wird das Regenwasser aus dem Niederschlagsgefäß in ein Messglas umgefüllt und die Mengen abgelesen sowie protokolliert.
Die elektronisch gemessene Lufttemperatur in der Wetterhütte wird mit den Werten des Stationsthermometers verglichen. Im Winter werden die Schneehöhe und die Neuschneehöhe an den jeweiligen Messlatten abgelesen. „Nur durch den persönlichen Einsatz, die Verlässlichkeit und das Engagement der Beobachter ist ein geregelter Messbetrieb möglich“, würdigte  Klaus Niedertscheider, Leiter der Hydrographie im Land Tirol, die Verdienste der Beobachter.
Im Außerfern und Oberland gibt es 27 landeseigene Pegel an Flüssen und Seen, sieben Stationen im Niederschlagsmessnetz und 148 Stationen zur Beobachtung des unterirdischen Wassers.
Mehr Wissenswertes ist unter www.tirol.gv.at/hydro-online zu erfahren.
Die Oberländer Rundschau

Die führende Wochenzeitung im Oberland und Ausserfern!
Künftig erhalten über 90.000 Haushalte wöchentlich die aktuellsten News!
Die Oberländer Rundschau wurde 1978 gegründet.
 jobs.rundschau.at

jobs.rundschau.at

jetzt NEU: Jobs im Tiroler Oberland und Ausserfern Helle Köpfe aufgepasst!
Nach oben
Wir verwenden Cookies, Tracking- und (Re-) Targeting-Technologien. Damit wollen wir unsere Webseite nutzerfreundlicher gestalten und fortlaufend verbessern. Wenn Sie unsere Webseite weiter nutzen, stimmen Sie dadurch der Verwendung von Cookies zu – ausgenommen sind Cookies für Google-Marketing-Produkte.
Einverstanden
Weiter ohne Google-Marketing-Produkte.
Weitere Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.