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Reutte | Chronik | 21. September 2021 | Von Sabine Schretter

CareManagement Tirol

CareManagement Tirol
Andreas Huber, LTP Sonja Ledl-Rossmann, Anna Paulweber, LR Annette Leja, BH Katharina Rumpf und Gabi Schiessling (v.l.) präsentierten die Koordinationsstelle von CareManagement Tirol im Bezirk Reutte. RS-Foto: Schretter
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Seit 1. April gibt es auch im Bezirk Reutte eine Koordinationsstelle

In einem Bereich, der herausfordernd und sensibel immer mehr in den Fokus rückt, nimmt der Bezirk Reutte eine Vorreiterrolle ein: Die Pflegeeinrichtungen des Bezirkes sind durch die Pflegedrehscheibe bereits eng vernetzt. Seit April ergänzt die Koordinationsstelle von CareManagement Tirol das vorhandene Angebot.
Von Sabine Schretter

Sozialarbeiterin Anna Paulweber leitet diese Koordinationsstelle, die in einem Gebäude der Bezirkshauptmannschaft Reutte in der Bahnhofstraße 15 untergebracht ist. Anna Paulweber erlangte ihren Bachelor für Soziale Arbeit am MCI in Innsbruck und schloss dem ein Masterstudium für Systemische Familienarbeit am Campus in Wien an. Anschließend war sie beim „Fonds Soziales Wien“ in verschiedenen Bereichen tätig und bringt für die Arbeit bei CareManagement in Tirol beste Voraussetzungen mit. Sie blicke seit 1. April bereits auf sehr arbeitsintensive Monate zurück. „Es ist wichtig, viele Informationen zur mobilen und stationären Pflege zu vermitteln und bürokratische Hilfestellungen zu bieten. So soll das Bestmögliche für Betroffene getan werden“, erklärt Anna Paulweber bei einem Pressetermin am Montag, dem 20. September.
LTP Sonja Ledl-Rossmann, die nicht nur Politikerin ist, sondern auch ein großes Herz für die Pflege hat, schätzt sehr, dass mit der Einrichtung der Koordinationsstelle im Bezirk das bereits bestehende Angebot ergänzt werden konnte. „Was bislang fehlte, war der Bereich Sozialarbeit. Hier ist mit CareManagement Tirol ein wichtiger Lückenschluss gelungen“, so die Tiroler Landtagspräsidentin.

BEDARF STEIGT. Die Anzahl der Pflegebedürftigen wird in Tirol steigen, prognostizierte LR Annette Leja, zuständig für Gesundheit, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, Wissenschaft und Forschung. Von den ca. 33.000 Einwohnern des Außerfern sind mehr als 3.200 älter als 75 Jahre. Dezeit gibt es 1.400 Pflegegeldbezieher. Für die Betreuung pflegebedürftiger Menschen stehen zwei Pflegeheime, 160 Langzeitpflegeplätze, 20 Übergangspflegeplätze und 23 Tagespflegeplätze zur Verfügung. Mobile Pflegedienste leisten im Bezirk Reutte mehr als 40.000 Stunden. „Die meisten Pflegebedürftigen wünschen sich, so lange als möglich im gewohnten Umfeld bleiben zu können. Altern in Würde soll in Tirol möglich sein. Daher sind Einrichtungen wie CareManagement Tirol so wichtige Aspekte“, erklärt LR Leja.
Andreas Huber, Vorstand des Landesinstituts für Integrierte Versorgung Tirol – wo CareManagement angsiedelt ist –, sieht Pflegebedürftigkeit als große Herausforderung für alle an einer Pflegesituation Beteiligten. „Hilfe muss rasch und unkompliziert verfügbar sein“, führt Huber aus. Der Bezirk Reutte nimmt mit der Pflegedrehscheibe tirolweit eine Sonderstellung ein. Da aber Pflegesituationen immer komplexer werden, sei es wichtig, über Koordinationsstellen gemeinsam mit den Institiutionen vor Ort Strategien für die Weiterentwicklung zu ermitteln. Für den Ausbau von CareManagement, das bis Mitte 2023 in allen Bezirken Tirols vertreten sein soll, stellt das Land Tirol 700.000 Euro für den Ausbau zur Verfügung. Anna Paulweber übernahm mit 1. April in Absprache mit der Pflegedrehscheibe die Vernetzungsarbeit im Außerfern. „Hier bestehen aber keine Konkurrenz- oder Parallelstrukturen“, betont Andreas Huber.
Für den Aufbau der Koordinationsstellen in den Bezirken ist Gabi Schiessling, Koordinatorin CareManagement Tirol, zuständig: „Im Bezirk Reutte besteht mit der Pflegedrehscheibe als regionale Steuerungsgruppe bereits ein gut funktionierendes System, bei dem allerdings die Gesundheitssozialarbeit fehlte. Diese Lücke wurde mit der Einrichtung der Koordinationsstelle, die Anna Paulweber leitet, geschlossen“.   Jetzt können auch sozialrechtliche Fragen vor Ort beantwortet und bearbeitet werden. Bis Mitte 2023 wird dieser Aufbau der Koordinationsstellen in den Bezirken durch die UMIT Hall wissenschaftlich begleitet. Zusätzlich wird am AZW in Innsbruck ein Universitätskurs für CareManagement angeboten. „Die Koordinationsstelle ist ein niederschwelliges, kostenloses und unkompliziertes Angebot, das allen, die mit einer Pflegesituation konfrontiert sind, zur Verfügung steht“, erklärt Gabi Schiessling. Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf sieht in der Kleinheit des Bezirkes Reutte eine große Stärke: „Diese Kordinationsstelle macht uns noch zukunftsfitter“, ist sie überzeugt.

INFO. Ansprechpartnerin für den Bezirk Reutte ist Anna Paulweber. Sie ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 Uhr bis 12.30 Uhr unter Tel. +43 664 11 77 458 erreichbar. E-Mail: care.reutte@liv.tirol. Die Koordinationsstelle CareManagement Tirol für den Bezirk Reutte befindet sich in der Bahnhofstraße 15 in Reutte. Um telefonische Terminvereinbarung wird gebeten.
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