Am Anfang war eine Idee …
Der Museumsverein des Bezirkes Reutte feiert 50 Jahre
12. November 2025 | von
Sonja Kofelenz
Alexandra Posch, Landeshauptmann Anton Mattle, Bürgermeister Günter Salchner, Obmann Ernst Hornstein (v. l.). RS-Fotos: Kofelenz
Hornstein stellte in seiner Festrede fest, er seit 28 Jahren die Tätigkeit des Obmanns innehat, die er im Alter von 41 Jahren, als sehr junger Obmann, übernahm. Hinter der Gründung des Vereins stand das Bestreben, ein Museum zu betreiben. So gab es zu Beginn im Tauscherhaus einen Raum für eine museale Sammlung, dann übersiedelte die Sammlung in das Gebäude der Sparkasse im Untermarkt und zog in drei Räume ein. Mit der Tiroler Landesausstellung 1989, die im Grünen Haus stattfand, begann die Ära des heutigen Museums. Ernst Hornstein meint dazu: „Ich bin stolz auf das Museum, so, wie es heute dasteht.“ Vor 2005 arbeitete der Verein nur in beratender Funktion, das Museum wurde durch das Kulturreferat der (damals) Marktgemeinde Reutte betrieben. Ab diesem Zeitpunkt übernahm dann der Verein den Betrieb.
SAMMELN, BEWAHREN, AUSSTELLEN UND VERMITTELN. Diese vier Schlagworte kennzeichnen die Aufgaben des Museumsvereins des Bezirkes Reutte. Der Verein kümmert sich um die Herausgabe des Jahrbuchs Extra Verren, unter der Schriftleitung von Klaus Wankmiller. Der umtriebige Verein unterstützt andere Museen im Bezirk und arbeitet in Kooperation mit Institutionen (z. B. Tourismusverband). Die hervorragende Arbeit fruchtete in verschiedenen Auszeichnungen, darunter gleich mehrmals dem Museumspreis des Landes Tirol.
RÜCKBLICK AUF GRÜNDERJAHRE. Darüber referierte Dr. Richard Lipp in fundierter Weise. Besonders hob er ein wichtiges Gründungsmitglied in den Vordergrund: Thomas Wolf. Bereits zuvor wurden Gespräche geführt, die schlussendlich 1975 zur Gründung des Vereins führte. Die vorhandenen Objekte galt es nach außen zu bringen, und zwar in Form von Ausstellungen. So erinnert sich Lipp z. B. an die Ausstellung 1977 über Ehrenberg. Viele der anfänglichen Ausstellungen fanden mangels eigener Räumlichkeiten in diversen Gebäuden statt u. a. in der Raiffeisengalerie, Dengelhaus. Mit Anni Ammann, einer rührigen Person, die bis 10.12.1997 den Verein leitete, verbinden ihn viele Erinnerungen. „Dann begann die Ära Ernst Hornstein“, so der Historiker, der die Arbeit des Museums stets als Liebe zur Heimat und Verantwortung für die Heimat sieht.
ZWIEGESPRÄCH ÜBER DIE ARBEIT. Obmann-Stellvertreterin Alexandra Posch und Obmann-Stellvertreter Klaus Wankmiller gingen in ihrem Dialog auf die derzeitigen Arbeitsfelder des Museumsvereins ein. Wichtige Ausstellungen, jeweils eine Sommer- und eine Winterausstellung prägen das Museumsjahr. Dabei betonen sie, wie wichtig hier Teamarbeit ist. Es gibt das Vorstandsteam, das für den Input sorgt und das Museumsteam mit seinen Mitarbeitenden, das sich dann um die Ausführungen kümmert. Dazu kommen noch Arbeitsgruppen und Arbeitskreise zum Forschen. Die Ausstellungen werden durch ein ansprechendes Rahmenprogramm – wie Vorträge und Lesungen – ergänzt. Kulturvermittlung für Kinder wird mittels Rätselrallyes gemacht, spielerisch lernen sie Geschichte näher kennen. Neben der Ausstellungstätigkeit bietet der Verein Interessierten Ausstellungsfahrten und die „Samstagskultur“ im Umkreis an. Seit 2006 gibt es das Jahrbuch Extra Verren, in dem verschiedene historische Themen aufgearbeitet werden. Alexandra Posch erzählte von der Kulturvermittlung durch Ortsführungen, die jährlich stattfindende Nacht der Kultur sowie über musikalische Projekte. Hier handelt es sich um altes Notenmaterial, das unter der Leitung von Franz Walcher aufgearbeitet und dann aufgeführt wurde.
NEUE AUFGABE BIBLIOTHEK. Es ist nun schon 11 Jahre her, dass der Museumsverein als Betreiber die öffentliche Bücherei Reutte, nun Stadtbibliothek Reutte, übernommen hat. Alexandra Posch berichtet von den überzeugenden Zahlen, die den Erfolg und die Arbeit der Stadtbibliothek dokumentieren.
GRUSSWORTE. Landeshauptmann Anton Mattle gratulierte dem Museumsverein zum Bestandsjubiläum. Stolz ist er darauf, dass in puncto Museen die Tradition in Tirol erhalten wird. Kurz geht er auf die Zeit um 1975 ein. Es war die Zeit der Ölkrise, die Olympischen Spiele fanden in Innsbruck statt, allgemein war Aufbruchstimmung. Dazu kam auch die Sehnsucht nach den eignen Wurzeln. So nehmen sich Museumsvereine mit ihren Heimatmuseen Themen an, die ansonsten verschwinden würden. Er sprach dem Verein seinen Dank für das große Engagement aus, ohne das die Museumsarbeit nicht möglich wäre. „Geben Sie die Flamme des Museumsvereins einfach weiter!“, schließt Mattle. „Sie haben einiges richtig gemacht“, meint Bürgermeister Günter Salchner in seiner Ansprache, „wenn man auf die 50 Jahre Vereinstätigkeit zurückblickt.“ Er lobt die verantwortungsbewusste Führung und spricht seinen aufrichtigen Dank aus. Seine Wertschätzung gilt dem Museumsverein und der Bibliothek, deren Aufgabe der Stadtgemeinde sehr wichtig ist. Die Geschichte und ihre Aufarbeitung stehen für die Identität eines Ortes. Museen sind ein Ort der kulturellen Entfaltung und dienen dem Wissensaustausch.
FESTSCHRIFT. Zu diesem Jubeljahr wurde eine Festschrift aufgelegt, die kostenlos im Museum im Grünen Haus erhältlich ist. Umrahmt wurde der Festakt, an dem rund 100 geladenen Gäste anwesend waren, mit wohlklingenden Musikstücken, gespielt von der Museumsmusig unter der Leitung von Klaus Wankmiller. Mit einem Umtrunk endete der feierliche Akt zum 50. Bestehen des Museumsvereins des Bezirkes Reutte.
SAMMELN, BEWAHREN, AUSSTELLEN UND VERMITTELN. Diese vier Schlagworte kennzeichnen die Aufgaben des Museumsvereins des Bezirkes Reutte. Der Verein kümmert sich um die Herausgabe des Jahrbuchs Extra Verren, unter der Schriftleitung von Klaus Wankmiller. Der umtriebige Verein unterstützt andere Museen im Bezirk und arbeitet in Kooperation mit Institutionen (z. B. Tourismusverband). Die hervorragende Arbeit fruchtete in verschiedenen Auszeichnungen, darunter gleich mehrmals dem Museumspreis des Landes Tirol.
RÜCKBLICK AUF GRÜNDERJAHRE. Darüber referierte Dr. Richard Lipp in fundierter Weise. Besonders hob er ein wichtiges Gründungsmitglied in den Vordergrund: Thomas Wolf. Bereits zuvor wurden Gespräche geführt, die schlussendlich 1975 zur Gründung des Vereins führte. Die vorhandenen Objekte galt es nach außen zu bringen, und zwar in Form von Ausstellungen. So erinnert sich Lipp z. B. an die Ausstellung 1977 über Ehrenberg. Viele der anfänglichen Ausstellungen fanden mangels eigener Räumlichkeiten in diversen Gebäuden statt u. a. in der Raiffeisengalerie, Dengelhaus. Mit Anni Ammann, einer rührigen Person, die bis 10.12.1997 den Verein leitete, verbinden ihn viele Erinnerungen. „Dann begann die Ära Ernst Hornstein“, so der Historiker, der die Arbeit des Museums stets als Liebe zur Heimat und Verantwortung für die Heimat sieht.
ZWIEGESPRÄCH ÜBER DIE ARBEIT. Obmann-Stellvertreterin Alexandra Posch und Obmann-Stellvertreter Klaus Wankmiller gingen in ihrem Dialog auf die derzeitigen Arbeitsfelder des Museumsvereins ein. Wichtige Ausstellungen, jeweils eine Sommer- und eine Winterausstellung prägen das Museumsjahr. Dabei betonen sie, wie wichtig hier Teamarbeit ist. Es gibt das Vorstandsteam, das für den Input sorgt und das Museumsteam mit seinen Mitarbeitenden, das sich dann um die Ausführungen kümmert. Dazu kommen noch Arbeitsgruppen und Arbeitskreise zum Forschen. Die Ausstellungen werden durch ein ansprechendes Rahmenprogramm – wie Vorträge und Lesungen – ergänzt. Kulturvermittlung für Kinder wird mittels Rätselrallyes gemacht, spielerisch lernen sie Geschichte näher kennen. Neben der Ausstellungstätigkeit bietet der Verein Interessierten Ausstellungsfahrten und die „Samstagskultur“ im Umkreis an. Seit 2006 gibt es das Jahrbuch Extra Verren, in dem verschiedene historische Themen aufgearbeitet werden. Alexandra Posch erzählte von der Kulturvermittlung durch Ortsführungen, die jährlich stattfindende Nacht der Kultur sowie über musikalische Projekte. Hier handelt es sich um altes Notenmaterial, das unter der Leitung von Franz Walcher aufgearbeitet und dann aufgeführt wurde.
NEUE AUFGABE BIBLIOTHEK. Es ist nun schon 11 Jahre her, dass der Museumsverein als Betreiber die öffentliche Bücherei Reutte, nun Stadtbibliothek Reutte, übernommen hat. Alexandra Posch berichtet von den überzeugenden Zahlen, die den Erfolg und die Arbeit der Stadtbibliothek dokumentieren.
GRUSSWORTE. Landeshauptmann Anton Mattle gratulierte dem Museumsverein zum Bestandsjubiläum. Stolz ist er darauf, dass in puncto Museen die Tradition in Tirol erhalten wird. Kurz geht er auf die Zeit um 1975 ein. Es war die Zeit der Ölkrise, die Olympischen Spiele fanden in Innsbruck statt, allgemein war Aufbruchstimmung. Dazu kam auch die Sehnsucht nach den eignen Wurzeln. So nehmen sich Museumsvereine mit ihren Heimatmuseen Themen an, die ansonsten verschwinden würden. Er sprach dem Verein seinen Dank für das große Engagement aus, ohne das die Museumsarbeit nicht möglich wäre. „Geben Sie die Flamme des Museumsvereins einfach weiter!“, schließt Mattle. „Sie haben einiges richtig gemacht“, meint Bürgermeister Günter Salchner in seiner Ansprache, „wenn man auf die 50 Jahre Vereinstätigkeit zurückblickt.“ Er lobt die verantwortungsbewusste Führung und spricht seinen aufrichtigen Dank aus. Seine Wertschätzung gilt dem Museumsverein und der Bibliothek, deren Aufgabe der Stadtgemeinde sehr wichtig ist. Die Geschichte und ihre Aufarbeitung stehen für die Identität eines Ortes. Museen sind ein Ort der kulturellen Entfaltung und dienen dem Wissensaustausch.
FESTSCHRIFT. Zu diesem Jubeljahr wurde eine Festschrift aufgelegt, die kostenlos im Museum im Grünen Haus erhältlich ist. Umrahmt wurde der Festakt, an dem rund 100 geladenen Gäste anwesend waren, mit wohlklingenden Musikstücken, gespielt von der Museumsmusig unter der Leitung von Klaus Wankmiller. Mit einem Umtrunk endete der feierliche Akt zum 50. Bestehen des Museumsvereins des Bezirkes Reutte.