Musik ist Frieden
Zwischen Singkreis, Flüchtlingshilfe und Ukraine-Reise
4. August 2025 | von
Johannes Pirchner
Phönix Maria gibt Hoffnung. Foto: Privat
Phoenix Maria ist kein klassischer Bühnenkünstler. Die Musik, die er mitbringt, lebt von der aktiven Teilnahme. Seine Wurzeln liegen in der 60er-Jahre Folk- und Rockmusik, kombiniert mit Mantra-Gesängen aus Indien. Seine musikalische Arbeit ist inspiriert von der internationalen Friedensbewegung „Rainbow Family of Living Light“, die das gemeinsame Singen als spirituelle und heilende Praxis begreift. In Singkreisen lädt Phoenix dazu ein, die eigene Stimme als Teil eines kollektiven Klangs zu erfahren – ganz ohne Leistungsdruck, aber mit Achtsamkeit und Hingabe. Dabei geht es um mehr als Musik: Um Verbindung, Gemeinschaft und einen Raum, in dem auch persönliche Ängste, Projektionen und Bindungen sanft in Bewegung geraten dürfen.
SOZIALES ENGAGEMENT. Seit vielen Jahren bringt Phoenix Maria seine Musik auch an Orte, an denen sie besonders gebraucht wird. So berichtete er im Winter 2024 von seinem Einsatz im Flüchtlingslager auf Lesbos, wo er vier Monate lang drei Tage pro Woche Musikunterricht gab – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Besonders berührend: Die wöchentliche Sing- und Tanzstunde im Kindergarten des Camps. „Ohne Fotos, aber voller Geschichten“, wie Phoenix schreibt. Insgesamt brachte er acht Gitarren und ein Dutzend Blockflöten auf die Insel, reparierte über 20 Instrumente für sieben verschiedene NGOs – oft unter widrigen Bedingungen. Auch für unbegleitete minderjährige Geflüchtete bot er Gitarrenunterricht an. Eine seiner Gitarren ging an einen zehnjährigen afghanischen Jungen – kleine Gesten mit großer Wirkung.
UKRAINE TOUR – SINGEN IM KRIEGSGEBIET. Im Juli 2025 folgte ein außergewöhnliches Projekt: die Ukraine Peace Tour. Neun Stationen, hunderte Kilometer, Singkreise in Ökodörfern und spirituellen Gemeinschaften – mitten in einem Land, das vom Krieg gezeichnet ist. Phoenix reiste mit leichtem Gepäck, ließ seinen Wohnwagen zurück und besuchte Orte der Hoffnung. Inmitten zerstörter Landstriche, flüchtender Familien und spiritueller Zerreißproben fand er Menschen, die sich nach Begegnung sehnen. Junge Männer, die sich der Einberufung entzogen haben, Kinder, die mit Bombenalarm aufwachsen – und dennoch singen. In einem Dorf nahe Tschernobyl wurde Phoenix Zeuge der Zerstörung und der Hoffnung zugleich: Raketenreste im Boden, aber auch Permakultur, Schwemmland und ein Singkreis, in dem eine 90-jährige Frau ihre Kriegserfahrungen mit der neuen Generation teilte.
UNTERWEGS FÜR DEN FRIEDEN. Die Tour führte ihn über staubige Straßen, durch Industrieflächen, an Militärflughäfen vorbei. Begleitet wurde sie von unzähligen kleinen Geschichten: Ein Automechaniker in Ternopil, der kostenlos ein Ersatzteil aus dem Busch zauberte und im Gegenzug ein Lied für sein Kind erhielt. Eine Polizeikontrolle, die in einem gemeinsamen Besuch beim Singkreis endete. Begegnungen mit Frauen, Künstlerinnen und Aktivistinnen, die ihre Kultur in abgelegenen Dörfern lebendig halten. Trotz all der Herausforderungen – von Navigationspannen bis zu explodierenden Benzinpreisen blieb Phoenix seiner Mission treu: Musik als Verbindung, als Seelennahrung, als Form des Widerstands gegen Hoffnungslosigkeit.
IM AUSSERFERN & ALLGÄU. Phoenix Maria verbindet musikalisches Engagement mit humanitärer Hilfe. Seine Singkreise finanzieren Musikunterricht in Flüchtlingslagern und Projekte in ukrainischen Friedensgemeinschaften. Wer mitsingen und unterstützen möchte, hat dazu Anfang August bei zwei Gelegenheiten im Außerfern die Möglichkeit: am 7. August in Pfronten und am 8. August am Plansee.
SOZIALES ENGAGEMENT. Seit vielen Jahren bringt Phoenix Maria seine Musik auch an Orte, an denen sie besonders gebraucht wird. So berichtete er im Winter 2024 von seinem Einsatz im Flüchtlingslager auf Lesbos, wo er vier Monate lang drei Tage pro Woche Musikunterricht gab – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Besonders berührend: Die wöchentliche Sing- und Tanzstunde im Kindergarten des Camps. „Ohne Fotos, aber voller Geschichten“, wie Phoenix schreibt. Insgesamt brachte er acht Gitarren und ein Dutzend Blockflöten auf die Insel, reparierte über 20 Instrumente für sieben verschiedene NGOs – oft unter widrigen Bedingungen. Auch für unbegleitete minderjährige Geflüchtete bot er Gitarrenunterricht an. Eine seiner Gitarren ging an einen zehnjährigen afghanischen Jungen – kleine Gesten mit großer Wirkung.
UKRAINE TOUR – SINGEN IM KRIEGSGEBIET. Im Juli 2025 folgte ein außergewöhnliches Projekt: die Ukraine Peace Tour. Neun Stationen, hunderte Kilometer, Singkreise in Ökodörfern und spirituellen Gemeinschaften – mitten in einem Land, das vom Krieg gezeichnet ist. Phoenix reiste mit leichtem Gepäck, ließ seinen Wohnwagen zurück und besuchte Orte der Hoffnung. Inmitten zerstörter Landstriche, flüchtender Familien und spiritueller Zerreißproben fand er Menschen, die sich nach Begegnung sehnen. Junge Männer, die sich der Einberufung entzogen haben, Kinder, die mit Bombenalarm aufwachsen – und dennoch singen. In einem Dorf nahe Tschernobyl wurde Phoenix Zeuge der Zerstörung und der Hoffnung zugleich: Raketenreste im Boden, aber auch Permakultur, Schwemmland und ein Singkreis, in dem eine 90-jährige Frau ihre Kriegserfahrungen mit der neuen Generation teilte.
UNTERWEGS FÜR DEN FRIEDEN. Die Tour führte ihn über staubige Straßen, durch Industrieflächen, an Militärflughäfen vorbei. Begleitet wurde sie von unzähligen kleinen Geschichten: Ein Automechaniker in Ternopil, der kostenlos ein Ersatzteil aus dem Busch zauberte und im Gegenzug ein Lied für sein Kind erhielt. Eine Polizeikontrolle, die in einem gemeinsamen Besuch beim Singkreis endete. Begegnungen mit Frauen, Künstlerinnen und Aktivistinnen, die ihre Kultur in abgelegenen Dörfern lebendig halten. Trotz all der Herausforderungen – von Navigationspannen bis zu explodierenden Benzinpreisen blieb Phoenix seiner Mission treu: Musik als Verbindung, als Seelennahrung, als Form des Widerstands gegen Hoffnungslosigkeit.
IM AUSSERFERN & ALLGÄU. Phoenix Maria verbindet musikalisches Engagement mit humanitärer Hilfe. Seine Singkreise finanzieren Musikunterricht in Flüchtlingslagern und Projekte in ukrainischen Friedensgemeinschaften. Wer mitsingen und unterstützen möchte, hat dazu Anfang August bei zwei Gelegenheiten im Außerfern die Möglichkeit: am 7. August in Pfronten und am 8. August am Plansee.