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Saatgut für morgen: Erfolgreicher Auftakt

Vielfalt bewahren, Wissen teilen und gemeinsam ins neue Gartenjahr starten

Mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung eröffnete die Außerferner Saatgutbibliothek das Gartenjahr 2026. Zahlreiche Gartenbegeisterte folgten der Einladung in die Stadtbibliothek, wo Bibliotheksleiterin Sonja Kofelenz die Gäste herzlich begrüßte. Neben Informationen rund um die Saatgutbibliothek referierte Manfred Pfeifer über die faszinierende Welt der Pflanzen – Literatur und Bestimmung.
3. März 2026 | von Sonja Kofelenz
Saatgut für morgen: Erfolgreicher Auftakt<br />
Manfred Pfeifer präsentierte bibliophile Pflanzenbücher in seinem Vortrag zum Auftakt der Außerferner Saatgutbibliothek 2026. Foto: Kofelenz

Partner der Außerferner Saatgutbibliothek sind die Büchereien Grän, Tannheim, Häselgehr, Ehrwald, Weißenbach, Vils und Reutte, der Obst- und Gartenbauverein Reutte und das Freiwilligenzentrum Außerfern. „Mit dem Saatgut aus der Außerferner Saatgutbibliothek kann das Gartenjahr 2026 beginnen“, betonte Kofelenz in ihren einleitenden Worten.

Ein Kreislauf für die Vielfalt. Hinter der Idee der Saatgutbibliothek stehen der Erhalt, die Vermehrung und die Vielfalt von sortenreinem Saatgut. Das Prinzip funktioniert wie ein Kreislauf: Saatgut wird ausgeliehen, im eigenen Garten angepflanzt, geerntet, anschließend  wird neues Saatgut in die Bibliothek zurückgebracht. So entsteht ein lebendiger Austausch – nicht nur von Samen, sondern auch von Erfahrungen, Tipps und Gartenwissen.Neu im Jahr 2026 sind zusätzliche Sorten, darunter Karotten und Radieschen, aber auch Kräuter, Kürbisse, Blumen und Chilis. Ein besonderer Dank galt den engagierten Hobbygärtnerinnen und -gärtnern, die Saatgut vermehrt und zuverlässig zurückgebracht haben. Kofelenz gewährte zudem einen Einblick in ihr eigenes, äußerst erfolgreiches Gartenjahr.

Von mittelalterlichen Pflanzenbildern bis zur App. Im Anschluss spannte Referent Manfred Pfeifer einen faszinierenden Bogen durch die Geschichte der Pflanzenkunde. Bereits im Mittelalter wurden Pflanzen detailgetreu in Gemälden dargestellt. Eine bedeutende Persönlichkeit war Hildegard von Bingen, die Heilpflanzen systematisch beschrieb. Auch Konrad Gesner und Leonhart Fuchs verfassten Werke mit präzisen Zeichnungen. Pfeifer präsentierte bibliophile Pflanzenbücher, unter anderem von Maria Sibylla Merian, und zeigte Bände aus seinem Privatbesitz. Ein Meilenstein war Carl von Linné, der die binäre Nomenklatur entwickelte. Ein kurzer Exkurs führte in die Wissenschaft: Pfeifer erklärte die Funktionsweise dichotomer Schlüssel, die Bestimmung mithilfe von Farbcodes und Formen sowie moderne Bestimmungs-Apps, die heute Exkursionen erleichtern. Im Anschluss konnten die Besucherinnen und Besucher Samen sowie Saatkartoffeln – dank großzügiger Lieferanten – mitnehmen. Bei einem kleinen Buffet entstanden angeregte Fachgespräche und lebendiger gärtnerischer Austausch – ganz im Sinne der Saatgutbibliothek. Das Saatgut ist ab sofort kostenlos bei den Partnern erhältlich – solange der Vorrat reicht.

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