Sinfonisches Kabarett mit überraschenden Klängen
Bernhard Petz und sein Cyber Space Orchester eröffneten die Kulturzeit 2026
Unter dem Motto „Perspektiven“ starteten die Kulturinitiative Huanza und das Kulturforum Breitenwang gemeinsam in die Kulturzeit 2026 – mit ungewöhnlichen Klängen, feinem Humor und einem musikalischen Blick auf das aktuelle Weltgeschehen. Für einen gelungenen Auftakt sorgte Bernhard Petz mit seinem Sinfonischen Kabarett „Auf der schönen blauen Erde“.
Sonja Kofelenz
14. September 2026
Bernhard Petz live mit seinem Cyberspace Orchestra auf der Bühne im VZ Breitenwang. Foto: Sonja Kofelenz
Eine silbrig glänzende Tuba, eine blaue Kugel, garniert mit alten Bergschuhen, eine kleine Schreibtafel, ein riesiger Gong und ein Schreibtisch mit PC – schon das Bühnenbild versprach einen ungewöhnlichen Abend. Und ungewöhnlich ging es weiter: Statt mit einem Alphorn eröffnete Bernhard Petz die Veranstaltung kurzerhand mit „Gießkannenklängen“.
Musik trifft Zeitgeschehen. Im Mittelpunkt stand Petz’ selbst komponierte Musik, gespielt von sei-nem „Cyberspace Orchestra“ – einem virtuellen Sinfonieorchester. Märsche, Polkas und Ländler treffen dabei auf aktuelle Themen. So verbinden die „Impfpolka“, der „Putinmarsch“ oder der „Hitzetango“ musikalische Tradition mit Krieg, Corona-Krise und Klimawandel. Petz spielt Tuba und Gong, dirigiert, erzählt und sorgt immer wieder für überraschende Momente. Seine anspruchsvollen Kompositionen mit zahlreichen Taktwechseln und ungewöhnlichen Tonarten fordern das virtuelle Orchester ebenso wie dessen Leiter. Ruhige, harmonische Passagen wechseln mit verstörenden Klängen, bis ein kräftiger Gong das Publikum wieder aufhorchen lässt.
Bernhard Petz, der aus einer Ehrwalder Musikerfamilie stammt und mit traditioneller Volksmusik aufgewachsen ist, verbindet in seinem Programm musikalisches Können mit Satire und gesellschaftli-cher Beobachtung. Damit gelang ein ebenso unterhaltsamer wie ungewöhnlicher Start in die Kulturzeit 2026.






