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Teuflisch gute Premiere

Ein Hauch von Don Camillo auf Höfenerisch

Die Dorfbühne Höfen feierte am vergangenen Samstag die Premiere ihres neuen Stücks „Im Pfarrhaus isch der Tuifl los“. Im Mittelpunkt stehen Pfarrer Bürstel und sein Aushilfspfarrer Wolfi, die mit unterschiedlichen Methoden für das Wohl ihrer Schäfchen kämpfen.
1. Juni 2026 | von Johannes Pirchner
Aushilfspfarrer Wolfi (l.) hat keine Berührungsängste mit seinen Schäfchen, während Pfarrer Bürstel, fast päpstlich anmutend, um das Ansehen der Kirche in Wängle-Höfen fürchtet.
Mit vielen Lachern und reichlich Schmäh sorgte die Aufführung für beste Unterhaltung.

PFARRER DUO. Michael Schütz und Wolfgang Knapp brillieren in ihren Rollen als Pfarrer Bürstel und Aushilfspfarrer Wolfi. Zur Handlung: Nachdem Pfarrer Bürstel bei einem Unfall verletzt wird, erhält er Unterstützung durch einen Aushilfspfarrer. Beide stehen sinnbildlich für den traditionellen Weg beziehungsweise den Modernismus. Bei beiden Figuren ist allerdings von Anfang an klar- das Wohl ihrer Gläubigen steht für beide an erster Stelle. Die beiden Figuren erinnern dabei etwas an zwei Don Camilos. Gerade die unterschiedlichen Methoden der Geistlichen und die daraus entstehenden Generationenkonflikte  zwischen Konservativ und Modern sorgen für zahlreiche Pointen.

STARKE FRAUEN IN DER PFARRE. Ebenso stark besetzt sind die Frauenrollen. Zwei pfiffige Ministrantinnen, Maxi (Linda Storf) und Franzi (Lorena Wohlgenannt)  halten die Pfarre Sankt Martin und Pfarrer Bürstel in Atem und sind für jeden Schabernack zu haben, von Juckpulver bis zu Sport an unüblichen Orten.  Für zusätzliche Lacher sorgt Chorleiterin Monika, dargestellt von Maria Priemer, die dem Martinipatrozinium der Pfarre Wängle-Höfen mit ihrem Kirchenchor gerne musikalisch etwas mehr Pepp verleihen möchte. Hier findet sie einen neuen Verbündeten. Die gute und taffe Seele des Widums ist Pfarrerschwester Mechthild (Petra Storf). Diese versucht verzweifelt, ihren Bruder zu einem gesünderen Lebensstil zu bewegen. Auch Pfarrgemeinderatsobfrau Gundula Krätz, gespielt von Nina Kramer, trägt ihren Teil zum Geschehen bei und  versorgt ihren Pfarrer laufend mit Neuigkeiten und Nahrung.

SCHURKEN UND SCHWUNG. In die Schurkenrollen schlüpfen Johannes Storf und Friedl Feneberg. Beide vermitteln ihre Figuren glaubhaft und tragen wesentlich zu den Wendungen der Handlung bei. Für weitere Lacher sorgt Jenny (Maria Hohenrainer), das Mädchen aus der Stadt. Auch sie bringt frischen Schwung in die verschlafene Pfarre Wängle-Höfen und sorgt damit für zusätzliche Verwicklungen sowie Spannungen.

DANK UND ANERKENNUNG. Höfens Bürgermeister Rüdiger Reyman gratulierte der Höfner Dorfbühne zur ausgezeichneten Darbietung. Er sprach von „Lacher auf Teufel komm raus“ und würdigte den Einsatz der Mitwirkenden für das Dorfleben in Höfen.  Auch das Publikum spendete viel Applaus und Beifall.  Mit Witz, Tempo und überraschenden Wendungen sorgte die Dorfbühne Höfen für beste Unterhaltung bei der Premiere. Der Erlös der Premiere kommt einem sozialen Zweck zugute. Das Stück läuft an mehreren Freitagen und Samstagen bis  zum 4. Juli. Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Dorfbühne Höfen.
Teuflisch gute Premiere
Das Team der Dorfbühne Höfen überzeugte das Publikum mit seinem neuen Stück. Fotos: Pirchner

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