„Zweiseitig gedacht“
Ein Abend voller kreativer Talente und spannender Perspektiven
11. Mai 2026 | von
Marlen Perl
Kaum eine andere Ausbildungsstätte in der Region vereint handwerkliche Tradition mit zeitgenössischer Kreativität auf so vielseitige Art und Weise wie die 1835 von Anton Falger gegründete ehemalige Zeichenschule. Die seit 1951 als „Schnitzschule Elbigenalp“ bekannte, heutige Fachschule für Kunsthandwerk und Design bietet jungen Kunstinteressierten eine vierjährige Ausbildung in zwei Fachrichtungen an: Traditionelle Bildhauerei sowie Malen, Vergolden und Schriftdesign.
PRÄSENTATIONEN DER ABSCHLUSSARBEITEN. Beim mittlerweile zur festen Tradition gewordenen „Abend der besonderen Art“ hieß Direktor Bernhard Strolz zahlreiche Ehrengäste, Angehörige sowie Kunstinteressierte im Unterrichtsatelier der Schülerinnen und Schüler willkommen. Denn auch 2026 hielt der Lehrkörper der Fachschule bewusst an der feierlichen Präsentation und Bewertung der Abschlussarbeiten fest, obwohl diese Form der Abschlussarbeiten seit mittlerweile zwei Jahren nicht mehr in der ministeriellen Prüfungsordnung vorgesehen ist. Unter dem diesjährigen Leitthema „Zweiseitig“ verliehen die Jugendlichen ihren Gedanken, Erfahrungen und Sichtweisen in außergewöhnlichen Werken Ausdruck. Die facettenreichen Arbeiten setzten sich mit Gegensätzen und unterschiedlichen Perspektiven auseinander – etwa mit Tradition und Moderne, Anfang und Ende, Liebe und Verlust, Weiblichkeit und Männlichkeit, Hell und Dunkel, Jugend und Alter sowie dem Spannungsfeld zwischen Werden und Sein. Die Schüler präsentierten ihre Abschlussarbeiten in professioneller Manier und gewährten dem zahlreich erschienenen Publikum fundierte Einblicke in die Entstehung und Fertigung ihrer Werke. Neben den angewandten Techniken erläuterten sie zudem die konzeptionellen Überlegungen sowie die inhaltlichen Hintergründe ihrer Werke. Die unterschiedlichen Interpretationen und gestalterischen Zugänge machten die intensive Auseinandersetzung mit dem Leitthema sichtbar und verliehen den Arbeiten eine vielschichtige Aussagekraft, welche zum Nachdenken anregte.
VERNISSAGE. Einen weiteren Höhepunkt des Abends stellte die Eröffnung der Vernissage der renommierten Künstler Jennifer Matzohl und Prof. Mario Gasser dar. Musikalisch eröffnet und umrahmt wurde dieser Programmpunkt von der jungen Musikerin Chiara Hammerle auf der Steirischen Harmonika. Nach einleitenden Gruß- und Dankesworten von Direktor Bernhard Strolz an die zahlreich erschienenen (Ehren-)Gäste folgte die Vorstellung der beiden Kunstschaffenden. Dabei wurden ihre künstlerischen Werdegänge, welche ihren Ursprung an der Fachschule für Kunsthandwerk und Design in Elbigenalp fanden, zentrale Stationen sowie prägende Etappen ihrer eindrucksvollen Laufbahnen hervorgehoben. Die aus Kappl im Paznaun stammende Jennifer Matzohl ist als Vergoldermeisterin, Restauratorin und freischaffende Künstlerin tätig – „ein wahres Multitalent“, wie Direktor Bernhard Strolz in seiner Laudatio hervorhob. Die Restaurierung gefasster und sakraler Objekte zählt zu ihren Schwerpunkten, denen sie sich mit großer Sorgfalt und fundiertem Fachwissen widmet und ihnen somit wieder neues Leben einhaucht. Ein zentrales Anliegen ihrer künstlerischen Tätigkeit sieht Jennifer Matzohl in der Wiederbelebung und Weiterentwicklung historischer, teils längst in Vergessenheit geratener Techniken. So arbeitet sie unter anderem mit selbst hergestellten Temperafarben sowie traditionellen Kreidegrundtechniken auf Kohlebasis. Der in Biberwier beheimatete, ursprünglich aus Ehrwald stammende Künstler Prof. Mario Gasser zählt zu den bedeutendsten Bildhauer- und Malerpersönlichkeiten Tirols. In seinem seinen facettenreichen Werken, welche Materialien wie Holz, Stein und Bronze umfassen, verarbeitet er Eindrücke aus Natur, Geschichte und menschlichem Dasein, deren Verständnis er bereits in frühen Jahren von seinem Großvater übernahm. Sein Schaffen fand im Laufe der Jahre auch weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung und wurde im Rahmen internationaler Ausstellungen, etwa in den USA und Neuseeland, einem breiten Publikum mit großer Anerkennung präsentiert.
LANGE NACHT DES KUNSTHANDWERKS. Im Anschluss an die Programmpunkte sowie die Besichtigung der Ausstellung bot sich den Besuchern in den beiden Gebäuden der Schnitzschule die Möglichkeit, den jungen Künstlern bei ihrer kreativen Schaffensarbeit über die Schulter zu blicken und Fragen zu stellen. Im Anschluss kam es zu einem gemütlichen Ausklang.
PRÄSENTATIONEN DER ABSCHLUSSARBEITEN. Beim mittlerweile zur festen Tradition gewordenen „Abend der besonderen Art“ hieß Direktor Bernhard Strolz zahlreiche Ehrengäste, Angehörige sowie Kunstinteressierte im Unterrichtsatelier der Schülerinnen und Schüler willkommen. Denn auch 2026 hielt der Lehrkörper der Fachschule bewusst an der feierlichen Präsentation und Bewertung der Abschlussarbeiten fest, obwohl diese Form der Abschlussarbeiten seit mittlerweile zwei Jahren nicht mehr in der ministeriellen Prüfungsordnung vorgesehen ist. Unter dem diesjährigen Leitthema „Zweiseitig“ verliehen die Jugendlichen ihren Gedanken, Erfahrungen und Sichtweisen in außergewöhnlichen Werken Ausdruck. Die facettenreichen Arbeiten setzten sich mit Gegensätzen und unterschiedlichen Perspektiven auseinander – etwa mit Tradition und Moderne, Anfang und Ende, Liebe und Verlust, Weiblichkeit und Männlichkeit, Hell und Dunkel, Jugend und Alter sowie dem Spannungsfeld zwischen Werden und Sein. Die Schüler präsentierten ihre Abschlussarbeiten in professioneller Manier und gewährten dem zahlreich erschienenen Publikum fundierte Einblicke in die Entstehung und Fertigung ihrer Werke. Neben den angewandten Techniken erläuterten sie zudem die konzeptionellen Überlegungen sowie die inhaltlichen Hintergründe ihrer Werke. Die unterschiedlichen Interpretationen und gestalterischen Zugänge machten die intensive Auseinandersetzung mit dem Leitthema sichtbar und verliehen den Arbeiten eine vielschichtige Aussagekraft, welche zum Nachdenken anregte.
VERNISSAGE. Einen weiteren Höhepunkt des Abends stellte die Eröffnung der Vernissage der renommierten Künstler Jennifer Matzohl und Prof. Mario Gasser dar. Musikalisch eröffnet und umrahmt wurde dieser Programmpunkt von der jungen Musikerin Chiara Hammerle auf der Steirischen Harmonika. Nach einleitenden Gruß- und Dankesworten von Direktor Bernhard Strolz an die zahlreich erschienenen (Ehren-)Gäste folgte die Vorstellung der beiden Kunstschaffenden. Dabei wurden ihre künstlerischen Werdegänge, welche ihren Ursprung an der Fachschule für Kunsthandwerk und Design in Elbigenalp fanden, zentrale Stationen sowie prägende Etappen ihrer eindrucksvollen Laufbahnen hervorgehoben. Die aus Kappl im Paznaun stammende Jennifer Matzohl ist als Vergoldermeisterin, Restauratorin und freischaffende Künstlerin tätig – „ein wahres Multitalent“, wie Direktor Bernhard Strolz in seiner Laudatio hervorhob. Die Restaurierung gefasster und sakraler Objekte zählt zu ihren Schwerpunkten, denen sie sich mit großer Sorgfalt und fundiertem Fachwissen widmet und ihnen somit wieder neues Leben einhaucht. Ein zentrales Anliegen ihrer künstlerischen Tätigkeit sieht Jennifer Matzohl in der Wiederbelebung und Weiterentwicklung historischer, teils längst in Vergessenheit geratener Techniken. So arbeitet sie unter anderem mit selbst hergestellten Temperafarben sowie traditionellen Kreidegrundtechniken auf Kohlebasis. Der in Biberwier beheimatete, ursprünglich aus Ehrwald stammende Künstler Prof. Mario Gasser zählt zu den bedeutendsten Bildhauer- und Malerpersönlichkeiten Tirols. In seinem seinen facettenreichen Werken, welche Materialien wie Holz, Stein und Bronze umfassen, verarbeitet er Eindrücke aus Natur, Geschichte und menschlichem Dasein, deren Verständnis er bereits in frühen Jahren von seinem Großvater übernahm. Sein Schaffen fand im Laufe der Jahre auch weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung und wurde im Rahmen internationaler Ausstellungen, etwa in den USA und Neuseeland, einem breiten Publikum mit großer Anerkennung präsentiert.
LANGE NACHT DES KUNSTHANDWERKS. Im Anschluss an die Programmpunkte sowie die Besichtigung der Ausstellung bot sich den Besuchern in den beiden Gebäuden der Schnitzschule die Möglichkeit, den jungen Künstlern bei ihrer kreativen Schaffensarbeit über die Schulter zu blicken und Fragen zu stellen. Im Anschluss kam es zu einem gemütlichen Ausklang.










