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Chronisten auf Ehrenberg

Erster gesamttiroler Chronistentag nach über 20 Jahren wieder im Außerfern

Am 3. Oktober fand in Reutte nach über 20 Jahren erstmals wieder ein gesamttiroler Chronistentag im Außerfern statt. Eingeladen hatten Bezirkschronist Johannes Pirchner, die Stadtgemeinde Reutte und das Tiroler Bildungsforum. Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungen zur Geschichte des Außerferns sowie der Austausch unter den Chronisten.

13. Oktober 2026
Chronisten auf Ehrenberg<br />
Etwa 30 Chronisten aus Nordtirol und Südtirol waren zum Landeschronistentag nach Reutte gekommen. Foto: Luxner
Für Pirchner war es wichtig, den Gästen die historische Arbeit im Bezirk näherzubringen. Gleichzeitig bot die Zusammenkunft Raum für Vernetzung, Erfahrungsaustausch und Gespräche über künftige Aktivitäten.

CHRONISTENARBEIT VERBINDET. Mehr als 300 Chronisten sind in den Tiroler Gemeinden aktiv. Auch im Außerfern ist die Chronikarbeit gut aufgestellt: In mehr als der Hälfte der Gemeinden sind Chronisten tätig. Sie sammeln Schriften, Druckwerke, Fotos und Gegenstände zur Ortsgeschichte.

TAGUNG ZUM AUSSERFERN. Den Auftakt machte Klaus Wankmüller mit seinem Vortrag über den „Bayrischen Rummel“ mit Schwerpunkt auf Ehrenberg. Margarethe Kirchmayer informierte über die Ur- und Frühgeschichte sowie über neueste Funde. Richard Lipp referierte über die Reuttener Stadterhebung. Johannes Pirchner stellte seine Forschungen zur Geschichte der Reichsritterschaft Vils vor. So erhielten die Teilnehmer Einblicke in unterschiedliche historische Themen und Forschungen aus dem Bezirk.

BEDEUTUNG FÜR DIE REGION. Reuttes Bürgermeister Günter Salchner überbrachte die Grußworte der Stadtgemeinde und hob die Bedeutung der Chronikarbeit für die Region hervor. Unter den Anwesenden waren Landeschronist David Abendstein und Bernhard Mertelseder, Südtirols Landeschronist Wolfgang Thöni, Margot Pizzini vom Südtiroler Landesarchiv, der Obmann des Kulturausschusses von Reutte, GR Robert Pacher, Museumsvereinsobmann Ernst Hornstein sowie die Vilser Stadtchronisten Paul und Susi Dirr. Zum Mittagessen lud die Stadtgemeinde Reutte in den Salzstadl.

EHRENBERG ERKUNDET. Am Nachmittag führte Armin Walch, Geschäftsführer des Vereins Burgenwelt Ehrenberg, durch die Festungsanlage. Höhepunkt war der neue Hohe Stock. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Entwicklung auf Ehrenberg. Ein Chronist aus Südtirol sagte zu Walch: „So einen Mann wie Sie würden wir auch brauchen, wir hätten ebenso viele  tolle Projekte.“

DANK. Zum Abschluss dankte Bezirkschronist Johannes Pirchner der Stadtgemeinde Reutte, insbesondere Bürgermeister Günter Salchner, für die Ausrichtung des Chronistentags. Sein Dank galt zudem dem Geschäftsführer des Vereins Burgenwelt Ehrenberg, Armin Walch, für die Führung und die Bereitstellung der Räumlichkeiten, Cathrin Brands und ihrem Team vom Salzstadl für die Verpflegung sowie Monique Forcher für die Organisation.

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