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Demo gegen Fernpass-Paket

Trotz Hitze gingen 700 Menschen auf die Straße

Mit einer Demonstration auf der B179 machten zahlreiche Menschen auf ihre Kritik am Fernpass-Paket aufmerksam. Die Bürgerinitiative Gurgltal - Außerfern - Mieminger Plateau fordert einen anderen Umgang mit der Verkehrsentwicklung im Außerfern und setzt sich für nachhaltige Alternativen ein.

Anna Skrbic
29. Juni 2026
Ein langer Demonstrantenzug füllte die B179. Foto: Skrbic

Die Sonne brannte vom Himmel, dennoch versammelten sich am 27. Juni 2026 zahlreiche Menschen, um gegen das Fernpass-Paket und den geplanten Ausbau der B179 zu demonstrieren. Trotz hochsommerlicher Temperaturen ließen sich die Teilnehmer nicht von ihrem Vorhaben abbringen und folgten dem Aufruf der Bürgerinitiative Gurgltal – Außerfern – Mieminger Plateau. Die Demonstration war ordnungsgemäß angemeldet und sollte auf die Anliegen der Initiative sowie die Auswirkungen der geplanten Maßnahmen aufmerksam machen. Der Demonstrationszug startete bei der Klause und führte bis zum Salzsilo. Mit selbst gestalteten Schildern und Transparenten machten die Teilnehmer auf ihre Anliegen aufmerksam. Am Ziel angekommen, fand die Veranstaltung mit mehreren Redebeiträgen ihren Abschluss.

SICHERHEITSMASSNAHMEN. Damit die Demonstration trotz der hochsommerlichen Temperaturen sicher stattfinden konnte, passten die Organisatoren das Programm kurzfristig an. Die ursprünglich geplante Marschroute wurde um rund 1,5 Kilometer verkürzt und der Startpunkt von der Wollspinnerei Wagner zur Klause verlegt. Mehr als 100 Flaschen Trinkwasser standen kostenlos bereit. Zusätzlich sorgten Pavillons und schattige Bereiche am Ziel für Abkühlung. Auch die Redebeiträge wurden so organisiert, dass sich die Teilnehmer möglichst im Schatten aufhalten konnten. ANLIEGEN DER INITIATIVE. Die Bürgerinitiative Gurgltal – Außerfern – Mieminger Plateau richtet sich gegen den geplanten Scheiteltunnel sowie einen weiteren Ausbau der Fernpassstraße. Nach Ansicht der Initiative würde zusätzlicher Straßenbau das Verkehrsproblem langfristig nicht lösen, sondern weiteren Transitverkehr begünstigen. Stattdessen fordert sie unter anderem eine Reduktion des Verkehrsaufkommens, mehr Transparenz bei den Planungen sowie eine stärkere Einbindung der betroffenen Bevölkerung. Darüber hinaus spricht sie sich für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und langfristige Lösungen zur Entlastung der Region aus. Nach Angaben der Initiative sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die sowohl die Verkehrsbelastung verringern als auch die Lebensqualität der Menschen in der Region langfristig verbessern. Unterstützung erhielt die Demonstration auch von der politischen Opposition. Die Freiheitlichen waren mit LA Alexander Gamper, Bezirksparteiobmann Vinzenz Schedle und Reuttes Gemeinderätin Daniela Weirather stark vertreten. Für die Grünen waren neben Bezirkssprecherin Gemeinderätin Margit Dablander auch Klubobmann Gebi Mair und LA Zeliha Arslan angereist. Die Liste Fritz war mit Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider, Bezirkssprecherin Maria Zwölfer und Heiterwangs Gemeinderat Hermann Fasser vertreten. Auch die NEOS zeigten mit Bezirkskoordinator Markus Moll Präsenz. Ebenso waren mit Reuttes Bürgermeister Günter Salchner und Weißenbachs Vizebürgermeister Hanspeter Forcher auch Gemeindevertreter präsent.

ANREISE & ABLAUF. Viele Teilnehmer reisten bewusst klimafreundlich zur Demonstration an. Zahlreiche Menschen kamen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, andere bildeten Fahrgemeinschaften oder nutzten den RegioFlink. Für die Dauer der angemeldeten Demonstration war die B179 zwischen 10 und 12 Uhr gesperrt. Auch die Hahntennjochstraße war in diesem Zeitraum für den Verkehr gesperrt. Trotz der Einschränkungen verlief die Veranstaltung ruhig und geordnet. Nach den Redebeiträgen am Salzsilo löste sich die Versammlung planmäßig auf.

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