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Der Bezirk Reutte startet durch

Millionen-Spritze für die Wirtschaft im Außerfern

Mit 2,5 Millionen Euro pro Jahr setzt das Land Tirol ein kraftvolles Zeichen für einen starken Bezirk und dessen florierende Wirtschaft. Das Besondere der Außerfernförderung besteht darin, dass sie ohne Umwege direkt bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt.
26. Mai 2026 | von Bruno Dengg
Der Bezirk Reutte startet durch
Der Bezirk Reutte startet durch. LH Mattle und WK-Obmann Christian Strigl präsentierten die Außerfernförderung.Foto: Land Tirol/Fitsch
Starke Regionen sind das Fundament einer krisenfesten Wirtschaft. Um globale Herausforderungen zu meistern und lokale Standortnachteile gezielt auszugleichen, braucht es maßgeschneiderte Regionalwirtschaftsprogramme. Das Land Tirol setzt mit der neuen Außerfernförderung einen wegweisenden Schritt.

LH ANTON MATTLE… präsentierte zusammen mit Christian Strigl, dem Obmann der WK Reutte, und Günther Frischmann, Abteilung Wirtschaftsförderung des Landes, vergangenen Mittwochnachmittag die Details des regionalen Programms.  „Wir wollen mit der Außerfernförderung heimische Betriebe stärken und Arbeitsplätze sichern, indem wir das Einkaufen im Bezirk Reutte fördern und unterstützen. Die Außerfernerinnen und Außerferner profitieren künftig von jährlichen Regionalwährungsgutscheinen und die regionale Wirtschaft profitiert von einem Volumen von rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr. In einem Regionalwirtschaftsprogramm erhöhen wir die Kaufkraft des ganzen Bezirks und entlasten die Außerferner Haushalte bei ihren Einkäufen“, betonte LH Mattle.

UMSETZUNG EASY. Christian Strigl, Obmann der WK, bedankte sich beim Land für das innovative Regionalförderprogramm und stellte Überlegungen an, was man mit rund 75 Euro pro Person alles machen könne. Seine Vorschläge reichten von zweimal Essengehen, viermaligem Besuch der Burgenwelt bis hin zu zwei Harmonikakursen. Wichtig für ihn sei, dass die Förderung in der Region bleibe. „Wir laden alle Betriebe ein,  Akzeptanzstelle für das Programm zu werden.“ Die Umstellung sei „easy“ und bei Problemen helfe die WK gerne weiter und biete entsprechende Unterstützung. „Dass dieses Projekt nun auf Schiene ist, ist ein Ausrufezeichen für einen Bezirk, dessen Bedeutung durch die Förderung nochmals untermauert wird“, erklärte Strigl.

ECKPUNKTE DER AUSSERFERNFÖRDERUNG. Jeder Haushalt mit Hauptwohnsitz im Bezirk Reutte hat einmal im Jahr Anspruch auf die Außerfernförderung, die Registrierung vorausgesetzt die ab Juli 2026 möglich sein wird. Entsprechende Informationen erhalten alle Haushalte mittels Postwurf, sodass das Procedere mittels QR-Code bzw. Link auf der Website www.tirol.gv.at/ausserfernfoerderung unkompliziert sein dürfte. Nach erfolgreicher Registrierung werden ab September die Gutscheinkarten per RSb-Brief den Haushalten übermittelt. Gleich danach kann in den Akzeptanzbetrieben bereits eingekauft werden. Die Höhe richtet sich nach der Haushaltsgröße: Ein-Personenhaushalte erhalten jährlich 150 Euro, jene mit zwei Personen 200 und ab drei Personen gibt es 290 Euro.

ACHTUNG. Das Guthaben gilt nur bis zum jeweiligen Jahresende und verfällt mit 31. Dezember. Für das Jahr 2026 werde laut LH Mattle der gesamte Förderbetrag ausbezahlt und nicht aliquotiert. Günther Frischmann von der Förderabteilung betonte: „Es ist empfehlenswert, die Gutscheinkarte selbst nicht zu entsorgen, damit das Guthaben für das darauffolgende Kalenderjahr wieder auf dieselbe Karte geladen werden kann. Ab September gibt es eine Übersicht aller Akzeptanzbetriebe.“

KEIN ZUSAMMENHANG MIT FERNPASS. Einen kausalen Zusammenhang zwischen der Bemautung des Fernpasses und den Gutscheinen sieht LH Mattle nicht, denn die Außerfernförderung müsse entkoppelt von der Fernpassproblematik gesehen werden. Sollte jedoch die landeseigene Fernpassstraßen GmbH Akzeptanzbetrieb der Außerfernförderung sein, dann könne der Gutschein auch dort verwendet werden.

AKTUELLES AM RANDE. Angesprochen auf das Thema Schülerheim in Reutte gab LH Mattle das Wort an WK Obmann Strigl weiter, der ausführte: „Das von der Wirtschaft geforderte Lehrlings- und Schülerheim darf nicht zum Spielball der Parteien werden. Ich erwarte mir in dieser für den gesamten Bezirk wichtigen Angelegenheit einen Zusammenhalt über alle Parteigrenzen hinweg. Das Beispiel der HTL Reutte zeigt, dass gemeinsame Anstrengungen von Erfolg gekrönt sind und ich bin mir sicher, dass wir in naher Zukunft zu einer Einigung über Standort und Finanzierung kommen werden.“

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