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Der Protest geht weiter

Die zweite Kundgebung am Katzenberg brachte erneut zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen

Mit einer weiteren Demonstration am Katzenberg setzte die Bürgerinitiative Gurgltal – Außerfern – Mieminger Plateau am 1. August ein erneutes deutliches Zeichen gegen das Fernpass-Paket. Wie schon bei der ersten Demonstration versammelten sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um ihren Protest gegen das Projekt zum Ausdruck zu bringen.

4. August 2026
Vertreterinnen und Vertreter der Oppositionsparteien waren zur Demo auf den Katzenberg gekommen und führten vor Ort Gespräche mit den Teilnehmenden an der zweiten Kundgebung gegen das Fernpass-Paket. Foto: Skrbic
Foto: Robert Pacher
Schon vor der ersten Kundgebung am 27. Juni war klar, dass es nicht bei einer einzigen Demonstration bleiben würde. „Wir machen so viele Demonstrationen, wie es braucht”, sagte Margit Dablander. Das Ziel sei weiterhin, Druck auf die Landesregierung auszuüben und einen Dialog mit der Bevölkerung einzufordern.

GESPRÄCHE VOR ORT. An der Demonstration am 1. August nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Oppositionsparteien teil. Sie richteten sich mit kurzen Ansprachen an die Besucherinnen und Besucher, beantworteten deren Fragen und standen während der gesamten Veranstaltung für persönliche Gespräche zur Verfügung. Auch das Publikum hatte die Möglichkeit, seine Anliegen, Anregungen und Fragen einzubringen, wodurch ein offener und respektvoller Austausch entstand. Die Fragerunde wurde von vielen genutzt, um ihre Sichtweisen und Bedenken unmittelbar anzusprechen. Der VP-Klubobmann und Landesgeschäftsführer LA Florian Klotz hatte im Vorfeld angekündigt, das Demonstrationsrecht zu respektieren und vor Ort das Gespräch mit den Demonstrierenden zu suchen. Am eigentlichen Protestzug nahm er jedoch nicht teil, da er die Umsetzung des Fernpass-Pakets unterstützt.

KRITIK AN DER MAUT. Ein zentraler Kritikpunkt der Bürgerinitiative ist nach wie vor die geplante Maut. Aus Sicht der Initiative würde diese insbesondere die Bevölkerung des Außerferns finanziell belasten, da Fahrten in den Tiroler Zentralraum und die Landeshauptstadt Innsbruck künftig nur noch über eine mautpflichtige Strecke möglich wären. Gleichzeitig bezweifelt die Initiative, dass das Fernpass-Paket langfristig zu einer nachhaltigen Verkehrsentlastung führen wird. Sie befürchtet stattdessen zusätzlichen Transitverkehr und eine weitere Belastung für die Gemeinden entlang der Fernpassroute. Die Maut ist für die Bürgerinitiative weiterhin einer der wesentlichsten Kritikpunkte am Gesamtprojekt. Zudem besteht die Sorge, dass das 7,5-Tonnen-Limit für den Ziel- und Quellverkehr durch die geplanten Maßnahmen entfallen könnte. Dadurch wird ein deutlicher Anstieg des Lkw-Verkehrs auf der B 179 befürchtet. In diesem Zusammenhang wird auch die Stellungnahme des EU-Generalanwalts zu den sektoralen Fahrverboten am Brenner als kritisch gesehen.
Die Demonstration am 1. August verlief respektvoll und geordnet. Wie bereits bei der ersten Kundgebung stellten die Organisatoren ausreichend Wasser bereit und sorgten angesichts der sommerlichen Temperaturen für genügend Schatten. Insgesamt bot die Veranstaltung den Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren, Fragen zu stellen und mit den anwesenden Politikerinnen und Politikern persönlich ins Gespräch zu kommen.

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