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Durchfahrtsverbote im Allgäu kommen

Schilder für Ausweichverkehr im südlichen Ostallgäu wurden ab 13. Februar montiert

Im südlichen Ostallgäu wurden ab Freitag, 13. Februar, die neuen Straßenschilder für die Durchfahrtsverbote aufgestellt. Zuständig sind die jeweiligen Straßenbaulastträger, darunter das Staatliche Bauamt Kempten, die Tiefbauverwaltung des Landkreises Ostallgäu sowie die Gemeinden Füssen und Nesselwang.
17. Feber 2026 | von Johannes Pirchner
Durchfahrtsverbote im Allgäu kommen<br />
Bauhof Mitarbeiter Michael Hof und Landrätin Maria Rita Zinnecker mit den neuen Verkehrsschildern für die Abfahrverbote von der A7.
Foto: Landkreis Ostallgäu/Benjamin Schäling
Ziel ist es, den Ausweichverkehr bei Stau auf der A 7 zwischen Nesselwang und dem Grenztunnel Füssen deutlich zu reduzieren. Aus Tirol kommen Lob und Zustimmung für diese Maßnahme.

KLARE REGELUNG. Mit der Lieferung der Schilder werde eine behördliche Entscheidung nun sichtbar umgesetzt, betont Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Mit der Lieferung der Schilder wird aus der Allgemeinverfügung des Landratsamtes jetzt konkrete Realität auf der Straße“, so Zinnecker. In den vergangenen Monaten sei intensiv geplant und abgestimmt worden, nun folge der nächste Schritt.

WAS SOLL BEWIRKT WERDEN? Die Verbote sollen künftig klar erkennbar machen, welche Strecken bei Rückstau auf der A 7 nicht mehr als Ausweichrouten genutzt werden dürfen. Damit richtet sich die Maßnahme vor allem an Durchreisende, die bei Stau bislang auf Ortsdurchfahrten und Gemeindestraßen ausgewichen sind. „Damit senden wir ein deutliches Signal an Durchreisende, bei Stau auf der Autobahn nicht mehr durch die Orte im südlichen Ostallgäu auszuweichen. Das wird die Belastung für die Anwohner spürbar verringern und die Lebensqualität in den betroffenen Gemeinden weiter stärken“, erklärt die Landrätin.

ZUSTÄNDIGKEITEN GEREGELT. Die praktische Umsetzung erfolgt abgestimmt nach Straßentyp. Für die betroffenen Bundes- und Staatsstraßen ist das Staatliche Bauamt Kempten verantwortlich. Die Kreisstraßen fallen in den Aufgabenbereich der Tiefbauverwaltung des Landkreises Ostallgäu, während die Stadt Füssen und der Markt Nesselwang die Beschilderung auf Gemeindestraßen übernehmen. Mit der einheitlichen Kennzeichnung soll Rechtsklarheit geschaffen werden. Verkehrsteilnehmer erhalten damit eine eindeutige Orientierung, welche Routen im Falle von Autobahnstaus nicht mehr befahren werden dürfen. Die Behörden setzen dabei auf eine konsequente Umsetzung, um die Verkehrsströme auf der Hauptverkehrsachse zu halten.

GRENZÜBERSCHREITENDE PERSPEKTIVE. Auch aus Tirol kommt Zustimmung. Landesrat René Zumtobel verweist auf Parallelen zu bestehenden Maßnahmen im Außerfern und sieht einen wichtigen Schritt in Richtung Entlastung der Bevölkerung beiderseits der Grenze:  „Es ist sehr erfreulich, dass unsere Nachbarn im Allgäu nun dem Tiroler Vorbild folgen und auch Fahrverbote für den Ausweichverkehr umsetzen. Die durch die Navigationsgeräte geleiteten, oft ortsunkundigen Fahrzeuglenkerinnen- und lenker werden durch die Fahrverbote im Allgäu auf der Hauptverkehrsroute gehalten und damit das Ausweichen auf Schleichwege, schmale Ortsdurchfahrten oder Gemeindestraßen großteils verhindert. Wir werden uns weiterhin grenzüberschreitend dafür einsetzen, die Verkehrssituation im Außerfern und im Allgäu laufend zu verbessern. Eine verkehrliche Optimierung der deutschen Grenzkontrollen würde beispielsweise den Rückstau beim Rückreiseverkehr in Fahrtrichtung Norden reduzieren und damit Ausweichverkehr im Bereich Musau verhindern. Verkehr endet nicht an Grenzen, weshalb wir gemeinsam mit unseren Nachbarn weiter an Lösungen arbeiten werden, um die betroffene Bevölkerung zu entlasten.“

GESPRÄCHE WIRKEN. Sowohl die Allgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker als auch Landesrat René Zumtobel sehen eine unmittelbare Entlastung für ihre Regionen auf beiden Seiten der Grenze.  Die weitere Abstimmung zwischen Bayern und Tirol  stellt einen Faktor für Verbesserungen entlang der stark frequentierten Transitstrecke A7 und B179 dar.

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