Ehrwald trotzte Murenabgang
Geröll-Lawine auf der Gamskar-Piste im Wettersteingebiet blieb ohne schlimmere Folgen
21. Juli 2025 | von
Juliane Wimmer
Es ist gerade elf Monate her, seitdem sich im Bereich des Gamskars Geröllmassen den Weg ins Tal bahnten und den oberen Teil des Gamskarliftes begruben.
MURENVERLAUF. Nun war es wieder so weit. Schlagwetter sorgte am Wetterstein für Sturm und Starkregen. Schräg links unterhalb des Schneefernerkopfes sammelte sich das Wasser in einer Art Stein-Trichter, bevor es mit einem riesigen Schwall den Berg hinunterschoss und alles mit sich riss. Im Gegensatz zur letzten Mure im August 2024 machte die Geröll-Lawine diesmal ab der Baumgrenze eine kleine Kurve durch den Schutzwald, bevor sie sich auf die Skipiste ergoss und erst kurz hinter der Gamsalm wieder zum Stoppen kam. Das Wasser floss nach einer leichten Linkskurve rechts durch den Wald weiter und kam kurz vor dem Camping-Platz am Dorfanfang raus. Sofort errichtete Sandsäcke leiteten das Wasser über die Straße in die Kanäle ab.
EINSATZKRÄFTE. Dass kein Mensch verletzt und auch die Gamsalm mit „einem blauen Auge“ davon kam, ist u. a. den engagierten Rettungskräften vor Ort zu verdanken. Bürgermeis-ter Markus Köck erklärte im Telefonat mit der RUNDSCHAU: „Ca. 18.30 Uhr ging der Notruf ein. Nur 15 Minuten später waren Bergrettung, Feuerwehr, Bagger zum Schutzwallerrichten vor Ort.“ Auch OBM Andreas Kerber, der Samstag und Sonntag den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Ehrwald leitete, berichtete von der schnellen und guten Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Erdbau-Firmen, Vereinen und freiwilligen Helfern. „Sobald wir vor Ort waren, haben wir mit den Arbeiten an einem Schutzwall für die Gamsalm begonnen. Später machten wir den Weg zur Alm wieder frei und entfernten den Schlamm vom vorderen Terrassen-Bereich der Hütte.“
DIE GAMSALM. Als die Mure die Skipiste hinunterkam, feierte auf der Gamsalm eine Gesellschaft von ca. 60 Leuten eine Hochzeit im hinteren Anbau gelegenen Hochzeitssaal. Diese war – wie Rettungskräfte der RUNDSCHAU berichteten – nie wirklich in Gefahr und musste – entgegen anders lautender Pressemitteilungen - NICHT evakuiert werden. Tatsächlich entschloss man sich, weiterzufeiern. Darüberhinaus mutmassten Einsatzkräfte vor Ort, dass der oberhalb des Lokals gelegene, hügelige Funpark vermutlich auch dafür gesorgt hatte, dass die Mure auf der Skipiste blieb und keine Gebäude zerstörte. Nur der Spielplatz oberhalb der Alm wurde von herabrollenden Steinen getroffen. Die Gamsalm selbst hatte Sonntag wie immer geöffnet, als ich gegen Mittag den Ort des Geschehens besuchte.
DISKUSSION. An Tag eins nach dem Murenabgang arbeiteten zwei Bagger nach wie vor am Schutzwall und an der Beseitigung des Gerölls auf Piste und Wegen. Einsatzkräfte und etliche freiwillige Helfer sowie Gäste stärkten sich auf der Außenterasse der Gamsalm. Die Stimmung war recht gelassen. Zum Schlimmsten ist es nicht gekommen, es wurde innerhalb kürzester Zeit schon viel zur Beseitigung der Schäden geleistet. Doch die Diskussion um Schutz und Gefahrenabwendung wurde an vielen Tischen geschäftig geführt. „Es wird Gespräche mit dem Land Tirol und allen Betroffenen geben“, klärte Bürgermeister Köck am Telefon auf, „dann sehen wir weiter.“ Für die ältere Generation ist die Diskussion nichts Neues. Der „Wetterstein“ fängt seit jeher Unwetter, Wolken oder starke Winde ab. Wichtig sei, dass man diesen Gefahren entsprechend begegnen könne. Eine Herausforderung, die seit den beiden großen Muren innerhalb eines Jahres wieder dringlicher erscheint.
MURENVERLAUF. Nun war es wieder so weit. Schlagwetter sorgte am Wetterstein für Sturm und Starkregen. Schräg links unterhalb des Schneefernerkopfes sammelte sich das Wasser in einer Art Stein-Trichter, bevor es mit einem riesigen Schwall den Berg hinunterschoss und alles mit sich riss. Im Gegensatz zur letzten Mure im August 2024 machte die Geröll-Lawine diesmal ab der Baumgrenze eine kleine Kurve durch den Schutzwald, bevor sie sich auf die Skipiste ergoss und erst kurz hinter der Gamsalm wieder zum Stoppen kam. Das Wasser floss nach einer leichten Linkskurve rechts durch den Wald weiter und kam kurz vor dem Camping-Platz am Dorfanfang raus. Sofort errichtete Sandsäcke leiteten das Wasser über die Straße in die Kanäle ab.
EINSATZKRÄFTE. Dass kein Mensch verletzt und auch die Gamsalm mit „einem blauen Auge“ davon kam, ist u. a. den engagierten Rettungskräften vor Ort zu verdanken. Bürgermeis-ter Markus Köck erklärte im Telefonat mit der RUNDSCHAU: „Ca. 18.30 Uhr ging der Notruf ein. Nur 15 Minuten später waren Bergrettung, Feuerwehr, Bagger zum Schutzwallerrichten vor Ort.“ Auch OBM Andreas Kerber, der Samstag und Sonntag den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Ehrwald leitete, berichtete von der schnellen und guten Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Erdbau-Firmen, Vereinen und freiwilligen Helfern. „Sobald wir vor Ort waren, haben wir mit den Arbeiten an einem Schutzwall für die Gamsalm begonnen. Später machten wir den Weg zur Alm wieder frei und entfernten den Schlamm vom vorderen Terrassen-Bereich der Hütte.“
DIE GAMSALM. Als die Mure die Skipiste hinunterkam, feierte auf der Gamsalm eine Gesellschaft von ca. 60 Leuten eine Hochzeit im hinteren Anbau gelegenen Hochzeitssaal. Diese war – wie Rettungskräfte der RUNDSCHAU berichteten – nie wirklich in Gefahr und musste – entgegen anders lautender Pressemitteilungen - NICHT evakuiert werden. Tatsächlich entschloss man sich, weiterzufeiern. Darüberhinaus mutmassten Einsatzkräfte vor Ort, dass der oberhalb des Lokals gelegene, hügelige Funpark vermutlich auch dafür gesorgt hatte, dass die Mure auf der Skipiste blieb und keine Gebäude zerstörte. Nur der Spielplatz oberhalb der Alm wurde von herabrollenden Steinen getroffen. Die Gamsalm selbst hatte Sonntag wie immer geöffnet, als ich gegen Mittag den Ort des Geschehens besuchte.
DISKUSSION. An Tag eins nach dem Murenabgang arbeiteten zwei Bagger nach wie vor am Schutzwall und an der Beseitigung des Gerölls auf Piste und Wegen. Einsatzkräfte und etliche freiwillige Helfer sowie Gäste stärkten sich auf der Außenterasse der Gamsalm. Die Stimmung war recht gelassen. Zum Schlimmsten ist es nicht gekommen, es wurde innerhalb kürzester Zeit schon viel zur Beseitigung der Schäden geleistet. Doch die Diskussion um Schutz und Gefahrenabwendung wurde an vielen Tischen geschäftig geführt. „Es wird Gespräche mit dem Land Tirol und allen Betroffenen geben“, klärte Bürgermeister Köck am Telefon auf, „dann sehen wir weiter.“ Für die ältere Generation ist die Diskussion nichts Neues. Der „Wetterstein“ fängt seit jeher Unwetter, Wolken oder starke Winde ab. Wichtig sei, dass man diesen Gefahren entsprechend begegnen könne. Eine Herausforderung, die seit den beiden großen Muren innerhalb eines Jahres wieder dringlicher erscheint.









