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Eine Osterbotschaft zum Fernpass-Paket

Katholiken und Evangelische votieren für eine geeignete Form der Mitbestimmung

Die katholischen und evangelischen Seelsorger im Außerfern haben eine Stellungnahme zum „Fernpass-Paket“ der Tiroler Landesregierung abgegeben. Das Maßnahmenpaket umfasst unter anderem eine zweite Röhre beim Lermooser Tunnel, den Fernpass-Scheiteltunnel sowie Maut und Gutscheine für die Außerferner Bevölkerung. Die Diskussion darüber wird seit der Vorstellung geführt.
31. März 2026 | von Johannes Pirchner
Eine Osterbotschaft zum Fernpass-Paket<br />
Pfarrer Michael Jäger (evangelische Pfarrgemeinde Reutte) und Dekan Franz Neuner (katholisches Dekanat Breitenwang) nahmen Stellung zum Fernpass-Paket. Foto: RS-Archiv/ Pirchner
In ihrer Stellungnahme beobachten die christlichen Seelsorger eine breite und unterschiedliche Meinungslandschaft in der Bevölkerung. Sie sehen insbesondere die direkte Betroffenheit der Menschen im Bezirk als zentralen Punkt der Debatte.

UNTERSCHIEDLICHE SICHTEN. Während ein Teil der Bevölkerung das Paket als wichtige Sicherung der verkehrsmäßigen Anbindung an die Landeshauptstadt bewertet, äußern andere deutliche Bedenken. Kritisch gesehen sieht dieser Teil der Bevölkerung vor allem, dass die Maßnahmen keine ausreichende Verringerung der Verkehrsbelastung und der häufigen Staus auf der Fernpassbundesstraße bringen könnten. Zudem wird befürchtet, dass der geplante Scheiteltunnel die Strecke für Transitreisende und den Lkw-Verkehr attraktiver machen könnte. Auch die vorgesehene Maut sorgt für Kritik, da sich viele Menschen dadurch von anderen Landesteilen ausgeschlossen fühlen.

SORGEN VOR ORT. Besonders Menschen entlang der Fernpassroute sehen ihre zukünftige Lebensqualität gefährdet. Die Seelsorger halten fest, dass die geäußerten Bedenken aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen und Initiativen kommen und somit ein breites Stimmungsbild widerspiegeln. Aus ihrer Sicht betreffen die geplanten Maßnahmen das heutige und zukünftige Leben der Menschen unmittelbar. Daher sei es aus Sicht der beiden christlichen Konfessionen notwendig, die betroffene Bevölkerung stärker in Entscheidungsprozesse einzubinden.

FORDERUNG NACH BETEILIGUNG. Konkret sprechen sich die Seelsorger dafür aus, die Bevölkerung in den Bezirken Reutte und Imst vor der Umsetzung besser anzuhören. Sie befürworten eine Volksbefragung oder eine andere geeignete Form der Beteiligung, um die Meinung der Betroffenen einzuholen. Die Stellungnahme wurde von Dekan Franz Neuner und Dekanatsassistent Alois Gedl im Namen der Dekanatskonferenz und des Dekanatsrates im Dekanat Breitenwang sowie von Pfarrer Michael Jäger im Namen des Presbyteriums der evangelischen Pfarrgemeinde Reutte unterzeichnet.

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