Fußgängerzone light
Der Reuttener Untermarkt wird ab Juni zum Teilzeit-Boulevard
1. Juni 2026 | von
Bruno Dengg
Der Untermarkt zeigt sich von seiner schönsten Seite und soll als attraktive temporäre Fußgängerzone die Besucher zum Verweilen, Flanieren und Genießen einladen. Foto: Dengg
Was macht eine Stadt eigentlich lebenswert? Es ist nicht der Durchgangsverkehr, sondern die Momente des Verweilens. Ziel sollte es sein, den Asphalt zurückzuerobern und Raum für das zu schaffen, was im Alltag der Menschen sehr oft zu kurz kommt: Begegnung. Die temporäre „Fuzo“ soll zu einem echten Publikumsmagneten und zum Treffpunkt für Jung und Alt sowie für Einheimische und Gäste gleichermaßen werden. Eine leere Straße ist jedoch noch lange keine Fußgängerzone, im Gegenteil, der stille Raum öffnet für die Besucherinnen und Besucher große Wünsche nach Gastronomie mit gemütlichen „Schanigärten“, Kultur und Musik sowie kleinere Events und Feste, die Vielfalt zeigen und Menschen anlocken.
DIE STIMMEN DER STAKEHOLDER ZUR FUZO. Als ich vergangene Woche einen Vorablokalaugenschein im Untermarkt absolvierte, hatte ich die Möglichkeit, über die temporäre Zone mit einigen Stakeholdern zu sprechen und deren Meinung einzuholen.
ANDRÉ SCHÜTTER, KAUFMANN. „Ich persönlich sehe für mein Geschäft bei der Einführung keine Probleme. Eine ganzjährige Zone wäre jedoch aus Unternehmersicht abzulehnen. Mit der „Probephase“ kann ich leben. Der so häufig angestellte Vergleich mit Füssen hinkt, da dort der Tourismus einen anderen Stellenwert hat.
JOHANNES SEITZ, JUWELIERDIE STIMME AUS DEM OBERMARKT. „Auch wenn ich nicht unmittelbar betroffen bin, finde ich die temporäre Fuzo einen guten Versuch, der am Ende evaluiert werden sollte. Meiner Meinung nach wäre über das Jahr hinweg einmal pro Monat eine Testphase aussagekräftiger. Zudem sollten sowohl Anrainer als auch die Unternehmen miteinbezogen werden.“
EIN KAUMANN AUS DEM UNTERMARKT. „Ich sehe die temporäre Zone als eine gute Lösung, die ausprobiert und evaluiert werden sollte. Mich schränkt die Fuzo an Wochenenden und Feiertagen nicht ein. Gastronomie und Anrainer müssen ins Boot geholt werden. Gedanken über eine ganzjährige Zone sollten vom Tisch sein.“
ALEXANDER WASLE, ARCHITEKT UND OBMANN-STV. DES VEREINS „REUTTE GESTALTEN“.„Reutte war nie eine Flaniermeile und wird auch keine werden. Deshalb befürwortet der Verein die beschlossene temporäre Fuzo. Allerdings wird es eine „Knochenarbeit“ werden, den Untermarkt zu revitalisieren. Dabei müssten der Stadtpark sowie der Bereich rund um die LMS miteinbezogen werden. Für mich gilt: Weg von Tablets und Multimedia, hinein in eine „Spielwiese“ für Familien, für Jung und Alt sowie für Gäste. Zur Belebung bedarf es vielfältiger Ansätze: Kreativität der Bespielmöglichkeit, diverser Veranstaltungen, Bewerbung der Fuzo, Anpassung von Hotellerie, Gastronomie und Kaffeehäusern sowie die Suche nach dem Dialogs mit Anrainern, Unternehmern und Besuchern. Der Verein „Reutte Gestalten“ wird sich zu diesem Thema gerne einbringen.
REUTTES BÜRGERMEISTER GÜNTER SALCHNER. Freut sich über die Entscheidung des Gemeinderats und meint dazu: „Ob die Bevölkerung die verkehrsfreie Zone an Wochenenden nutzt, wird sich bald weisen. Es bedarf jedoch noch großer Aufklärungsarbeit bzw. des intensiven Dialogs mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Stadtgemeinde wird jeden Haushalt aufsuchen und Sondergenehmigungen verteilen. Ich hoffe, dass das Experiment positiv verläuft und die beruhigte Zone alle zum Flanieren, Eis essen, Besuch von Veranstaltungen, usw. einlädt. Dabei ist u.a. die Gastro gefordert, den entstandenen freien Raum zu bespielen. Für Samstage dürfte von Anfang an reges Interesse bestehen, Sonntage hingegen anfänglich etwas ruhiger verlaufen.“
KAUFMANNSCHAFTSOBFRAU MONIKA LECHENBAUER-THURNER. „Die Betriebe haben sich vor zwei Jahren positiv für die temporäre Zone ausgesprochen, was sehr erfreulich ist. Die Kaufmannschaft mischt sich nicht in die Politik ein und ist der Meinung, dass es die Angelegenheit jedes einzelnen Unternehmens ist, hier mitzumachen oder nicht. Es kann nur positiv gesehen werden, wenn aus dieser Idee Wachstum für Reutte generiert werden kann.“
DIE STIMMEN DER STAKEHOLDER ZUR FUZO. Als ich vergangene Woche einen Vorablokalaugenschein im Untermarkt absolvierte, hatte ich die Möglichkeit, über die temporäre Zone mit einigen Stakeholdern zu sprechen und deren Meinung einzuholen.
ANDRÉ SCHÜTTER, KAUFMANN. „Ich persönlich sehe für mein Geschäft bei der Einführung keine Probleme. Eine ganzjährige Zone wäre jedoch aus Unternehmersicht abzulehnen. Mit der „Probephase“ kann ich leben. Der so häufig angestellte Vergleich mit Füssen hinkt, da dort der Tourismus einen anderen Stellenwert hat.
JOHANNES SEITZ, JUWELIERDIE STIMME AUS DEM OBERMARKT. „Auch wenn ich nicht unmittelbar betroffen bin, finde ich die temporäre Fuzo einen guten Versuch, der am Ende evaluiert werden sollte. Meiner Meinung nach wäre über das Jahr hinweg einmal pro Monat eine Testphase aussagekräftiger. Zudem sollten sowohl Anrainer als auch die Unternehmen miteinbezogen werden.“
EIN KAUMANN AUS DEM UNTERMARKT. „Ich sehe die temporäre Zone als eine gute Lösung, die ausprobiert und evaluiert werden sollte. Mich schränkt die Fuzo an Wochenenden und Feiertagen nicht ein. Gastronomie und Anrainer müssen ins Boot geholt werden. Gedanken über eine ganzjährige Zone sollten vom Tisch sein.“
ALEXANDER WASLE, ARCHITEKT UND OBMANN-STV. DES VEREINS „REUTTE GESTALTEN“.„Reutte war nie eine Flaniermeile und wird auch keine werden. Deshalb befürwortet der Verein die beschlossene temporäre Fuzo. Allerdings wird es eine „Knochenarbeit“ werden, den Untermarkt zu revitalisieren. Dabei müssten der Stadtpark sowie der Bereich rund um die LMS miteinbezogen werden. Für mich gilt: Weg von Tablets und Multimedia, hinein in eine „Spielwiese“ für Familien, für Jung und Alt sowie für Gäste. Zur Belebung bedarf es vielfältiger Ansätze: Kreativität der Bespielmöglichkeit, diverser Veranstaltungen, Bewerbung der Fuzo, Anpassung von Hotellerie, Gastronomie und Kaffeehäusern sowie die Suche nach dem Dialogs mit Anrainern, Unternehmern und Besuchern. Der Verein „Reutte Gestalten“ wird sich zu diesem Thema gerne einbringen.
REUTTES BÜRGERMEISTER GÜNTER SALCHNER. Freut sich über die Entscheidung des Gemeinderats und meint dazu: „Ob die Bevölkerung die verkehrsfreie Zone an Wochenenden nutzt, wird sich bald weisen. Es bedarf jedoch noch großer Aufklärungsarbeit bzw. des intensiven Dialogs mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Stadtgemeinde wird jeden Haushalt aufsuchen und Sondergenehmigungen verteilen. Ich hoffe, dass das Experiment positiv verläuft und die beruhigte Zone alle zum Flanieren, Eis essen, Besuch von Veranstaltungen, usw. einlädt. Dabei ist u.a. die Gastro gefordert, den entstandenen freien Raum zu bespielen. Für Samstage dürfte von Anfang an reges Interesse bestehen, Sonntage hingegen anfänglich etwas ruhiger verlaufen.“
KAUFMANNSCHAFTSOBFRAU MONIKA LECHENBAUER-THURNER. „Die Betriebe haben sich vor zwei Jahren positiv für die temporäre Zone ausgesprochen, was sehr erfreulich ist. Die Kaufmannschaft mischt sich nicht in die Politik ein und ist der Meinung, dass es die Angelegenheit jedes einzelnen Unternehmens ist, hier mitzumachen oder nicht. Es kann nur positiv gesehen werden, wenn aus dieser Idee Wachstum für Reutte generiert werden kann.“