Landesjägermeister DI Anton Larcher, die neuen Berufsjäger Maximilian Kieltrunk, Peter Hauser, Manuel Eiblhuber, NR Margit Falkner, BJM WM Martin Hosp (v. l.) bei der Trophäenschau in Reutte. Foto: Tabelander
Am vergangenen Samstagnachmittag wurde die jährliche Pflichttrophäenschau des Bezirks Reutte unter musikalischer Begleitung der Außerferner Jagdhornbläser offiziell eröffnet. Über 500 Personen, darunter viele Ehrengäste, Gäste heimischer Institutionen, die Außerferner Jägerschaft sowie Freunde der Jagd aus nah und fern waren der Einladung gefolgt. Der offizielle Teil am ersten Nachmittag beschäftigte sich mit den Wechselwirkungen in der Natur, dem Wild als integralem Bestandteil des Waldökosystems sowie den Herausforderungen der Hege und Pflege in einem friedlichen Miteinander von Jagd und Naturschutz. „Das Zusammenspiel von Wilddynamik und waldbaulichen Entscheidungen bestimmt letztendlich langfristig über die Gesundheit, Stabilität und Widerstandsfähigkeit unserer Wälder und somit auch über den Lebensraum der Wildtiere“, so die Experten.
SPANNUNGSFELD BEHÖRDEN VS. REVIER. Der oft in der Öffentlichkeit heraufbeschworene Konflikt zwischen Behörden und Jagd hat im Außerfern trotz seiner imposanten Ausprägung an Rotwild nicht jene große Bedeutung wie in den übrigen Bezirken Tirols. Landesjägermeister Anton Larcher betonte in seinen Ausführungen die essenzielle Rolle der Jagd für den Lebensraum und die Notwendigkeit, das Wild trotz des extrem hohen Freizeitdrucks zu schützen. Er fordert deshalb Wildruhezonen, Besucherlenkung und die Annahme der Herausforderungen, die durch den Klimawandel entstehen. Aus der Sicht der Jägerschaft kann das Außerfern allerdings gute Abschusszahlen aufweisen, wofür die 50 hauptberuflichen Jagdschutzorgane verantwortlich zeichnen. Im Bezirk Reutte gibt es derzeit ca. 1.140 inländische sowie 422 ausländische Jagdkartenbesitzerinnen und -besitzer. Der Frauenanteil beträgt dabei ca. 12 % Prozent, mit steigender Tendenz in den letzten Jahren.
Gegensätzliche Interessen bestehen auch auf den Almen und Feldern. Es gilt somit, einen Drahtseilakt zwischen Schäden, die den Ertrag der Bauern bedrohen und einem gesunden Wildbestand zu meistern. Dies erfordert sehr oft diplomatisches Geschick und dauerhaften Dialog, denn nur so gelingt ein positives Miteinander.
DIE JAGD ALS WIRTSCHAFTSFAKTOR. Im Bezirk Reutte stellt sie einen nicht übersehbaren und gewichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Pachteinnahmen fließen direkt in die Kassen der Gemeinden bzw. Agrargemeinschaften, Jagdgäste aus dem In- und Ausland bringen Wertschöpfung in die Gastronomie sowie Hotellerie und lokale Handwerksbetriebe sind ebenfalls Profiteure. Diese beläuft sich auf ca. 15 Mio Euro pro Jahr. 80 % der Jagdpächterinnen und -pächter kommen aus Deutschland, die restlichen aus der Schweiz.
GROSSER BESUCHERANSTURM AM SONNTAG. Die Trophäenschau, zu der an beiden Tagen ca. 2.500 Besucherinnen und Besucher kamen, war eine Ausstellung der Leistungen der Jägerschaft, die diese im vergangenen Jagdjahr in Verbundenheit von Jagdtradition und Naturschutz erbracht haben. Ab 11 Uhr gab es den Jägerfrühschoppen mit Musik. Bis 16 Uhr konnten die interessierten Besucherinnen und Besucher die Trophäen bewundern, sich austauschen sowie von der Vielfalt der Jagd begeistern lassen. Eigene Führungen, gepaart mit einem Quiz, begeisterten am Samstagvormittag die Kids und Jugendlichen.
Alles in allem kann festgehalten werden, dass die Jagd im Außerfern im 21. Jahrhundert, d. h als Dienstleistung an der Natur und der Gesellschaft angekommen ist.
SPANNUNGSFELD BEHÖRDEN VS. REVIER. Der oft in der Öffentlichkeit heraufbeschworene Konflikt zwischen Behörden und Jagd hat im Außerfern trotz seiner imposanten Ausprägung an Rotwild nicht jene große Bedeutung wie in den übrigen Bezirken Tirols. Landesjägermeister Anton Larcher betonte in seinen Ausführungen die essenzielle Rolle der Jagd für den Lebensraum und die Notwendigkeit, das Wild trotz des extrem hohen Freizeitdrucks zu schützen. Er fordert deshalb Wildruhezonen, Besucherlenkung und die Annahme der Herausforderungen, die durch den Klimawandel entstehen. Aus der Sicht der Jägerschaft kann das Außerfern allerdings gute Abschusszahlen aufweisen, wofür die 50 hauptberuflichen Jagdschutzorgane verantwortlich zeichnen. Im Bezirk Reutte gibt es derzeit ca. 1.140 inländische sowie 422 ausländische Jagdkartenbesitzerinnen und -besitzer. Der Frauenanteil beträgt dabei ca. 12 % Prozent, mit steigender Tendenz in den letzten Jahren.
Gegensätzliche Interessen bestehen auch auf den Almen und Feldern. Es gilt somit, einen Drahtseilakt zwischen Schäden, die den Ertrag der Bauern bedrohen und einem gesunden Wildbestand zu meistern. Dies erfordert sehr oft diplomatisches Geschick und dauerhaften Dialog, denn nur so gelingt ein positives Miteinander.
DIE JAGD ALS WIRTSCHAFTSFAKTOR. Im Bezirk Reutte stellt sie einen nicht übersehbaren und gewichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Pachteinnahmen fließen direkt in die Kassen der Gemeinden bzw. Agrargemeinschaften, Jagdgäste aus dem In- und Ausland bringen Wertschöpfung in die Gastronomie sowie Hotellerie und lokale Handwerksbetriebe sind ebenfalls Profiteure. Diese beläuft sich auf ca. 15 Mio Euro pro Jahr. 80 % der Jagdpächterinnen und -pächter kommen aus Deutschland, die restlichen aus der Schweiz.
GROSSER BESUCHERANSTURM AM SONNTAG. Die Trophäenschau, zu der an beiden Tagen ca. 2.500 Besucherinnen und Besucher kamen, war eine Ausstellung der Leistungen der Jägerschaft, die diese im vergangenen Jagdjahr in Verbundenheit von Jagdtradition und Naturschutz erbracht haben. Ab 11 Uhr gab es den Jägerfrühschoppen mit Musik. Bis 16 Uhr konnten die interessierten Besucherinnen und Besucher die Trophäen bewundern, sich austauschen sowie von der Vielfalt der Jagd begeistern lassen. Eigene Führungen, gepaart mit einem Quiz, begeisterten am Samstagvormittag die Kids und Jugendlichen.
Alles in allem kann festgehalten werden, dass die Jagd im Außerfern im 21. Jahrhundert, d. h als Dienstleistung an der Natur und der Gesellschaft angekommen ist.