Artikel teilen
Artikel teilen >

Mehr als ein Kraftwerk

EWR setzen auf mehr Leistung, mehr Natur und eine starke Versorgungssicherheit für das Außerfern

Die Elektrizitätswerke Reutte eröffneten am 18. September gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft das modernisierte Kraftwerk Reutte. Rund 42 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert, das nach zwei Jahren Bauzeit nun 15 Gigawattstunden Strom für rund 4.200 Haushalte liefern kann. Gleichzeitig stand die Feier im Zeichen des 125-jährigen Bestehens der EWR.

21. September 2026
Das neue Kraftwerk verbindet für die Verantwortlichen Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und ökologische Verbesserungen. Fotos: Pirchner

GEMEINSAMES ZIEL. Der kaufmännische EWR-Vorstand Richard Alber bezeichnete das Kraftwerk als wirtschaftliches Fundament und Investition in die Zukunftsfähigkeit des Außerferns. Moderne Projekte müssten mehrere Ziele gleichzeitig erfüllen: Versorgungssicherheit stärken, regionale Wertschöpfung schaffen und verantwortungsvoll mit dem Naturraum umgehen. Genau diesen Anspruch bringe der Leitgedanke des Projekts auf den Punkt: „Mehr Natur, mehr Energie und mehr für die Region“.

GANZ REUTTE KANN VERSORGT WERDEN. Der technische Vorstand Sebastian Freier rückte vor allem die technischen und ökologischen Verbesserungen in den Mittelpunkt. Durch die Modernisierung wurde die Leistung des Kraftwerks um 25 Prozent gesteigert. Mit einer Erzeugung von 15 Gigawattstunden können rund 4.200 Haushalte mit Strom versorgt werden. Aus den bisherigen Kraftwerken Reutte 1 und Reutte 2 entstand mit zwei neuen Maschinen das Kraftwerk Reutte. Von der ersten Idee bis zur Realisierung vergingen neun Jahre, davon sieben Jahre für Planung und Genehmigung und zwei Jahre für den Bau. Gleichzeitig wurde das Projekt genutzt, um den Naturraum aufzuwerten. Flächen wurden der Natur zurückgegeben, Fichtenwald wird schrittweise zu Auwald umgebaut und durch Neophytenmanagement sollen heimische Flora und Fauna gefördert werden

SECHS FUSSBALLFELDER AN NATUR. Der EWR-Aufsichtsratsvorsitzender Univ.-Prof. Dr. Franz Pegger sieht in der Wasserkraft Versorgungssicherheit und Schutz vor starken Preisschwankungen. Volles Vertrauen setzt er dabei in „Judith“ und „Irina“, die beiden neuen Turbinen des Kraftwerks. Die Investition von rund 42 Millionen Euro stärke die regionale Wertschöpfung, zugleich wurden Flächen im Ausmaß von sechs Fußballfeldern an die Natur zurückgegeben. Für Pegger verbindet dieses „Generationenprojekt“ damit Ökonomie und Ökologie.

EIN MARATHON. Reuttes Bürgermeister und EWR-Eigentümervertreter Günter Salchner dankte im Namen der Stadtgemeinde und der Reuttener Bevölkerung allen Beteiligten. Den Kraftwerksbau verglich er mit einem Marathon: ein großer Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen konnte. „Wir wollen raus aus Öl und Gas, hin zu erneuerbarer Energie und aktivem Klimaschutz“, betonte Salchner. Das erneuerte Kraftwerk leiste dazu einen wesentlichen Beitrag und verbinde zugleich Energiegewinnung, Renaturierung und Naherholung.
HISTORISCHE VERANTWORTUNG. Landeshauptmann Anton Mattle verwies auf die Rolle der EWR bei der Elektrifizierung und Industrialisierung des Außerferns. Als Beispiel nannte er die Familie Schwarzkopf, die sich wegen des hohen Energiebedarfs der Wolframproduktion und der verfügbaren Energie für das Außerfern entschieden habe. Die Entwicklung wirke bis heute nach, was sich in der geringen Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent im Außerfern zeige. Mit Blick auf Tirol 2050 betonte er Versorgungssicherheit und Technologieoffenheit. Tirol komme bereits zu 60 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern. LH Mattle sieht den Ausbau der erneuerbaren Energieren positiv, ebenso sieht er in Bürgerintativen ein wichtiges Instrumet demokratischer Teilhabe. Zugleich stellte Mattle aber die Frage, ob man etwas für den Klimaschutz leisten wolle oder nicht: Der Ausbau erneuerbarer Energien sei dafür ein klares Bekenntnis.
Dekan Franz Neuner nahm die Segnung des Kraftwerks vor. „Segen heißt gutheißen, alles, was man nicht gutheißen kann, kann man nicht segnen“, betonte er und erinnerte an den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Schöpfung. Im Anschluss wurde das Kraftwerk offiziell in Betrieb genommen und Besucher hatten die Möglichkeit das Werk zu besichtigen.
Das neue Kraftwerk verbindet für die Verantwortlichen Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und ökologische Verbesserungen.

GEMEINSAMES ZIEL. Der kaufmännische EWR-Vorstand Richard Alber bezeichnete das Kraftwerk als wirtschaftliches Fundament und Investition in die Zukunftsfähigkeit des Außerferns. Moderne Projekte müssten mehrere Ziele gleichzeitig erfüllen: Versorgungssicherheit stärken, regionale Wertschöpfung schaffen und verantwortungsvoll mit dem Naturraum umgehen. Genau diesen Anspruch bringe der Leitgedanke des Projekts auf den Punkt: „Mehr Natur, mehr Energie und mehr für die Region“.

GANZ REUTTE KANN VERSORGT WERDEN. Der technische Vorstand Sebastian Freier rückte vor allem die technischen und ökologischen Verbesserungen in den Mittelpunkt. Durch die Modernisierung wurde die Leistung des Kraftwerks um 25 Prozent gesteigert. Mit einer Erzeugung von 15 Gigawattstunden können rund 4.200 Haushalte mit Strom versorgt werden. Aus den bisherigen Kraftwerken Reutte 1 und Reutte 2 entstand mit zwei neuen Maschinen das Kraftwerk Reutte. Von der ersten Idee bis zur Realisierung vergingen neun Jahre, davon sieben Jahre für Planung und Genehmigung und zwei Jahre für den Bau. Gleichzeitig wurde das Projekt genutzt, um den Naturraum aufzuwerten. Flächen wurden der Natur zurückgegeben, Fichtenwald wird schrittweise zu Auwald umgebaut und durch Neophytenmanagement sollen heimische Flora und Fauna gefördert werden

SECHS FUSSBALLFELDER AN NATUR. Der EWR-Aufsichtsratsvorsitzender Univ.-Prof. Dr. Franz Pegger sieht in der Wasserkraft Versorgungssicherheit und Schutz vor starken Preisschwankungen. Volles Vertrauen setzt er dabei in „Judith“ und „Irina“, die beiden neuen Turbinen des Kraftwerks. Die Investition von rund 42 Millionen Euro stärke die regionale Wertschöpfung, zugleich wurden Flächen im Ausmaß von sechs Fußballfeldern an die Natur zurückgegeben. Für Pegger verbindet dieses „Generationenprojekt“ damit Ökonomie und Ökologie.

EIN MARATHON. Reuttes Bürgermeister und EWR-Eigentümervertreter Günter Salchner dankte im Namen der Stadtgemeinde und der Reuttener Bevölkerung allen Beteiligten. Den Kraftwerksbau verglich er mit einem Marathon: ein großer Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen konnte. „Wir wollen raus aus Öl und Gas, hin zu erneuerbarer Energie und aktivem Klimaschutz“, betonte Salchner. Das erneuerte Kraftwerk leiste dazu einen wesentlichen Beitrag und verbinde zugleich Energiegewinnung, Renaturierung und Naherholung.
HISTORISCHE VERANTWORTUNG. Landeshauptmann Anton Mattle verwies auf die Rolle der EWR bei der Elektrifizierung und Industrialisierung des Außerferns. Als Beispiel nannte er die Familie Schwarzkopf, die sich wegen des hohen Energiebedarfs der Wolframproduktion und der verfügbaren Energie für das Außerfern entschieden habe. Die Entwicklung wirke bis heute nach, was sich in der  geringen Arbeitslosenquote von 1,9 Prozent im Außerfern zeige. Mit Blick auf Tirol 2050 betonte er Versorgungssicherheit und Technologieoffenheit. Tirol komme bereits zu 60 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern. LH Mattle sieht den Ausbau der erneuerbaren Energieren positiv, ebenso sieht er in Bürgerintativen ein wichtiges Instrumet demokratischer Teilhabe. Zugleich stellte Mattle  aber  die Frage, ob man etwas für den Klimaschutz leisten wolle oder nicht: Der Ausbau erneuerbarer Energien sei dafür ein klares Bekenntnis.
Dekan Franz Neuner nahm die Segnung des Kraftwerks vor. „Segen heißt gutheißen, alles, was man nicht gutheißen kann, kann man nicht segnen“, betonte er und erinnerte an den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Schöpfung. Im Anschluss wurde das Kraftwerk offiziell in Betrieb genommen und Besucher hatten die Möglichkeit das Werk zu besichtigen.

Aktuelle Artikel

Kommentare

0 Posts