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Nacht der Projekte – das jährliche Highlight

Schülerinnen und Schüler der HAK, HLW und HTL präsentierten ihre Diplomprojekte

Es stecken viele (Nacht)Stunden voller Arbeit, Innovationskraft sowie Teamfähigkeit dahinter, um eine Idee zu einem praxisorientierten Projekt werden zu lassen, das nicht schubladisiert, sondern in die Realität umgesetzt wird. Bei der jährlichen Veranstaltung werden alle Projekte der Maturantinnen und Maturanten des laufenden Schuljahres einem großen Publikum präsentiert.
13. April 2026 | von Bruno Dengg
Nacht der Projekte – das jährliche Highlight<br />
Direktor Hohenrainer konnte über 300 Besucherinnen und Besucher zur Nacht der Projekte begrüßen. Fotos: Dengg
Direktor Werner Hohenrainer stellte bei seinem Eröffnungsstatement die Großveranstaltung als ein ganz besonderes Highlight im Schulkalender seiner drei berufsbildenden höheren Schulen – der HAK, der HLW und der HTL – dar. Erstmals präsentierten am vergangenen Donnerstagabend im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal der WKO sage und schreibe 23 Diplomarbeitsgruppen ihre finalen Projekte, die in den meisten Fällen in enger Zusammenarbeit mit heimischen Auftraggebern – Industriebetriebe, Unternehmen, Banken und Versicherungen, Tourismusbranche, Sozialbereich, Sportvereine – entstanden sind. Im Rahmen der „Nacht der Projekte“ wurden diese mit großem Aufwand, Engagement und persönlichem Einsatz der Öffentlichkeit, dem Lehrerteam, den Schülerinnen- und Schülerkollegen, den Eltern sowie geladenen Gästen vorgestellt. Ebenso standen die zukünftigen Absolventinnen und Absolventen im Anschluss an die Präsentation Interessierten für Auskunft und Diskussion zur Verfügung.
Durch eine ausgeklügelte Organisationsplanung und straffe Durchführung der „Mammutveranstaltung“ gelang es den Verantwortlichen, diese zu einem kurzweiligen Abend und nicht zu einer langen Nacht der Projekte werden zu lassen. Aufgelockert durch die musikalische Umrahmung der Schulband sowie durch starke Moderatorinnen und Moderatoren erlebten die Besucherinnen und Besucher einen spannenden und kreativen Abend, nach dessen „offiziellem“ Teil die HLW Reutte zu Buffet und gemütlichem Beisammensein und Austausch einlud.

DIE DIPLOMARBEITEN AN BHS. Sie werden in Teams von meist zwei bis vier Schülerinnen bzw. Schülern umgesetzt. Diese Gruppenarbeit ermöglicht es, komplexe Aufgabenstellungen in engster Abstimmung mit den Auftraggebern erfolgreich zu bearbeiten. Die Maturantinnen und Maturanten erwerben dabei zahlreiche wichtige Kompetenzen für ihre zukünftige Arbeitswelt bzw. ihr Studium: Ausdauer, wissenschaftliches Arbeiten, Zuverlässigkeit, Zeitmanagement, Organisationsgeschick sowie Lösungskompetenz. Die jungen Leute werden dabei über ein Jahr hinweg von ihren jeweiligen Lehrpersonen begleitet und gecoacht. Vor dem Start der Diplomarbeiten findet schulintern eine Kick-off-Veranstaltung statt, um den Schülerinnen und Schülern das nötige Rüstzeug zur Verfügung zu stellen. Dieses positive Umfeld in Reutte, das seinesgleichen sucht, ermöglicht es u. a. tolle Ergebnisse zu erzielen.

DIE MATURAPROJEKTE. Die diesjährigen 23 Diplomarbeiten deckten eine weite Spanne interessanter Themen, die u. a. von „Moderne Bankanwendungen im digitalen Zeitalter“ über „Gasthaussterben in der Naturparkregion Reutte“ „Zu gut für die Tonne? – Lebensmittelverschwendung im Außerfern und Wege zur Vermeidung“ über „Simulationsbasiertes Lernen in der Pflegeausbildung“ bis hin zu einem „Demokoffer zur Visualisierung betrieblicher Prozesse bei Plansee SE“ reichte. Damit Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, auch ohne bei der Nacht der Projekte anwesend gewesen zu sein, ein relativ genaues Bild der innovativen, spannenden und hochklassigen Projekte machen können, darf ich Ihnen nachfolgende Kurzbeschreibungen zum Lesen empfehlen.

DIE PROJEKTE. Beetronic – Digitalisierung eines Bienenstocks. Was passiert, wenn traditionelles Handwerk auf moderne Sensorik trifft? Man bekommt eine Lösung, die nicht nur Zeit spart, sondern das Leben von Millionen von Nutztieren schützt. Stellen Sie sich ein System vor, das mitten im Nirgendwo ohne Stromanschluss arbeitet und dem Imker präzise sagt, wann es Zeit für die Ernte ist. Kein Raten mehr, kein unnötiges Hinfahren – nur noch Daten in Echtzeit. Vorhang auf für ein Projekt, das die Imkerei ins 21. Jahrhundert summt.
Gasthaussterben in der Naturparkregion Reutte. Der Ausgangspunkt dieser Arbeit ist das zunehmende Gasthaussterben in der Naturparkregion Reutte. Der Fokus liegt auf historischen Entwicklungen, gesellschaftlichen Ursachen sowie wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen für die Betriebe. Ziel dieser Diplomarbeit ist, die Ursachen zu erheben und realisierbare Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um das gastronomische Angebot langfristig zu sichern.
Zu gut für die Tonne? Lebensmittelverschwendung im Außerfern und Wege zur Vermeidung. Die Diplomarbeit befasst sich mit der Lebensmittelverschwendung und dem Zusammenhang mit globalen ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Sie vergleicht den früheren und heutigen Umgang mit Lebensmitteln im Außerfern. Besonders Überproduktion, Konsumverhalten und die falsche Interpretation des Mindesthaltbarkeitsdatums führen zu vielen Lebensmittelabfällen. Ziel ist es, Bewusstsein zu schaffen und Lösungsansätze aufzuzeigen.
Digitalisierung der Raiffeisenbank Oberland-Reutte für die junge Generation. Ziel war es, die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Generation Z zu ermitteln und Verbesserungsvorschläge zu entwickeln. Es wurde eine Untersuchung der aktuellen digitalen Angebote durchgeführt, Merkmale der jungen Zielgruppe wurden analysiert. Ebenso wurden die aktuellen Angebote kritisch bewertet, um neue Konzepte entwickeln zu können. Vorschläge zur Erreichung dieser Zielgruppe und damit der Steigerung der Attraktivität bei der jungen Generation wurden daraus abgeleitet.
Nacht der Projekte – das jährliche Highlight<br />
Imker aufgepasst: Das Projekt Beetronic, Digitalisierung eines Bienenstocks, könnte schon bald Ihnen und Ihren Bienen das Leben erleichtern.
Nacht der Projekte – das jährliche Highlight<br />
Diese Damenprojektgruppe beschäftigte sich mit dem Gasthaussterben in der Naturparkregion Reutte.

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