Fritz Gurgiser hofft auf ein Umdenken im Landtag. Foto: Archiv
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Vorfeld der Landtagssitzung vom 6. bis 8. Mai stellt sich eine Frage: Für wen wird in Tirol eigentlich noch Politik gemacht – für die eigene Bevölkerung oder für den internationalen Transitverkehr?
Das Fernpass-Paket wird als alternativlos verkauft, ist in Wahrheit aber ein Beschleunigungsprogramm für noch mehr Verkehr durch unsere Täler. Seit Jahren erleben die Menschen entlang der B179 eine Verschlechterung ihrer Lebensqualität: Lärm, Schadstoffe und stundenlange Staus machen den Alltag zur Belastung. Eigene Straßen sind an vielen Tagen kaum mehr nutzbar – weder für den Arbeitsweg noch für dringende Arztbesuche.
Besonders bedenklich ist, dass selbst Rettung, Feuerwehr und Polizei zunehmend ausgebremst werden. Gleichzeitig geraten regionale Betriebe durch Verzögerungen und Mehrkosten ins Hintertreffen. Wer hier von Fortschritt spricht, verkennt die Realität vor Ort.
Trotzdem wurden die entsprechenden Gesetzesvorlagen und eine Haftung von 600 Millionen Euro ohne ernsthafte Auseinandersetzung beschlossen. 7.707 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger – rund 90 Prozent direkt aus den besonders betroffenen Bezirken Reutte und Imst – haben sich per Unterschrift klar für den Erhalt ihres Lebens-, Regionalwirtschafts- und Naturraumes ausgesprochen. Gehört wurden sie offenbar nicht.
Das Grundproblem liegt auf der Hand: Es wird an Symptomen herumgedoktert, während die Ursache unangetastet bleibt. Mehr Straßen schaffen mehr Verkehr. Was es stattdessen braucht, ist eine konsequente Verkehrssteuerung an der Wurzel: eine „Dosierung am Ursprung“. Transitströme müssen bereits außerhalb Tirols begrenzt werden, bevor sie unsere Regionen überrollen. Nur so kann verhindert werden, dass unsere Täler dauerhaft als Ausweichkorridor für den internationalen Verkehr missbraucht werden.
Begleitend dazu braucht es Maßnahmen, die den Schutz der Bevölkerung tatsächlich in den Mittelpunkt stellen – nicht weitere Umfahrungen, die am Ende nur neue Belastungen erzeugen, sondern eine echte Reduktion des Durchzugsverkehrs.
Die Abgeordneten tragen hier eine persönliche Verantwortung. Die Landtagssitzung bietet die Gelegenheit, innezuhalten und Fehlentscheidungen zu korrigieren.
Noch ist es nicht zu spät.
Mit freundlichen Grüßen
Fritz Gurgiser
Transitforum Tirol
im Vorfeld der Landtagssitzung vom 6. bis 8. Mai stellt sich eine Frage: Für wen wird in Tirol eigentlich noch Politik gemacht – für die eigene Bevölkerung oder für den internationalen Transitverkehr?
Das Fernpass-Paket wird als alternativlos verkauft, ist in Wahrheit aber ein Beschleunigungsprogramm für noch mehr Verkehr durch unsere Täler. Seit Jahren erleben die Menschen entlang der B179 eine Verschlechterung ihrer Lebensqualität: Lärm, Schadstoffe und stundenlange Staus machen den Alltag zur Belastung. Eigene Straßen sind an vielen Tagen kaum mehr nutzbar – weder für den Arbeitsweg noch für dringende Arztbesuche.
Besonders bedenklich ist, dass selbst Rettung, Feuerwehr und Polizei zunehmend ausgebremst werden. Gleichzeitig geraten regionale Betriebe durch Verzögerungen und Mehrkosten ins Hintertreffen. Wer hier von Fortschritt spricht, verkennt die Realität vor Ort.
Trotzdem wurden die entsprechenden Gesetzesvorlagen und eine Haftung von 600 Millionen Euro ohne ernsthafte Auseinandersetzung beschlossen. 7.707 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger – rund 90 Prozent direkt aus den besonders betroffenen Bezirken Reutte und Imst – haben sich per Unterschrift klar für den Erhalt ihres Lebens-, Regionalwirtschafts- und Naturraumes ausgesprochen. Gehört wurden sie offenbar nicht.
Das Grundproblem liegt auf der Hand: Es wird an Symptomen herumgedoktert, während die Ursache unangetastet bleibt. Mehr Straßen schaffen mehr Verkehr. Was es stattdessen braucht, ist eine konsequente Verkehrssteuerung an der Wurzel: eine „Dosierung am Ursprung“. Transitströme müssen bereits außerhalb Tirols begrenzt werden, bevor sie unsere Regionen überrollen. Nur so kann verhindert werden, dass unsere Täler dauerhaft als Ausweichkorridor für den internationalen Verkehr missbraucht werden.
Begleitend dazu braucht es Maßnahmen, die den Schutz der Bevölkerung tatsächlich in den Mittelpunkt stellen – nicht weitere Umfahrungen, die am Ende nur neue Belastungen erzeugen, sondern eine echte Reduktion des Durchzugsverkehrs.
Die Abgeordneten tragen hier eine persönliche Verantwortung. Die Landtagssitzung bietet die Gelegenheit, innezuhalten und Fehlentscheidungen zu korrigieren.
Noch ist es nicht zu spät.
Mit freundlichen Grüßen
Fritz Gurgiser
Transitforum Tirol