Reuttes coolstes Sitzmöbel
Schülerinnen und Schüler der Polytechnischen Schule Reutte bauten multifunktionelle Sitzpyramide
Dass sie kreativ, geschickt und fleißig sind, haben die Schülerinnen und Schüler der Polytechnischen Schule Reutte bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Einige von der Öffentlichkeit beauftragte Projekte wurden erfolgreich umgesetzt und bleiben nachhaltig sichtbar. Dazu zählt seit Kurzem auch die „Pyramide von Reutte“.
Sabine Schretter
6. Juli 2026
Die Pyramide von Reutte. Poly-Schülerinnen und -Schüler entwarfen und bauten ein cooles Sitzmöbel. Foto: Schretter
Charly Poberschnigg, Leiter des Jugendzentrums Smile in Reutte, war Ideengeber für das Projekt „Sitzpyramide“. Schon länger hatte er den Wunsch, auf dem Areal Jugendzentrum/Funpark/Pumptrack ein multifunktionelles Sitzmöbel für alle zu errichten. Der geeignete Platz dafür war bereits gefunden. Für die Umsetzung seiner Idee wandte sich Poberschnigg an die Polytechnische Schule Reutte und setzte auf deren Expertise. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Fachbereichsgruppen Holz/Bau nahmen sich die beiden Pädagogen Tobias Petrini und Simon Klimesch dieser Aufgabe an.
16 Elemente. „Bei der Umsetzung des Projekts war zu beachten, dass das Möbel stabil, sicher, witterungsbeständig und haltbar sein muss“, erklärte Lehrer Tobias Petrini bei der kleinen Eröffnungsfeier für die Sitzpyramide. Bei der Unterkonstruktion entschied man sich für Lärchenholz, um die Kosten möglichst im Rahmen zu halten. Die Sitzflächen wurden in Bankiraiholz ausgeführt, die Spiegel ebenfalls in Lärche. Gar nicht so leicht sei es gewesen, das harte Lärchenholz für die Unterkonstruktion zu bearbeiten, erzählte Schüler Sandro Wörle. Im Zuge der Arbeiten habe man jedoch Routine entwickelt, dann sei alles leichter von der Hand gegangen. Tobias Petrini und Simon Klimesch war es wichtig, die Schüler von Beginn an mitgestalten zu lassen. So wurden Materiallisten erstellt und der Materialwert ermittelt. Erste Pläne wurden gezeichnet, auch in CAD ausgeführt, Balken ausgesucht, ausgemessen, abgelängt und verschraubt. Charly Poberschnigg erwies sich als gelernter Tischler als wichtiger Partner an der Seite der Schülerinnen und Schüler. In perfekter Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum entstand innerhalb eines halben Jahres eine multifunktionelle Sitzpyramide in modularer Bauweise. Über einer Grundfläche von acht mal 4,5 Metern erhebt sie sich in drei Stufen auf eine Höhe von 1,60 Metern. Verbaut wurden Holz und Schrauben im Materialwert von rund 10.000 Euro. Die Kosten dafür übernahm der Tourismusverband Naturparkregion Reutte. Die oberste Plattform der Sitzpyramide bietet ausreichend Platz für ein DJ-Pult, auch ein Stromanschluss ist vorhanden. In der Nähe wird zudem noch ein Trinkwasserbrunnen errichtet. „Damit wird das Areal beim Jugendzentrum und dem erweiterten Funpark noch attraktiver für Familien, Kinder, Jugendliche und alle, die hier gemeinsam Action und Spaß erleben wollen“, freut sich Simon Grässle vom Jugendausschuss der Stadtgemeinde Reutte.
Die aufwändige Unterkonstruktion aus Lärchenholz für die Sitzpyramide stellte eine große Herausforderung dar, die von den Schülerinnen und Schülern mit Bravour gemeistert wurde.Foto: PTS Reutte/Petrini
Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte bedanken sich bei Charly Poberschnigg für die sehr angenehme Zusammenarbeit. Weiters richten sie ihren Dank an die Stadtgemeinde Reutte für die Unterstützung und an den Tourismusverband Naturparkregion Reutte für die Übernahme der Materialkosten für die Sitzpyramide.
Pyramiden sind Denkmäler für die Ewigkeit. Die „Pyramide von Reutte“ ist ein neuer, zentraler Treffpunkt für viele – made by Poly Reutte.






