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Sonnenfinsternis über dem Außerfern

Viele Außerfernerinnen und Außerferner beobachteten das ekliptische Schauspiel

Am Mittwochabend, dem 12. August, wurden rund 90 Prozent der Sonne vom Mond verdeckt. Dieses faszinierende Ereignis war auch im Außerfern gut zu beobachten.

Sarah Kerber
17. August 2026
Sonnenfinsternis über dem Außerfern
Vom Gipfel der Zugspitze aus hatte man einen besonders guten Blick auf die Sonnenfinsternis. Foto: Kerber
Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Mond sich genau zwischen Erde und Sonne befindet und dadurch seinen Schatten auf die Erde wirft. Bei einer totalen Sonnenfinsternis verschwindet die Sonnenscheibe vollständig. Bei einer partiellen Finsternis bleibt dagegen ein Teil der Sonne sichtbar. Zwar war eine totale Sonnenfinsternis von Österreich aus nicht zu sehen, trotzdem wurde die Sonne zu einem ungewöhnlich großen Teil vom Mond verdeckt. In Tirol lag die maximale Bedeckung bei knapp 90 Prozent.  Die totale Phase war in Europa nur in einem schmalen Streifen zu sehen, der unter anderem über Island und Spanien verlief.
Sonnenfinsternis über dem Außerfern
Zuschauer ausgestattet mit Sonnenbeobachtungsbrillen und speziellen Kamera Schutz Linsen. Foto: Kerber

AUSSICHT. Von höher gelegenen Orten aus bot sich ein besonders eindrucksvoller Blick. Von der Zugspitze aus hatte man eine besondere Aussicht auf das Naturschauspiel. Zahlreiche Schaulustige fuhren mit der Gondelbahn nach oben, um sich die Sonnenfinsternis anzuschauen. Die partielle Finsternis war auf der Zugspitze ab ca. 19.24 Uhr zu sehen, ihren Höhepunkt erreichte sie um ca. 20.18 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt waren rund 90 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt. Da die Sonne zu diesem Zeitpunkt bereits relativ tief am westlichen Himmel stand, war ein freier Blick über den Horizont besonders wichtig.

VOR 27 JAHREN. Bei vielen dürfte dieses Ereignis Erinnerungen an den 11. August 1999 wachgerufen haben. Damals war die Situation jedoch eine andere, denn Österreich lag im Bereich der Totalität. Der Mond verdeckte die Sonne für kurze Zeit vollständig, wodurch es mitten am Tag ungewöhnlich dunkel und kalt wurde. Der Kernschatten zog über Teile Österreichs, darunter auch Reutte und Umgebung. Der Unterschied zwischen 1999 und 2026 war deshalb deutlich. Während 1999 die vollständige Dunkelheit und die Sonnenkorona zu sehen waren, blieben 2026 trotz der starken Bedeckung Teile der Sonne sichtbar. Trotzdem war die Finsternis keineswegs unspektakulär.
Die Sonnenfinsternis von 2026 war somit zwar keine Wiederholung des großen Spektakels von 1999, zeigte aber, wie unterschiedlich zwei Finsternisse am selben Ort wirken können.  Vielleicht wurde durch den Vergleich mit 1999 vielen bewusst, wie selten solche Momente sind. Die nächste totale Sonnenfinsternis in Österreich findet erst in vielen Jahren statt. Die nächste, bei der der Kernschatten wieder über Österreich zieht, ist erst für den 3. September 2081 angekündigt.
Sonnenfinsternis über dem Außerfern
Die Ehrwalderin Friederike Lantschner erlebte diese beeindruckende Sicht auf die totale Sonnenfinsternis in Tarragona (Spanien). Foto: Lantschner

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