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Wängler Tanne erleuchtet Eduard-Wallnöfer-Platz

Große Delegation aus dem Außerfern übergibt Landes-Christbaum

Der diesjährige Landes-Christbaum stammt aus dem Außerfern: Eine zwölf Meter hohe, rund 45 Jahre alte Weißtanne aus dem Wängler Ortsteil Winkl wurde am Freitagabend am Innsbrucker Landhausplatz feierlich illuminiert. Die beeindruckende Tanne, gespendet von Karola Neufeld, ihrer Tochter Patricia Hilliges und deren Ehemann Martin Hilliges, wurde Anfang letzter Woche ins Herz der Landeshauptstadt gebracht und ziert bis in den Jänner hinein den Eduard-Wallnöfer-Platz vor dem Tiroler Landhaus.
2. Dezember 2025 | von Johannes Pirchner
Wängler Tanne erleuchtet Eduard-Wallnöfer-Platz<br />
LHStv Josef Geisler, LTP Sonja Ledl-Rossmann und Bgm Florian Barbist bei der Beleuchtung des Wängler Christbaumes am Landhausplatz. Foto: Land Tirol/Jovanovic
Etwa 100 Personen begleiteten den Festakt – darunter eine große Wängler Delegation mit Bürgermeister Florian Barbist, Gemeinderäten, Vereinsfunktionären, der Harmoniemusik Lechaschau (die auch Wängles offizielle Musikkapelle ist), dem Kindergarten Wängle, den Anklöpflerinnen sowie zahlreichen Ehren- und Mandatsträgern.

EIN ORT VOLLER ZUSAMMENHALT. Wängles Bürgermeister Florian Barbist fand in seiner Ansprache bewegende Worte über Herkunft, Werte und das Besondere seines Heimatortes: „Wängle ist ein Ort mit Geschichte, erstmals 1278 erwähnt. Eine bemerkenswerte Mischung aus Naturverbundenheit und Tradition, in der über Jahrhunderte hinweg eine starke Gemeinschaft gewachsen ist – eine, die Bräuche pflegt, sich kennt und füreinander da ist.“ Besonders in der Adventszeit komme dieser Zusammenhalt zum Ausdruck. „Ob in der Kirche, am Dorfplatz oder in den Häusern – der Christbaum bringt jedes Jahr Licht und Hoffnung. Dass unser Baum nun am Landhausplatz steht, ist ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Gemeinden, Generationen und Familien. Wir möchten diesen festlichen Moment mit ganz Tirol teilen.“ Barbist erinnerte daran, dass inmitten aller Herausforderungen der Advent auch eine Einladung sei, „innezuhalten, dankbar zu sein und sich bewusst zu machen, in welch wunderbarem Land wir leben“.

WHATSAPP MIT FOLGEN. Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann, selbst Wänglerin, erzählte mit einem Lächeln, wie sie vom Baum erfuhr: „Seit über zehn Jahren bin ich nun schon Landtagspräsidentin, aber dass sich ein Baum persönlich vorgestellt hat, habe ich noch nie erlebt. Ich bekam folgende Nachricht auf WhatsApp: ‚Hallo Sonja, darf ich mich kurz vorstellen – Weißtanne, wohnhaft Winkl, wunderschön gewachsen, möchte gerne den Landhausplatz schmücken.‘“ Sie leitete das Ansuchen weiter – nach Zustimmung der Forstabteilung stand fest: Der Baum aus ihrer Heimat wird heuer Tirols Landes-Christbaum. „Es ist etwas ganz Besonderes, wenn der Baum direkt aus der Heimatgemeinde kommt – ein Stück Heimat direkt vor der Tür“, betonte die Präsidentin. Der Baum sei ein sichtbares Symbol der Besinnung und solle „allen, die daran vorbeigehen, einen Moment der Ruhe und des Innehaltens schenken“.

LICHT ALS ZEICHEN DER HOFFNUNG. Landeshauptmann Anton Mattle konnte aus terminlichen Gründen (Verhandlungen in Wien) nicht persönlich anwesend sein, ließ jedoch ein schriftliches Grußwort übermitteln. Vertreten wurde er beim Festakt von Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler. „Der Christbaum aus Wängle ist ein stiller Botschafter für das, was uns als Land Tirol ausmacht – Zusammenhalt, Frieden und Dankbarkeit“, so Mattle. Auch LHStv. Josef Geisler unterstrich die Bedeutung des Baumes als sichtbares Zeichen für Besinnung und Gemeinschaft: „Der Christbaum am Landhausplatz markiert für viele den Beginn der Adventzeit. Er steht für die kleinen Lichtblicke im Alltag.“ Geisler dankte insbesondere der Spenderfamilie sowie allen Helferinnen und Helfern beim Fällen, Transport und Aufstellen – der reibungslose Ablauf sei Ausdruck gelebter Zusammenarbeit.

VIEL LOB AUS POLITIK UND KIRCHE. Auch weitere prominente Stimmen fanden lobende Worte am Landhausplatz im Gespräch mit Wängles Delegation: NR Margreth Falkner sprach von einem der „schönsten Bäume, die je am Landhausplatz standen“, NR Selma Yildirim gratulierte der Wängler Delegation zu gelebter Tradition und dankte für „diese besondere Gabe an das Land“. LR René Zumtobel würdigte die „großzügige Spende, die für Gemeinschaft steht und dankte Spendern und Delegation“, und Domprobst Jakob Bürgler – selbst früher Pfarrer in Wängle-Höfen – betonte: „ Er habe die Einladung sofort angenommen, als er gehört habe, dass der Baum aus seiner ehemaligen Wirkungsgemeinde kommt und war beeindruckt von dem wunderschönem Baum.“

STARKES KULTURPROGRAMM. Ein wesentlicher Bestandteil des feierlichen Festakts war die kulturelle und musikalische Umrahmung:  Die Harmoniemusik Lechaschau eröffnete den Abend mit traditionellen und adventlichen  Bläserstücken und sorgte im weiteren Verlauf mit stimmungsvollen Weisen für eine würdevolle Atmosphäre. Der Kindergarten Wängle begeisterte mit einem liebevoll einstudierten Beitrag, der das Publikum zum Schmunzeln  brachte. Die Kinder erinnerten mit ihren Liedern und Gedichten daran, was im Advent wirklich zählt – Wärme, Zusammenhalt und das Miteinander der Generationen. Ein besonderer Höhepunkt waren die Anklöpflerinnen aus Wängle, die mit traditionellen Liedern und authentischem Auftreten echte Vorweihnachtsstimmung auf den Platz brachten. Ihr Gesang, getragen von alpenländischem Liedgut, verlieh der Veranstaltung eine tief verwurzelte kulturelle Note und erinnerte an überlieferte Bräuche, die in der Region noch heute lebendig gepflegt werden.

WÄNGLE ERLEUCHTET POLITISCHES HERZ VON TIROL. Bis weit über Weihnachten hinaus wird die Tanne aus dem Winkl nun den Landhausplatz zieren – als strahlendes Symbol der Hoffnung und als Botschaft aus einer kleinen Gemeinde mit großer Wirkung. „Möge Tirol ein Land bleiben, in dem wir Bräuche lebendig halten, Gemeinschaft pflegen und das Licht nie ausgehen lassen. Wir leben in einem lebenswertem Land“, so Bürgermeister  Florian Barbist abschließend in seiner Ansprache.

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