„Wir bringen, was gewünscht wird!“
Im Rahmen des Projekts „Brennholz aus der Region für die Region“ wird der Rohstoff verarbeitet und vertrieben
Vor Kurzem stellten die Gemeindegutsagrargemeinschaft Breitenwang und die Agrargemeinschaft Reutte gemeinsam mit dem Lagerhaus Reutte das Projekt „Brennholz aus der Region für die Region“ vor. Ziel der Initiative ist es, heimisches Holz vor Ort zu nutzen und damit die regionale Wertschöpfung zu stärken. Hochwertiges Brennholz aus den Wäldern der Umgebung soll so direkt der Bevölkerung zur Verfügung stehen.
Sabine Schretter
8. September 2026
Michael Ennemoser (Forstservice Ennemoser, l.) ist der heimische Dienstleister, der die Gerätschaft zur Verfügung stellt, mit der „Brennholz aus der Region für die Region“ bereitgestellt wird.Markus Rudigier (Gemeindegutsagrargemeinschaft Breitenwang), Josef Schlux und Samy Eraky (beide Agrargemeinschaft Reutte) (2. bis 4. v. l.) zeigten am Holzplatz im „Hirschegärtle“ wie das Brennholz aufbereitet wird. Foto: Schretter
Kurze Wege, eine nachhaltige Bewirtschaftung und die regionale Verarbeitung sind für Markus Rudigier (Substanzverwalter Breitenwang), Josef Schlux und Samy Eraky (beide Agrargemeinschaft Reutte) die tragenden Säulen des Projekts. Ein möglichst großer Teil der Wertschöpfung bleibt damit in der Region und kommt der heimischen Wirtschaft sowie der Bevölkerung zugute. Der eingeschlagene Weg sei zwar nicht unbedingt einfacher, dafür aber effizienter. Knapp drei Jahre dauerte die Vorlaufzeit, in der vor allem technische Herausforderungen zu bewältigen waren. Mittlerweile stehen moderne Maschinen zur Verfügung, mit denen das Brennholz bedarfsgerecht verarbeitet werden kann. Die notwendige Gerätschaft stellt mit Forstservice Ennemoser aus Martinau ein heimischer Dienstleister zur Verfügung.
Moderate Preise, kaum Abfall. Der Bedarf an Brennholz kann grundsätzlich aus den Wäldern in Reutte und Breitenwang gedeckt werden. Sollte es dennoch zu einem Engpass kommen, wird bei anderen Agrargemeinschaften nachgefragt. Geliefert wird das Brennholz in Mehrweg-Big-Bags mit einem Fassungsvermögen von einem Kubikmeter. Dass dabei kaum Abfall anfällt, ist nur einer von mehreren Vorteilen gegenüber Holz, das aus dem Ausland bezogen wird. Auch preislich könne man mit Anbietern aus Ländern wie Ungarn oder Rumänien durchaus mithalten. Die Preise richten sich nach dem jeweiligen Aufwand: Steigen etwa die Kosten für Treibstoff oder Energie, wirkt sich das auch auf den Brennholzpreis aus. „Aber sehr moderat“, ergänzt Josef Schlux. Er verweist darauf, dass der Brennholzpreis seit rund 15 Jahren vergleichsweise stabil geblieben sei. Wer Brennholz benötigt, kann sich an die Gemeindegutsagrargemeinschaft Breitenwang, die Agrargemeinschaft Reutte oder das Lagerhaus Reutte wenden. Innerhalb des Talkessels übernehmen die Agrargemeinschaften die Zustellung, längere Lieferstrecken werden vom Lagerhaus Reutte abgedeckt.
Im „Hirschegärtle“. Im Anschluss an die Präsentation konnten sich die Teilnehmer bei einer Besichtigung des Holzplatzes im „Hirschegärtle“ ein Bild von der praktischen Umsetzung machen und die einzelnen Schritte der Aufbereitung und Bereitstellung des Brennholzes kennenlernen. „Brennholz aus der Region für die Region“ bietet die Holzarten trocken und in hoher Qualität an: Fichte, Buche und Bergahorn, jeweils in den Längen 25, 33 und 50 Zentimeter. Holz aus der Region ist damit nicht nur ein wichtiger nachwachsender Rohstoff, sondern leistet auch einen Beitrag zu einer nachhaltigen und möglichst regional ausgerichteten Versorgung. Die Bedeutung der regionalen Waldbewirtschaftung reicht jedoch weit über die reine Holzgewinnung hinaus. Sie schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze, trägt zur Pflege der Kulturlandschaft und zum Schutz vor Naturgefahren bei und sorgt dafür, dass ein nachhaltiger Rohstoff aus heimischen Wäldern langfristig der Region zugutekommt. Großes Lob richteten die Projektbetreiber auch an die Bezirksforstinspektion, die das Vorhaben tatkräftig unterstützt – etwa bei Planungen oder der Abwicklung von Förderansuchen. Damit ist sie ein wichtiger Partner der Agrargemeinschaften.
Nutzen für die Allgemeinheit. Agrargemeinschaften übernehmen weit über die Waldbewirtschaftung hinaus Verantwortung. Dazu zählen die Schutzwaldpflege, die Wiederbewaldung und der kontinuierliche Umbau der Bestände hin zu klimafitten Bergmischwäldern. Ebenso gehören der Bau und die Erhaltung des forstlichen Wegenetzes sowie die Bewirtschaftung und Pflege der Almen zu ihren Aufgaben. Damit leisten die Agrargemeinschaften einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft und zur Sicherung der vielfältigen Funktionen des alpinen Lebensraums. All das ist mit einem enormen Arbeits- und Kostenaufwand verbunden. Dabei sei es inzwischen „wirklich brutal zach geworden, mit einer Null durchzukommen“, betont Markus Rudigier. Mit dem Brennholzprojekt verbinden die Betreiber deshalb auch die Hoffnung, zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Diese seien notwendig, um den Forstbetrieb langfristig aufrechterhalten zu können. Erste Einnahmen werden bereits erzielt, der damit verbundene Aufwand kann gedeckt werden. Nun gelte es, die Zusammenarbeit erfolgreich weiterzuentwickeln – Schritt für Schritt, wie Josef Schlux abschließend betont.
Moderate Preise, kaum Abfall. Der Bedarf an Brennholz kann grundsätzlich aus den Wäldern in Reutte und Breitenwang gedeckt werden. Sollte es dennoch zu einem Engpass kommen, wird bei anderen Agrargemeinschaften nachgefragt. Geliefert wird das Brennholz in Mehrweg-Big-Bags mit einem Fassungsvermögen von einem Kubikmeter. Dass dabei kaum Abfall anfällt, ist nur einer von mehreren Vorteilen gegenüber Holz, das aus dem Ausland bezogen wird. Auch preislich könne man mit Anbietern aus Ländern wie Ungarn oder Rumänien durchaus mithalten. Die Preise richten sich nach dem jeweiligen Aufwand: Steigen etwa die Kosten für Treibstoff oder Energie, wirkt sich das auch auf den Brennholzpreis aus. „Aber sehr moderat“, ergänzt Josef Schlux. Er verweist darauf, dass der Brennholzpreis seit rund 15 Jahren vergleichsweise stabil geblieben sei. Wer Brennholz benötigt, kann sich an die Gemeindegutsagrargemeinschaft Breitenwang, die Agrargemeinschaft Reutte oder das Lagerhaus Reutte wenden. Innerhalb des Talkessels übernehmen die Agrargemeinschaften die Zustellung, längere Lieferstrecken werden vom Lagerhaus Reutte abgedeckt.
Im „Hirschegärtle“. Im Anschluss an die Präsentation konnten sich die Teilnehmer bei einer Besichtigung des Holzplatzes im „Hirschegärtle“ ein Bild von der praktischen Umsetzung machen und die einzelnen Schritte der Aufbereitung und Bereitstellung des Brennholzes kennenlernen. „Brennholz aus der Region für die Region“ bietet die Holzarten trocken und in hoher Qualität an: Fichte, Buche und Bergahorn, jeweils in den Längen 25, 33 und 50 Zentimeter. Holz aus der Region ist damit nicht nur ein wichtiger nachwachsender Rohstoff, sondern leistet auch einen Beitrag zu einer nachhaltigen und möglichst regional ausgerichteten Versorgung. Die Bedeutung der regionalen Waldbewirtschaftung reicht jedoch weit über die reine Holzgewinnung hinaus. Sie schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze, trägt zur Pflege der Kulturlandschaft und zum Schutz vor Naturgefahren bei und sorgt dafür, dass ein nachhaltiger Rohstoff aus heimischen Wäldern langfristig der Region zugutekommt. Großes Lob richteten die Projektbetreiber auch an die Bezirksforstinspektion, die das Vorhaben tatkräftig unterstützt – etwa bei Planungen oder der Abwicklung von Förderansuchen. Damit ist sie ein wichtiger Partner der Agrargemeinschaften.
Nutzen für die Allgemeinheit. Agrargemeinschaften übernehmen weit über die Waldbewirtschaftung hinaus Verantwortung. Dazu zählen die Schutzwaldpflege, die Wiederbewaldung und der kontinuierliche Umbau der Bestände hin zu klimafitten Bergmischwäldern. Ebenso gehören der Bau und die Erhaltung des forstlichen Wegenetzes sowie die Bewirtschaftung und Pflege der Almen zu ihren Aufgaben. Damit leisten die Agrargemeinschaften einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft und zur Sicherung der vielfältigen Funktionen des alpinen Lebensraums. All das ist mit einem enormen Arbeits- und Kostenaufwand verbunden. Dabei sei es inzwischen „wirklich brutal zach geworden, mit einer Null durchzukommen“, betont Markus Rudigier. Mit dem Brennholzprojekt verbinden die Betreiber deshalb auch die Hoffnung, zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Diese seien notwendig, um den Forstbetrieb langfristig aufrechterhalten zu können. Erste Einnahmen werden bereits erzielt, der damit verbundene Aufwand kann gedeckt werden. Nun gelte es, die Zusammenarbeit erfolgreich weiterzuentwickeln – Schritt für Schritt, wie Josef Schlux abschließend betont.





