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Reutte | Politik | 28. April 2020 | Sabine Schretter

„Es geht uns ganz gut!“

„Es geht uns ganz gut!“
Bürgermeisterin Karina Konrad; „Uns Jungholzern geht es gut!“ Foto: Gemeinde Jungholz
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Bürgermeisterin Karina Konrad: „An Lösungen wird gearbeitet“

Jungholz – „ein Stück Tirol im Allgäu“ – ist mit dem Bundesland Tirol nur über den 1636 Meter hohen Sorgschrofen verbunden, ist österreichisches Hoheitsgebiet und gehört zur deutschen Zollhoheit. Die RUNDSCHAU fragte bei Bürgermeisterin Karina Konrad nach, wie es den Jungholzern während der Corona-Krise geht.
Von Sabine Schretter

„Danke, es geht uns ganz gut“, lässt die Bürgermeisterin wissen. „Natürlich ist zu bemerken, dass die Unzufriedenheit zunimmt. Aber das ist kein explizites Jungholz-Problem, damit haben wir nach diesen schwierigen Wochen wohl alle zu kämpfen“, führt Karina Konrad weiter aus. Die Jungholzer hätten zu jeder Zeit alles machen können – einkaufen, Arztbesuche wahrnehmen und auch zur Arbeit gehen. Eingeschränkt sei man vor allem deshalb, weil die sogenannten grünen Grenzen nicht überschritten werden dürfen. „Unsere Spazier- und Wanderwege führen halt auch in deutsches Terrain. Wir bewegen uns derzeit also daher nur auf Jungholzer Gemeindegebiet. Auch, dass wir weite Wege in Kauf nehmen müssen ist korrekt“, ergänzt sie. Sie hat aber als Gemeindechefin die Initiative ergriffen und steht in engem und guten Kontakt mit dem Land Tirol, der Bezirkshauptmannschaft Reutte und dem Landratsamt Oberallgäu. „Es laufen viele Gespräche und wir suchen in diesen speziellen Themen nach Lösungen. Noch liegt kein konkretes Ergebnis vor, aber es wird mit Hochdruck daran gearbeitet. Die Fragen, die zu klären sind, sind sehr komplex, daher dauert es länger.“

TRAGBAR. Karina Konrad betont im Gespräch mit der RUNDSCHAU, dass die Maßnahmen, die in Österreich ergriffen wurden, um Corona einzudämmen, wichtig und richtig sind. Jetzt sei einfach Geduld gefragt. „Für uns in Jungholz gelten die selben Maßnahmen, wie in allen anderen Tiroler Gemeinden. Auch wir hatten die temporäre Quarantäne und durften für Erledigungen nur ins Nachbardorf  Wertach (Alllgäu) fahren. Aber es ist tragbar, wie es momentan ist,“ relativiert Karina Konrad, dass es auch schlimmer hätte kommen können – den Blick auf das Vorarlberger funktionale Enklave Kleinwalsertal gerichtet, wo „man viel schlechter dran ist als wir.“ Wer von Jungholz aus über die Grenze nach Deutschland fährt, wird möglicherweise von den Polizisten nach dem Grund dafür gefragt. Unfreundlich seien die diensthabenden Beamten aber nicht. Auf die Frage, wie es sich für die Jungholzer mit den Zuwendungen aus dem Härtefallfonds der Bundesregierung verhält, antwortet Karina Konrad: „Diesbezüglich ist die erste Anlaufstelle die Wirtschaftskammer. Das wissen die Antragsteller.“
Es gilt weiter: Auch wenn es bereits Lockerungen der strengen Maßnahmen gibt und weitere in Aussicht gestellt sind, wird man sich in Geduld üben und wohl noch längere Zeit mit Einschränkungen leben – ganz egal ob im Enklave oder nicht.

 
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