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Reutte | Wirtschaft | 7. April 2020 | Sabine Schretter

Zuversicht in Vils

Zuversicht in Vils
„Schretter & Cie“ in Vils – Werksansicht von Westen. Foto: Lisa Immler
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„Schretter & Cie“ bleibt bei Investitionsprogramm


Beim Vilser Paradeunternehmen der Mineralstoffindustrie „Schretter & Cie“ machen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie bemerkbar. Man wird Blessuren hinnehmen müssen, blickt aber optimistisch nach vorn. Wie, das fragte die RUNDSCHAU bei der Geschäftsleitung nach. 

RUNDSCHAU: Wie geht es „Schretter & Cie“ während der Corona-Krise?
Dr. Reinhard Schretter: Wir erleben seit der letzten Märzwoche einen jähen Absturz bei unseren Zementumsätzen auf rund 25 bis 30 Prozent des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Rückläufig ist der Versand derzeit teilweise auch bei Spezialbaustoffen, während Kalk und Gips nach wie vor gefragt sind, da sie andere Märkte bedienen.

RS: Wie wirkt sich die wirtschaftliche Situation auf „Schretter & Cie“ aus?
Schretter: Wir versuchen, diese schwere Zeit zu übertauchen, aber es wird nicht ohne Blessuren abgehen. Andererseits wollen wir unser ehrgeiziges Investitionsprogramm – wenn auch etwas zeitverzögert und abgespeckt – umsetzen.

RS: Gibt es bei „Schretter & Cie“ Einschränkungen in der Produktion, Kurzarbeit oder Home-Office?
Schretter: Unsere Hauptproduktionslinie bei Zement wurde Anfang April vorübergehend abgestellt. Wir arbeiten in Kurzarbeit, zuvor mit Urlaubsabbau und wo möglich im Home-Office.

RS: Was tut „Schretter & Cie“ zum Schutz der Mitarbeiter? Abgesehen von Home-Office, vor allem für die Mitarbeiter, die in der Produktion tätig sind.
Schretter: Noch im Februar haben wir allgemeine Verhaltensregeln ausgegeben, die vor allem Hygiene und Abstandwahrung zum Inhalt haben. Desinfektionsmittel und Schutzausrüstungen sind natürlich vorhanden. Wir haben organisiert, dass wir auch ohne gleichzeitige Anwesenheit von Mitarbeitern funktionieren. Dabei arbeiten wir auch eng mit dem Betriebsarzt und dem Betriebsrat zusammen.

RS: Was zeigt Ihr Blick in die Zukunft?
Schretter: Eine Mischung aus Verunsicherung und Zuversicht. Unter Einhaltung sehr strenger Auflagen können Baustellen arbeiten, wieviel und in welchem Umfang wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Das wird uns zugutekommen, allerdings den Umsatzrückgang nicht wettmachen. Generell besteht die Sorge, dass die gesamte Volkswirtschaft enormen Schaden nimmt und die Finanzierung wichtiger Aufgaben des Staates immer schwieriger wird.

RS: Haben Sie eine Botschaft an unsere Leser?
Schretter: Bleiben Sie gesund und glauben Sie an die Leistungsfähigkeit und Innovationsstärke der heimischen Unternehmen und ihrer Mitarbeiter.

RS: Danke für das Gespräch und bleiben Sie gesund!
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