Den „verlorenen Händen“ gedenken
Ein neues Denkmal am Eduard-Wallnöfer-Platz in Telfs erinnert an die Opfer der NS-Euthanasie in Telfs
Das Erinnerungszeichen „Verlorene Hände“ wurde vergangenen Mittwoch am Eduard-Wallnöfer-Platz eröffnet und durch Dekan Peter Scheiring gesegnet. Das von den Schülern des Technischen Gymnasiums Telfs konzipierte Denkmal steht symbolisch für die sechzehn Hände der sechzehn Telfer, die den Krankenmorden während der Zeit des Nationalsozialismus zum Opfer fielen.
Nina Zacke
4. Juli 2023
Neben dem Erinnerungszeichen „Verlorene Hände“ stehend, erzählte die Chronistin Lena Burgstaller über das Projekt, das im Zuge ihrer Masterarbeit entstanden ist. RS-Foto: Zacke
Von Nina Zacke
Vergangenen Mittwoch waren die zur Eröffnung des Erinnerungszeichens auf den Eduard-Wallnöfer-Platz gekommenen Telfer schweigsam und gedankenverloren. Denn das dort eröffnete und gesegnete Denkmal „Verlorene Hände“ erinnert an die sechzehn Telfer Hände, die der Euthanasie im Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Christian Härting kam Chronistin Lena Burgstaller zu Wort. Im Rahmen ihrer Masterarbeit „...hier, wo es scheint als wann ich überhaupt kein Mensch nicht mehr wäre...“ enstand die Idee zu dem Erinnerungszeichen, das nun vollendet am Eduard-Wallnöfer-Platz hängt. Die Schüler des Technischen Gymnasiums Telfs konzipierten dafür einen Entwurf, den sie schließlich auch umsetzten.
DENKMAL SOLL SCHAM AUFBRECHEN. Im Laufe des Schreibens sei der Bezug zu der Thematik immer enger geworden und Burgstaller klar geworden, wie schambehaftet das Thema nach wie vor sei. „Ich hoffe, dass dieses Erinnerungszeichen die Scham aufbricht“, brachte Burgstaller an diesem Nachmittag zum Ausdruck.
MEHR TOLERANZ, MITMENSCHLICHKEIT UND SOLIDARITÄT. Nur mit solchen Installationen könne ein Bewusstsein für eine dramatische Zeit geweckt werden, die nicht in Vergessenheit geraten darf“, hob Landeshauptman Anton Mattle in seiner Eröffnungsrede hervor. Diese sechzehn Hände sollen uns alle eine Ermahung sein: Für mehr Toleranz, Mitmenschlichkeit und Solidarität. So beendetet der Landeshauptmann seine einfühlsame Rede mit einem Zitat des italienischen Schriftstellers Primo Levi: „Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen.“
Vergangenen Mittwoch waren die zur Eröffnung des Erinnerungszeichens auf den Eduard-Wallnöfer-Platz gekommenen Telfer schweigsam und gedankenverloren. Denn das dort eröffnete und gesegnete Denkmal „Verlorene Hände“ erinnert an die sechzehn Telfer Hände, die der Euthanasie im Nationalsozialismus zum Opfer fielen. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Christian Härting kam Chronistin Lena Burgstaller zu Wort. Im Rahmen ihrer Masterarbeit „...hier, wo es scheint als wann ich überhaupt kein Mensch nicht mehr wäre...“ enstand die Idee zu dem Erinnerungszeichen, das nun vollendet am Eduard-Wallnöfer-Platz hängt. Die Schüler des Technischen Gymnasiums Telfs konzipierten dafür einen Entwurf, den sie schließlich auch umsetzten.
DENKMAL SOLL SCHAM AUFBRECHEN. Im Laufe des Schreibens sei der Bezug zu der Thematik immer enger geworden und Burgstaller klar geworden, wie schambehaftet das Thema nach wie vor sei. „Ich hoffe, dass dieses Erinnerungszeichen die Scham aufbricht“, brachte Burgstaller an diesem Nachmittag zum Ausdruck.
MEHR TOLERANZ, MITMENSCHLICHKEIT UND SOLIDARITÄT. Nur mit solchen Installationen könne ein Bewusstsein für eine dramatische Zeit geweckt werden, die nicht in Vergessenheit geraten darf“, hob Landeshauptman Anton Mattle in seiner Eröffnungsrede hervor. Diese sechzehn Hände sollen uns alle eine Ermahung sein: Für mehr Toleranz, Mitmenschlichkeit und Solidarität. So beendetet der Landeshauptmann seine einfühlsame Rede mit einem Zitat des italienischen Schriftstellers Primo Levi: „Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen.“








