Harte Arbeit bei der Berglandschafts-Pflege
Der Berg rief und die Alpenvereinsjugend packte auf den Zirler Almen beim „Schwenden“ mit an
13 freiwillige Helfer steckten eine Woche lang Zeit und Kraft in harte Arbeit auf den Zirler Almen, um die Berglandschaft zu erhalten, wie wir sie kennen und lieben. Dieses Projekt fand vom 20. bis 26. August zum elften Mal erfolgreich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Zirl und mit Unterstützung von Jägern und dem Schaf- und Ziegenzuchtverein statt.
Christina Hötzel
29. August 2023
Gut gelaunt zeigten sich Emílie Čihovská, Michl Auer und Chiara Zeller beim Pressegespräch zur „Umweltbaustelle“ in Zirl. RS-Foto: Hötzel
Von Christina Hötzel
Zum Höhenluft und Freiheit schnuppern zieht es vor allem im Sommer viele Menschen in die Berge. Dass diese selbst nach Freiheit rufen und der Hilfe tatkräftiger Handwerker bedürfen, bleibt dabei oft unbeachtet. Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) verleiht der Natur eine Stimme, der auch dieses Jahr eine große Zahl von Freiwilligen folgte. Auf den Zirler Almen brechen sie früh beim Solsteinhaus auf, das ihnen als Unterkunft dient und in dem sie vom Hüttenwirt und Projektleiter der Umweltbaustelle Robert Fankhauser versorgt werden. Neben Österreichern gibt es auch Helfer aus Italien und Tschechien. Auf der Tagesordnung steht, Almwiesen von wuchernden Latschen zu befreien – letzteres wird im Fachjargon als „Schwenden“ bezeichnet – und Latschen zu Brennholz zu verarbeiten. Die Arbeiten sind unter anderem für den Lawinenschutz wichtig. 1.800 Hektar groß ist die Almfläche. Das kommt 900 Fußballfeldern gleich.
UNENTGELTLICHE ARBEIT FÜR DIE UMWELT. Die Umweltbaustellen, mittlerweile schon ein „Markenzeichen“, werden seit 1986 von der Österreichischen Alpenvereinsjugend organisiert und durchgeführt. Junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren arbeiten eine Woche lang unentgeltlich, gegen Kost und Logis, für die Natur in den Arbeitsfeldern Bergbauern und Almwirtschaft, Erosionsschutz und Renaturierungen, Nationalparks und Schutzgebiete, Wasser, Bergwald und Wege. Aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen: Ein Freizeitangebot und jede Menge gemeinsame Freizeitaktivitäten werden ergänzend angeboten. Geleitet und organisiert werden die Umweltbaustellen von erfahrenen Teams.
TIERWOHL IM AUGE. Das Steine schleppen, Schwenden und die Holzarbeit haben den Sinn, einen gesunden Almbetrieb zu gewährleisten. Wenn die Tiere auf den Zirler Almen nicht zwischen Geröll und Geäst ihre Nahrung suchen müssen, haben sie das nicht zuletzt dieser Aktion zu verdanken. Zudem ist es laut des Schafzüchters Friedl Knoll nicht nur für die Schafe gut, sondern auch für die Leute. „Die Arbeit ist jedes Jahr wieder notwendig und wirkt fast wie ein Tropfen ins Meer. Wie gut, dass jedes Jahr wieder zahlreiche Ehrenamtliche diesen Tropfen verstärken. Denn der Einsatz jedes Einzelnen zählt, wie uns die Zirler Almhelfer vor Augen führen. Da geht schon was weiter“, betonte Knoll.
LERNEN FÜRS LEBEN. Ein freier Tag bleibt den jungen Teilnehmern zum Wandern. „Es gibt wenig Handyempfang. Das ist eigentlich super. So können wir gemeinsam die Sonne auf der Alm genießen, zusammensitzen und abends Karten spielen“, freute sich Chiara Zeller. „Das Arbeiten zwischen den Schafen ist ebenfalls schön. Überall hört man die Glocken, da weiß man, wofür man die Arbeit macht“. Auch wenn die Schafe schon mal ein Pausenbrot klauen und verspeisen. Das Leben etwas zu entschleunigen, geschicktes Powermanagement und Teamwork sind nur einige der Fähigkeiten, welche sich die Helfer für das spätere Leben aneignen.
Zum Höhenluft und Freiheit schnuppern zieht es vor allem im Sommer viele Menschen in die Berge. Dass diese selbst nach Freiheit rufen und der Hilfe tatkräftiger Handwerker bedürfen, bleibt dabei oft unbeachtet. Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) verleiht der Natur eine Stimme, der auch dieses Jahr eine große Zahl von Freiwilligen folgte. Auf den Zirler Almen brechen sie früh beim Solsteinhaus auf, das ihnen als Unterkunft dient und in dem sie vom Hüttenwirt und Projektleiter der Umweltbaustelle Robert Fankhauser versorgt werden. Neben Österreichern gibt es auch Helfer aus Italien und Tschechien. Auf der Tagesordnung steht, Almwiesen von wuchernden Latschen zu befreien – letzteres wird im Fachjargon als „Schwenden“ bezeichnet – und Latschen zu Brennholz zu verarbeiten. Die Arbeiten sind unter anderem für den Lawinenschutz wichtig. 1.800 Hektar groß ist die Almfläche. Das kommt 900 Fußballfeldern gleich.
UNENTGELTLICHE ARBEIT FÜR DIE UMWELT. Die Umweltbaustellen, mittlerweile schon ein „Markenzeichen“, werden seit 1986 von der Österreichischen Alpenvereinsjugend organisiert und durchgeführt. Junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren arbeiten eine Woche lang unentgeltlich, gegen Kost und Logis, für die Natur in den Arbeitsfeldern Bergbauern und Almwirtschaft, Erosionsschutz und Renaturierungen, Nationalparks und Schutzgebiete, Wasser, Bergwald und Wege. Aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen: Ein Freizeitangebot und jede Menge gemeinsame Freizeitaktivitäten werden ergänzend angeboten. Geleitet und organisiert werden die Umweltbaustellen von erfahrenen Teams.
TIERWOHL IM AUGE. Das Steine schleppen, Schwenden und die Holzarbeit haben den Sinn, einen gesunden Almbetrieb zu gewährleisten. Wenn die Tiere auf den Zirler Almen nicht zwischen Geröll und Geäst ihre Nahrung suchen müssen, haben sie das nicht zuletzt dieser Aktion zu verdanken. Zudem ist es laut des Schafzüchters Friedl Knoll nicht nur für die Schafe gut, sondern auch für die Leute. „Die Arbeit ist jedes Jahr wieder notwendig und wirkt fast wie ein Tropfen ins Meer. Wie gut, dass jedes Jahr wieder zahlreiche Ehrenamtliche diesen Tropfen verstärken. Denn der Einsatz jedes Einzelnen zählt, wie uns die Zirler Almhelfer vor Augen führen. Da geht schon was weiter“, betonte Knoll.
LERNEN FÜRS LEBEN. Ein freier Tag bleibt den jungen Teilnehmern zum Wandern. „Es gibt wenig Handyempfang. Das ist eigentlich super. So können wir gemeinsam die Sonne auf der Alm genießen, zusammensitzen und abends Karten spielen“, freute sich Chiara Zeller. „Das Arbeiten zwischen den Schafen ist ebenfalls schön. Überall hört man die Glocken, da weiß man, wofür man die Arbeit macht“. Auch wenn die Schafe schon mal ein Pausenbrot klauen und verspeisen. Das Leben etwas zu entschleunigen, geschicktes Powermanagement und Teamwork sind nur einige der Fähigkeiten, welche sich die Helfer für das spätere Leben aneignen.
Ein bunter Haufen: Helfer im Alter von sieben bis 70 Jahren packten auf den Zirler Almen mit an, um die Berglandschaft zu erhalten. Foto: Chiara Zeller/ Alpenverein







