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Telfer SCHUSO leistet wertvollen Beitrag

Der Bedarf nach Schulsozialarbeit (SCHUSO) steigt, tirolweit werden bis 2026 weitere 600.000 Euro für Ausbau investiert

Die Schulsozialarbeit (SCHUSO) fördert ein niederschwelliges Angebot und unterstützt Kinder sowie Jugendliche im Lebensraum Schule. Bis 2026 werden nun weitere 600.000 Euro für den Ausbau in Tirol investiert. Aktuell sind tirolweit rund 70 Sozialarbeiter aktiv, auch in Telfs gibt es das Angebot seit nunmehr gut zwei Jahren. Allein im Schuljahr 2022/23 unterstützten die drei Schulsozialarbeiter im Einberger Schulzentrum mit 540 Einzelberatungen, 170 Gruppen- und 90 Elternberatungen.

Von Nina Zacke
31. Oktober 2023
Telfer SCHUSO leistet wertvollen Beitrag
Sie sind für die Anliegen und Sorgen der Volksschüler in Telfs da: Das dreiköpfige Team der Schulsozialarbeiter im Einberger Schulzentrum Martina Jäger, Lena Kraus und Daniel Tiefnig (von li.). RS-Foto: Zacke
Von Nina Zacke

Tirolweit sind aktuell rund 70 Schulsozialarbeiter aktiv. Sie versuchen durch diverse Angebote – sowohl präventiv wie auch intervenierend – die Situation von Kindern und Jugendlichen, deren relevantes Umfeld sowie das gesamte Schulklima zu verbessern. Dabei fungiert die SCHUSO als Drehscheibe zwischen Schülern, Lehrpersonen, Elternhaus und externen Unterstützungssystemen. Seit gut zwei Jahren gibt es das Angebot auch in Telfs. Allein im vergangenen Schuljahr unterstützten die drei Schulsozialberater Martina Jäger, Daniel Tiefnig und Lena Kraus die Volksschüler mit 540 Einzel-, 170 Gruppen- sowie 90 Elternberatungen im Einberger Schulzentrum. Die Themen, mit welchen die Kinder zu den Schulsozialarbeitern in die Beratung kommen, changieren von Konflikten mit anderen Kindern, Schulproblemen, Identität, Körper oder auch der Umgang mit Medien. „Viele kommen vermehrt mit familiären Themen zu uns, die dann natürlich in die Schule mitgetragen werden. Wenn es daheim nicht gut läuft, dann läuft es auch in der Schule nicht gut“, weiß die Schulsozialarbeiterin Martina Jäger, die selbst Mutter von drei Kindern ist.

KONFLIKTE VERMEIDEN UND SELBST ZUR LÖSUNG FINDEN. „Ein großer Teil unserer Arbeit ist Konfliktmoderation, also wie geht man miteinander um, aber auch, wie kann man einen Streit schlichten“, schildert Jäger. In erster Linie gehe es darum, die Kinder zu animieren, selbst eine Lösung zu finden, so Jäger weiters. Ein großes Konfliktpotenzial schaffe aktuell die Situation rund um das Einberger Schulzentrum, das erst um 7.40 Uhr öffnet. Mit der Frühgruppe, die schon ab 7 Uhr morgens eine Möglichkeit der Betreuung bietet, könne vielen Konflikten vorgebeugt werden, da die Kinder sich unter Aufsicht befinden und nicht unbeaufsichtigt am Schulzentrum spielen, toben oder möglicherweise streiten. Eine Anmeldung ist über die Homepage der Gemeinde möglich.

SORGEN NEHMEN AUCH BEI KINDERN ZU. Laut Statistiken haben sich psychische Probleme und Sorgen bei Kindern seit der Corona-Pandemie verdreifacht. Das können die drei Sozialarbeiter im Einberger Schulzentrum nur bestätigen. Auch die gesamtgesellschaftliche Situation rund um Kriege und Teuerung sei für viele der Schüler belastend und werde immer wieder thematisiert, sagt Daniel Tiefnig. Für die Kinder und Jugendlichen sei es in diesen Fällen wichtig zu wissen, dass es jemand innerhalb der Schule gibt, der sie ernst nimmt und Zeit hat – für sie und ihre Sorgen. Dabei sind die Kinder und Jugendlichen damit vertraut, dass es sich um ein freiwilliges und vertrauliches Angebot handelt. Es bleibt unter uns, was wir mit den Kindern besprechen, sagt Lena Kraus. Außer im Falle einer Kindeswohlgefährdung. Dann müssen die Direktion informiert und im Sinne des Kindes weitere, notwendige Schritte eingeleitet werden.

WEITERER SCHUSO-AUSBAU IN TIROL BIS 2026. Seit der Implementierung der Schulsozialarbeit im Jahr 2008 wird diese sukzessive ausgebaut. Für die Jahre 2024, 2025 und 2026 stellt das Land Tirol hierfür zusätzliche 200.000 Euro jährlich zur Verfügung. Damit soll der bestehende Betrieb der Schulsozialarbeit gewährleistet und in den kommenden drei Jahren auch auf weitere zehn Schulen in Tirol ausgeweitet werden. Finanziert wird die SCHUSO, die von der Tiroler Kinder und Jugend GmbH im Auftrag des Landes durchgeführt wird, größtenteils in einem Schlüssel von 65 zu 35 Prozent vom Land Tirol und den Gemeinden.
Telfer SCHUSO leistet wertvollen Beitrag
Gemeinsamer Austausch ist für die Schulsozialarbeiter notwendig. RS-Foto: Zacke

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