50 Jahre musikalische Vielfalt und Innovation
Chorwerkstatt Telfs feierte mit einem außergewöhnlichen Jubiläumskonzert
8. Juli 2025 | von
Friederike Hirsch
Mit einem außergewöhnlichen Konzert in der Heilig-Geist-Kirche in Telfs feiert die Chorwerkstatt Telfs ihr 50-jähriges Bestehen. Foto: Hirsch
Die 1975 als Jugendchor gegründete Chorwerkstatt Telfs hat sich über die Jahrzehnte zu einem Ensemble entwickelt, das immer wieder überrascht. Musikalische Vielfalt, Offenheit für Neues und die Freude am gemeinsamen Singen prägen die Chorwerkstatt bis heute. Sie ist ein fixer Bestandteil der Kulturlandschaft Tirols, insbesondere der Marktgemeinde Telfs. Mit Konzerten unterschiedlichster Art bringt sie ihrem Publikum kirchliche und weltliche Musik verschiedenster Genres näher. Unzählige Projekte, Kooperationen, Konzertreisen, Uraufführungen und thematisch außergewöhnliche Konzertabende prägen die bewegte Geschichte des Chores. Die Aufführung der Carmina Burana von Carl Orff und das Mozart-Requiem, ein Projekt im Zeughaus im Rahmen des Maximilian-Jahres, ein Kulturprojekt mit jungen Künstlern im Haus der Musik und Konzerte zeitgenössischer nordischer Komponisten zählen unter anderem zu den Höhepunkten des Chores. Dabei hat sich die Chorwerkstatt immer wieder neu erfunden, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Im Herbst 2022 wurde die Chorwerkstatt von Andrea Wegscheider-Draxl übernommen, unter deren Leitung sie ein Weihnachtskonzert in der Leutasch und in Oetz aufführte. Mit der Matthäuspassion von G. P. Telemann wagte sich die Chorwerkstatt 2023, unterstützt von vier professionellen Solisten und dem auf Barockmusik spezialisierten Ensemble „Rosarum Flores“, sehr erfolgreich an ein weiteres anspruchsvolles Stück heran. Es ist diese Mischung aus Tradition und Innovation, die den Chor bis heute auszeichnet.
GEMEINSCHAFT. Es sind aber nicht nur die musikalischen Höhepunkte, die diesen vielstimmigen Chor über die Grenzen hinaus bekannt gemacht haben, sondern auch die gemeinsame Liebe zur Musik. Über Generationen hinweg eint die Chorwerkstatt Menschen, die an etwas glauben: die Kraft der Musik. Mit dem erarbeiteten Repertoire veranstaltet die Chorwerkstatt nicht nur Konzerte. Die Sänger suchen den Kontakt zu andern Chören und Musikern und erkunden immer wieder neue, manchmal auch ungewöhnliche Auftrittsorte. Sie begleiten Menschen in glücklichen und traurigen Situationen, schenken Freude und erleben Gemeinschaft beim Singen.
KLANG DER ZEIT. Anstatt ein klassisches „Best-of“ vergangener Programme zu präsentieren, widmete sich die Chorwerkstatt ausschließlich Werken, die seit 1975 entstanden sind – also in genau jener Zeitspanne, in der der Chor selbst besteht. Diese musikalische Reise durch die Gegenwart präsentierte die beeindruckende Bandbreite moderner Chormusik: von stillen Klanglandschaften bis zu rhythmisch kraftvollen Kompositionen. Neben A-cappella-Stücken wurde der Chor dabei von professionellen Perkussionisten und einem Pianisten begleitet, was dem Abend zusätzliche Dynamik verlieh. Unter der bewährten musikalischen Leitung von Andrea Wegscheider-Draxl entfaltete sich der Konzertabend mit Fausto Quintabà am Klavier, Benjamin Kowollik und Matthias Baumgartner am Schlagzeug und Wolfgang Bleckenweger am E-Bass zu einer beeindruckenden Reise voller Emotionen, Klangvielfalt und musikalischen Entdeckungen. Da hörte man ein „Sound of Silence“, das in dieser Chorintensität mehr als beeindruckte. Mit „Adiemus“ dem Lied des gleichnamigen walisischen Musikprojekts Adiemus von Karl Jenkins aus dem Jahr 1995, bewiesen die Musiker ihr Gespür für den Charakter des Songs. Ein Song, der im Original wie eine ethnische Musik klingt. Eine wahre Ohrenfreude, wie der Chor die „Sprache“ von Jenkins, die lediglich aus erdachten Silben und Wörtern besteht, singend und mit viel Gefühl für das Stück in Bilder umsetzen konnte.
50 JAHRE KLANG. Die Chorwerkstatt Telfs hat es bei ihrem Jubiläumskonzert schon wieder getan: Jedes der dargebrachten Lieder erzählte seine eigene Geschichte, und das Ensemble hat mit viel Gefühl und Engagement die charakteristischen Feinheiten der Stücke herausarbeitet. Die besondere Herausforderung für die Sängerinnen und Sänger bestand darin, den Spannungsbogen zwischen laut und leise, zwischen kraftvollem Ausdruck und sanfter Melodik zu meistern. Und das taten sie. Mit leidenschaftlichem Gesang und harmonischem Zusammenspiel brachten sie die Emotionen der Lieder zum Leben. Die Auswahl der Stücke zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und dynamisch die Musikszene der letzten fünf Jahrzehnte war. Die Zuhörer erlebten kraftvolle Chorräume, die mit ihrem voluminösen Klang die Wände der Heilig Geist Kirche zum Vibrieren brachten. Aber auch ruhige, intime Momente fanden Platz, in denen das Publikum in die leisen und zarten Klänge eintauchen konnte. Hochkarätig, modern und vielseitig – dieses Konzert bot für jeden Musikliebhaber etwas und zeigt einmal mehr, dass Musik ein verbindendes Element darstellt, das Generationen zusammenbringt. Geleitet von einer Chorleiterin, die mit enormem Einfühlungsvermögen für jede einzelne Stimme eine Atmosphäre der spürbaren Leidenschaft auf die Bühne bringt. Mit einer Energie, die spätestens nach den ersten Tönen auf das Publikum überspringt. Ein Konzert, würdig eines außergewöhnlichen Jubiläums.
GEMEINSCHAFT. Es sind aber nicht nur die musikalischen Höhepunkte, die diesen vielstimmigen Chor über die Grenzen hinaus bekannt gemacht haben, sondern auch die gemeinsame Liebe zur Musik. Über Generationen hinweg eint die Chorwerkstatt Menschen, die an etwas glauben: die Kraft der Musik. Mit dem erarbeiteten Repertoire veranstaltet die Chorwerkstatt nicht nur Konzerte. Die Sänger suchen den Kontakt zu andern Chören und Musikern und erkunden immer wieder neue, manchmal auch ungewöhnliche Auftrittsorte. Sie begleiten Menschen in glücklichen und traurigen Situationen, schenken Freude und erleben Gemeinschaft beim Singen.
KLANG DER ZEIT. Anstatt ein klassisches „Best-of“ vergangener Programme zu präsentieren, widmete sich die Chorwerkstatt ausschließlich Werken, die seit 1975 entstanden sind – also in genau jener Zeitspanne, in der der Chor selbst besteht. Diese musikalische Reise durch die Gegenwart präsentierte die beeindruckende Bandbreite moderner Chormusik: von stillen Klanglandschaften bis zu rhythmisch kraftvollen Kompositionen. Neben A-cappella-Stücken wurde der Chor dabei von professionellen Perkussionisten und einem Pianisten begleitet, was dem Abend zusätzliche Dynamik verlieh. Unter der bewährten musikalischen Leitung von Andrea Wegscheider-Draxl entfaltete sich der Konzertabend mit Fausto Quintabà am Klavier, Benjamin Kowollik und Matthias Baumgartner am Schlagzeug und Wolfgang Bleckenweger am E-Bass zu einer beeindruckenden Reise voller Emotionen, Klangvielfalt und musikalischen Entdeckungen. Da hörte man ein „Sound of Silence“, das in dieser Chorintensität mehr als beeindruckte. Mit „Adiemus“ dem Lied des gleichnamigen walisischen Musikprojekts Adiemus von Karl Jenkins aus dem Jahr 1995, bewiesen die Musiker ihr Gespür für den Charakter des Songs. Ein Song, der im Original wie eine ethnische Musik klingt. Eine wahre Ohrenfreude, wie der Chor die „Sprache“ von Jenkins, die lediglich aus erdachten Silben und Wörtern besteht, singend und mit viel Gefühl für das Stück in Bilder umsetzen konnte.
50 JAHRE KLANG. Die Chorwerkstatt Telfs hat es bei ihrem Jubiläumskonzert schon wieder getan: Jedes der dargebrachten Lieder erzählte seine eigene Geschichte, und das Ensemble hat mit viel Gefühl und Engagement die charakteristischen Feinheiten der Stücke herausarbeitet. Die besondere Herausforderung für die Sängerinnen und Sänger bestand darin, den Spannungsbogen zwischen laut und leise, zwischen kraftvollem Ausdruck und sanfter Melodik zu meistern. Und das taten sie. Mit leidenschaftlichem Gesang und harmonischem Zusammenspiel brachten sie die Emotionen der Lieder zum Leben. Die Auswahl der Stücke zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig und dynamisch die Musikszene der letzten fünf Jahrzehnte war. Die Zuhörer erlebten kraftvolle Chorräume, die mit ihrem voluminösen Klang die Wände der Heilig Geist Kirche zum Vibrieren brachten. Aber auch ruhige, intime Momente fanden Platz, in denen das Publikum in die leisen und zarten Klänge eintauchen konnte. Hochkarätig, modern und vielseitig – dieses Konzert bot für jeden Musikliebhaber etwas und zeigt einmal mehr, dass Musik ein verbindendes Element darstellt, das Generationen zusammenbringt. Geleitet von einer Chorleiterin, die mit enormem Einfühlungsvermögen für jede einzelne Stimme eine Atmosphäre der spürbaren Leidenschaft auf die Bühne bringt. Mit einer Energie, die spätestens nach den ersten Tönen auf das Publikum überspringt. Ein Konzert, würdig eines außergewöhnlichen Jubiläums.

