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Die Bergretter würdigen

Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum der Bergrettung Leutasch im Ganghofermuseum

Vor 100 Jahren wurde in Leutasch die erste alpine Meldestelle in Leutasch gegründet. Was damals noch als kleine Ortsstelle begann, hat sich heute zu einem top ausgestatteten und mit tatkräftigen Mitgliedern versehenen Verein entwickelt, der heuer sein großes Jubiläum feiert. Gestartet wird das Jubeljahr mit einer Ausstellung im Ganghofermuseum, das erstaunliche Exponate aus der frühen Zeit der Bergrettung präsentiert.
17. Feber 2026 | von Agnes Dorn
Die Bergretter würdigen
Ortsstellenleiter Michael Strigl eröffnete gemeinsam mit Museumsleiter Robert Krug und Kurator Alois Krug die Ausstellung. Foto: Dorn
Nachdem die Landesleitung der Tiroler Bergrettung sich von ihrem reichen Fundus an uralten Ausrüstungsgegenständen, die im Keller in Telfs ein unrühmliches Dasein fristeten, trennen wollte, sah die Ortsstelle Leutasch ihre Chance: „Wir haben die Gerätschaften vor einem Jahr geholt, sie im Keller aufbereitet und dann damit die Ausstellung aufgebaut“, freut sich der Obmann der Ortsstelle Leutasch, Michael Strigl, über die unverhoffte Spende pünktlich zum Jubiläumsjahr. Denn auch wenn einige Exponate aufgrund ihres schlechten Zustands nicht mehr zu retten waren, waren doch viele Schätze darunter, die erhalten werden konnten und nun präsentiert werden. Es sind die ältesten Geräte der Bergrettung, die in Tirol erhalten sind, dabei, und es kann einem das Gruseln überkommen bei der Vorstellung, wie prekär die Lage der Opfer und Retter gewesen sein muss, mit Ausrüstungen wie, den nun gezeigten das unwegsame Gelände mit teilweise Schwerverletzten bewältigen zu müssen. Daneben widmet sich die Ausstellung der Geschichte der Bergrettung im Allgemeinen und natürlich im Besonderen der Ortsstelle Leutasch, die zu einer der ältesten im Lande zählt. Kuratiert und aufgebaut wurde die Ausstellung mit der Unterstützung des Bergretter-Urgesteins Kurt Nairz, der sich heuer über seine 60-jährige Mitgliedschaft beim Verein freuen kann.

WÜRDIGUNG ZUM JUBILÄUM. „Diese Ausstellung ist nicht so sehr für die Gäste, sondern vor allem für euch, damit man das nach außen trägt, was ihr leistet. Sie zeigt, mit welchen Mitteln das früher angefangen hat und wie das heute weitergeht“, sieht Museumsleiter Robert Krug die Ausstellung als Würdigung der Arbeit der vielen ehrenamtlichen Retter. Sein Vater und Mitkurator Alois ist selbst seit Langem Mitglied der Bergrettung Leutasch und weiß: „Bergretter ist man mit Leib und Seele oder gar nicht.“ Von den neuen Ausrüstungsgegenständen ist indes wenig in der Ausstellung zu sehen, da das meiste ja griffbereit für den Erstfall bereitliegen muss. Aber zwei ganz besondere Objekte gibt es doch zu bestaunen: so die neue Fahne der Bergrettung Leutasch, die diese erst im vergangenen Herbst in Empfang nehmen konnte. Und außerdem mit der Drohne DGI Matrice 4TD eines der modernsten Geräte, die bei der Suche von Personen und dank integriertem Lautsprecher bei der Kommunikation Verwendung finden. Die Jubiläumsausstellung zu 100 Jahren Bergrettung Leutasch ist noch bis zum 7. August dieses Jahres zu sehen, die Öffnungszeiten sind Dienstag und Mittwoch von 10 bis 12 Uhr sowie Donnerstag und Freitag von 15 bis 17 Uhr. Der offizielle Festakt zum Jubiläum wird am 16. Mai über die Bühne gehen.
Die Bergretter würdigen
Die alten Ausrüstungsgegenstände stießen auf großes Interesse. Foto: Dorn
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Stolz zeigen Ehrenringträger Kurt Nairz und Schriftführer Bernhard Heis die neue Fahne der Bergrettung Leutasch. Foto: Dorn
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Die Bergrettung Leutasch kann sich über ein starkes Team freuen, das auch geschlossen zur Ausstellungseröffnung antrat.

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