Die Magie der Alltagsgegenstände
Die kunterbunte Ausstellung „Zeugs!“ in Telfs erzählt viele kleine Geschichten
20. August 2025 | von
Friederike Hirsch
Ein Gustostückerl in der Villa Schindler: eine Schallplatte der beliebten „Telfer Buam“. Foto: Hirsch
Es sind die Alltagsgegenstände, die Geschichten erzählen. Umjubelt von Archäologen, wenn sie nach Tausenden von Jahren ausgegraben werden, kaum beachtet, wenn sie nur wenige Jahrzehnte alt sind und auf den Dachböden und in Kellern vor sich hin stauben. Doch sie sind mehr als nur Dinge – sie erzählen Geschichten, spiegeln unsere Erinnerungen wider und verbinden uns mit der Vergangenheit. Die Ausstellung in der Villa Schindler ist eine Hommage an das Sammelsurium des Alltags und lädt dazu ein, die kleinen Wunder im scheinbar Banalen zu entdecken.
ZEUGS IM FOKUS. Bereits 1896 dachte der spätere Volksschuldirektor Josef Schweinester daran, ein Ortsmuseum zu errichten. Es dauerte bis in das Jahr 1949, bis das Museum gegründet wurde. Gesammelt wurde aber über all die Jahre, und so entstand ein beachtliches Depot aus den verschiedensten Bereichen. Die Kuratorinnen Christine Gamper und Sandra Marsoun-Kaindl von der Kulturabteilung der Marktgemeinde Telfs haben daraus eine kurzweilige, interessante und zuweilen rätselhafte Ausstellung gemacht. Ein Sammelsurium, das Kunst und Krempel, Denkwürdiges, Kurioses und Peinliches – eben „Zeugs!“ – vereint. Bei manchen Objekten lässt man die Besucher raten, was es sein könnte. Bei anderen ist auch den Spezialisten nicht ganz klar, worum es sich handelt, und man ist aufgefordert, Vorschläge oder konkretes Wissen einzubringen.
VIELFALT DER OBJEKTE. Zu bestaunen und zu enträtseln gibt es so einiges. Ein Steyr-Waffenrad aus den 1930er-Jahren, eine Trockenmilchdose aus einem amerikanischen „Care-Paket“ der Nachkriegszeit bis zur Schallplatte der „Telfer Buam“. Über eine Mumie einer exotischen Eidechse, die 1963 in einer Baumwolllieferung aus Mexiko für die Textilfabrik Jenny & Schindler gefunden wurde, zur Baby-Bekleidung bis zu einer alten Maggi-Dose, die die Geschichte der Fabrikarbeiterinnen erzählt. Nach einem 16-Stunden-Tag war einfach keine Zeit, keine Energie mehr für die Frauen, aufwendig zu kochen. Der schmale Lohn ließ keine üppigen Mahlzeiten zu. Das eiweißreiche Maggi-Pulver schien damals die Lösung. Hinter einem blauen Vorhang verbirgt sich der „Über-18-Bereich“, das Séparée der Ausstellung. Was es hier zu sehen gibt? Zu sehen ist eines jener Objekte, die anonym abgegeben wurden, und es ist definitiv nicht jugendfrei.
ZEUGS IM FOKUS. Bereits 1896 dachte der spätere Volksschuldirektor Josef Schweinester daran, ein Ortsmuseum zu errichten. Es dauerte bis in das Jahr 1949, bis das Museum gegründet wurde. Gesammelt wurde aber über all die Jahre, und so entstand ein beachtliches Depot aus den verschiedensten Bereichen. Die Kuratorinnen Christine Gamper und Sandra Marsoun-Kaindl von der Kulturabteilung der Marktgemeinde Telfs haben daraus eine kurzweilige, interessante und zuweilen rätselhafte Ausstellung gemacht. Ein Sammelsurium, das Kunst und Krempel, Denkwürdiges, Kurioses und Peinliches – eben „Zeugs!“ – vereint. Bei manchen Objekten lässt man die Besucher raten, was es sein könnte. Bei anderen ist auch den Spezialisten nicht ganz klar, worum es sich handelt, und man ist aufgefordert, Vorschläge oder konkretes Wissen einzubringen.
VIELFALT DER OBJEKTE. Zu bestaunen und zu enträtseln gibt es so einiges. Ein Steyr-Waffenrad aus den 1930er-Jahren, eine Trockenmilchdose aus einem amerikanischen „Care-Paket“ der Nachkriegszeit bis zur Schallplatte der „Telfer Buam“. Über eine Mumie einer exotischen Eidechse, die 1963 in einer Baumwolllieferung aus Mexiko für die Textilfabrik Jenny & Schindler gefunden wurde, zur Baby-Bekleidung bis zu einer alten Maggi-Dose, die die Geschichte der Fabrikarbeiterinnen erzählt. Nach einem 16-Stunden-Tag war einfach keine Zeit, keine Energie mehr für die Frauen, aufwendig zu kochen. Der schmale Lohn ließ keine üppigen Mahlzeiten zu. Das eiweißreiche Maggi-Pulver schien damals die Lösung. Hinter einem blauen Vorhang verbirgt sich der „Über-18-Bereich“, das Séparée der Ausstellung. Was es hier zu sehen gibt? Zu sehen ist eines jener Objekte, die anonym abgegeben wurden, und es ist definitiv nicht jugendfrei.


